Nachgefragt: Björn Schröder über die bisherige Saison der VG Delmenhorst-Stenum „Wir können überleben“

Nach dreijähriger Abstinenz haben die Volleyballer der VG Delmenhorst-Stenum vor dieser Saison ihre Rückkehr in die Oberliga gefeiert. Dort überwintert das Team nun auf Tabellenplatz sechs, muss sich allerdings weiterhin um den Klassenerhalt sorgen.
22.12.2015, 00:00
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Nach dreijähriger Abstinenz haben die Volleyballer der VG Delmenhorst-Stenum vor dieser Saison ihre Rückkehr in die Oberliga gefeiert. Dort überwintert das Team nun auf Tabellenplatz sechs, muss sich allerdings weiterhin um den Klassenerhalt sorgen. Warum er denkt, dass seine Mannschaft gut genug für den Verbleib in der Liga ist und was in seinen Augen im Jahr 2016 besser werden muss, hat Mittelblocker Björn Schröder (26) im Gespräch mit Daniel Cottäus verraten.

Herr Schröder, beim TuS Bersenbrück hat Ihre Mannschaft am Sonnabend mit 1:0 nach Sätzen geführt, am Ende aber doch mit 1:3 verloren. Wie ist das zu erklären?

Björn Schröder: Gute Frage. Eigentlich haben wir ja gut gespielt, haben damit aber immer am Ende der Sätze aufgehört. Ich weiß auch nicht, woran das lag. Vielleicht haben wir ein mentales Problem.

Ähnlich hat sich auch Ihre Trainerin Susanne Schalk nach der Partie geäußert. Sie sprach von „komischen Entscheidungen“ ab dem 20. Punkt. . .

Ja, das stimmt. Es war für uns Spieler auch unerklärlich, warum wir uns bei den letzten Punkten einfach nicht mehr pushen konnten. Vorher hatte das ja noch gut funktioniert. Hinterher haben wir alle gesagt: Diese Niederlage hätte nicht sein müssen. Generell bin ich aber der Meinung, dass wir uns in dieser Saison gut zusammenreißen. Ich habe das Gefühl, wir wachsen immer besser zusammen.

Das heißt also, Sie sind mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden?

Ja, es gab eigentlich nur drei Spiele, nach denen wir uns ärgern mussten. Das war einmal gegen Bremen 1860 II, dann gegen Bloherfelde und zuletzt eben gegen Bersenbrück. In diesen drei Spielen hätten wir jeweils den Sack zu machen können, haben es aber nicht getan. Das wären mal eben neun Punkte gewesen. Damit wären wir in der Tabelle sogar oben dabei. Sonst waren unsere Leistungen okay. Ich denke, wir können zufrieden sein.

Ihre Mannschaft ist mit dem für einen Aufsteiger typischen Saisonziel gestartet, am Ende die Klasse halten zu wollen. Bis zur Abstiegszone sind es aber nur vier Punkte Vorsprung. Muss die VG Delmenhorst-Stenum bis zum Schluss zittern?

Ich bin da ganz positiv gestimmt und denke, dass wir gute Chancen haben, in der Liga zu bleiben. In meinen Augen ist es möglich, dass wir uns im Mittelfeld der Tabelle festsetzen, wenn wir alles abrufen. Unser Kader ist zwar sehr klein, aber gut. Wir können also überleben.

Wie schwierig ist es denn, mit einer dünnen Personaldecke durch die Saison zu kommen? Oftmals stehen ja nur wenige Spieler zur Verfügung. . .

Es bereitet irgendwann natürlich konditionelle Probleme. Ich habe in meiner Laufbahn glaube ich noch nie so viel in der Annahme gespielt, wie im Moment (lacht). Aber das Wichtigste ist, dass wir als Team auf dem Platz Spaß haben, und den haben wir auf jeden Fall.

Was muss denn spielerisch im Jahr 2016 noch besser werden, damit Ihrer Mannschaft eine erfolgreiche, also entspannte Rückrunde bevorsteht?

Unsere Absprachen sollten wir noch besser abstimmen. Wir sprechen während der Spiele zwar viel miteinander, aber manchmal nicht eindeutig genug. Dadurch werden dann zum Beispiel Bälle verstellt. Oft können wir die Situation dann zwar noch retten, aber wenn wir das abstellen könnten, wäre das schon ganz gut. Zwei, drei eigene Fehler pro Satz weniger würden uns schon sehr helfen.

Am 9. Januar steht für die VG Delmenhorst-Stenum gleich wieder ein Heimspieltag auf dem Programm. Die Gegner heißen dann Bloherfelde und Voxtrup. Was ist da für Ihre Mannschaft möglich?

Bloherfelde ist ein Gegner, den wir eigentlich schlagen müssen. Umso ärgerlicher war da natürlich die 2:3-Niederlage im Hinspiel, und dafür wollen wir im Januar jetzt Revanche. Generell sind die Spiele gegen Bloherfelde immer spannend, weil sie einen gewissen Derbycharakter haben. Voxtrup haben wir in dieser Saison noch gar nicht gesehen. Sie sind schwach in die Serie gestartet, haben zuletzt aber ordentlich abgesahnt. Ich denke, es wird ein sehr interessantes Spiel.

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