Nachgefragt: Christian Goritz nimmt Stellung zur Schwächephase des Kreisliga-Neulings TuS Heidkrug II 'Wir müssen die Kirche im Dorf lassen'

Zu Beginn dieser Fußball-Saison entschloss Christian Goritz sich, von der ersten Mannschaft des TuS Heidkrug in die Reserve zu wechseln. In der Kreisliga sorgte das Team als Aufsteiger für Furore, startete mit sieben Siegen in Serie und führte die Tabelle lange Zeit an. Zuletzt schwächelte der Neuling jedoch ein wenig, verlor jüngst das Gipfeltreffen beim TSV Ganderkesee mit 0:3 und liegt nun bereits sechs Zähler hinter dem Spitzenreiter. Warum das Titelrennen noch nicht entschieden ist und was Heidkrug II noch erreichen kann, verriet der 38-jährige Goritz in einem Gespräch mit unserem Redakteur Oliver Meibohm.
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Zu Beginn dieser Fußball-Saison entschloss Christian Goritz sich, von der ersten Mannschaft des TuS Heidkrug in die Reserve zu wechseln. In der Kreisliga sorgte das Team als Aufsteiger für Furore, startete mit sieben Siegen in Serie und führte die Tabelle lange Zeit an. Zuletzt schwächelte der Neuling jedoch ein wenig, verlor jüngst das Gipfeltreffen beim TSV Ganderkesee mit 0:3 und liegt nun bereits sechs Zähler hinter dem Spitzenreiter. Warum das Titelrennen noch nicht entschieden ist und was Heidkrug II noch erreichen kann, verriet der 38-jährige Goritz in einem Gespräch mit unserem Redakteur Oliver Meibohm.

Sie haben mit Heidkrug II das Spitzenspiel in Ganderkesee mit 0:3 verloren. War der Gegner so stark, oder hatte Ihre Mannschaft einfach einen schlechten Tag erwischt?

Christian Goritz: Ich würde sagen, dass wir zu schwach waren, das war unserer bislang schlechtestes Saisonspiel. Auf der anderen Seite hat Ganderkesee sehr, sehr diszipliniert gespielt und hätte schon zur Pause mit 4:0 oder 5:0 führen können.

Auffällig ist, dass Ihr Team auf fremden Plätzen schwächelt, denn alle vier Niederlagen kamen auswärts zustande. Woran liegt das?

Ich glaube nicht, dass es dafür einen bestimmten Grund gibt, das hat sich eben einfach so ergeben. Und wir haben mit Ganderkesee, Baris, Berne und Hürriyet ja auch nicht gegen irgendwelche Mannschaften verloren. Aber deshalb haben wir bestimmt keinen Auswärtsfluch.

Nach dem furiosen Start gab es aus den letzten sechs Spielen nur zwei Siege. Ist die Aufstiegseuphorie schon verflogen?

Da müssen wir die Kirche schön im Dorf lassen. Heidkrug II hat vor zwei Jahren noch in der Kreisklasse gekickt. Unsere Zielvorgabe als Aufsteiger war nicht Meister zu werden, sondern die Klasse zu halten. Natürlich haben sich die Gegner jetzt besser auf uns eingestellt, uns unterschätzt niemand mehr. Zudem ist unsere spielerische Leichtigkeit zuletzt auch ein bisschen verloren gegangen.

Der TSV Ganderkesee hat nun bereits sechs Punkte Vorsprung. Ist im Titelrennen schon eine Vorentscheidung gefallen?

Nein, überhaupt nicht. Sechs Punkte sind zwei Spiele, da kann im Laufe der Saison noch so viel passieren. Aber der TSV ist nach seiner hervorragenden Hinrunde auf alle Fälle ein ganz heißer Anwärter auf die Meisterschaft.

Das Spiel in Ganderkesee beendete Ihre Mannschaft nach zwei Ampelkarten und einer roten Karte - genau wie vier Wochen zuvor in Berne - zu acht. Fehlt es an der nötigen Disziplin?

Absolut nicht, da waren doch keine fiesen Dinger dabei. Die roten Karten in diesen Spielen waren sehr strittig, und die Matchstrafen gab es wegen Reklamierens oder wiederholtem Foulspiel. Aber Fußball ist nun einmal ein Kampfspiel, da passieren solche Sachen. Doch deshalb sind wir mit Sicherheit keine Kloppertruppe.

Wie sehr bedauern Sie den Rückzug des VfL Stenum II? Immerhin hatten sich beim 11:1-Kantersieg am zweiten Spieltag gleich sieben Tore erzielt...

Klar ist es schade, dass dieser hohe Erfolg aus der Wertung genommen wurde. Sieben Tore in einem Spiel schießt man vielleicht nur einmal im Leben. Aber irgendwie war es ja von Anfang an abzusehen, dass Stenum seine Zweite zurückziehen würde. Aber für mich steht der Erfolg der gesamten Mannschaft im Vordergrund und nicht der einzelne Spieler.

Sie waren jahrelang ein Leistungsträger der Heidkruger Bezirksliga-Mannschaft. Verfolgen sie die Spiele Ihrer ehemaligen Teamgefährten noch?

Wenn sich die Partien der Ersten und Zweiten nicht überschneiden und mein Schichtdienst es zulässt, gehe ich schon zugucken. Aber das ist für mich kein Muss mehr.

Gibt es am Saisonende beim TuS Heidkrug einen Doppel-Aufstieg zu feiern?

Für die Erste war es wohl noch nie so einfach Meister zu werden, wie in dieser Serie. Und wir als Neuling wollen so lange wie möglich vorne mitspielen. Aber vom Aufstieg redet bei uns bestimmt niemand.

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