Fußball - 1. Kreisklasse „Wollen alle 30 Spiele gewinnen“

„Wenn wir im April Meister werden, muss sich keiner wundern.“ Der SV Barisspor Osterholz will in die Kreisliga und spart nicht mit Kampfansagen. Halil Ölge, Trainer von Barisspor, gibt das Ziel vor.
12.09.2018, 16:48
Lesedauer: 2 Min
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Von karsten Hollmann

Osterholz-Scharmbeck. Der SV Barisspor Osterholz könnte so etwas wie der FC Bayern München der 1. Fußball-Kreisklasse Osterholz werden. „Wenn wir bereits im April Meister werden, muss sich keiner wundern“, schickt Barisspors Trainer Halil Ölge schon mal eine Kampfansage an die Konkurrenz.

Einer, der wie kein Zweiter für den SV-Erfolg steht, ist Tjerk Johannsen. Der Goalgetter liefert sich mit sieben Treffern ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Torjägerkanone der Liga mit Niclas Busch vom SV Arminia Freißenbüttel (8). Der Neuzugang von den A-Junioren des VSK Osterholz-Scharmbeck entschied sich vor der Saison gegen ein Aufrücken in eines der beiden VSK-Herrenteams. „Das Training in der zweiten Mannschaft hat mir nicht gefallen. Bei den vielen Neuzugängen hätte ich in der ersten Formation wohl erst einmal auf der Bank gesessen“, gibt der 18-Jährige zu bedenken. Also wolle er sich erst einmal beim SV Barisspor an den Herrenbereich gewöhnen und dabei viel Spielpraxis sammeln.

Bereits seit der fünften Klasse ist Tjerk Johannsen mit Barisspors Rahmi Bayrak befreundet. Deshalb entschloss sich Johannsen gemeinsam mit seinem Kumpel zum Wechsel zum Nachbarn. Der gelernte Außenspieler bekleidet beim Tabellenführer die Rolle des Spielmachers. „Die neue Position gefällt mir besser als gedacht“, lässt der Youngster wissen. Als Zehner glänzte der Neuzugang aber bisher mehr als Vollstrecker und weniger als Vorlagengeber. „Tjerk ist ein technisch guter Linksfuß mit einer Körpergröße von fast 1,90 Metern“, beschreibt Ölge seinen Schützling. In körperlicher Hinsicht müsse Johannsen aber noch zulegen.

Ölge ist sich der Tatsache bewusst, dass er nicht mehr allzu lange etwas von seinem Offensivmann haben wird: „Ich denke nicht, dass wir Tjerk lange halten können. Man wird noch viel von ihm hören.“ Mit seinem alten Verein wurde vereinbart, dass erst einmal nur ein Wechsel zurück zum VSK erfolgen kann. „Ich möchte aber die Saison abwarten. Wenn wir aufsteigen sollten, könnte ich mir vorstellen, auch noch eine Saison bei Barisspor dranzuhängen“, überlegt Johannsen. Ein Selbstläufer werde der Aufstieg in die Kreisliga aber nicht: „Wir sollten keinen Gegner unterschätzen. Auch beim TSV Steden/Hellingst sind wir einem Rückstand hinterhergelaufen. Nach einem 0:1 geht manchmal alles ziemlich sehr schnell.“

Der Auszubildende zum Metallbauer mit Schwerpunkt Konstruktionstechnik wünscht sich etwas mehr Ruhe in seiner Mannschaft und ärgert sich insbesondere über die Rote Karte gegen Ali Matar beim 7:1-Erfolg über die TSG Wörpedorf-Grasberg-Eickedorf II: „Eine total unnötige Aktion, weil das Spiel bei 7:0 bereits entschieden war.“ Matar erhielt dafür eine Sperre von drei Spielen. Halil Ölge schätzt den Trainingsfleiß von Tjerk Johannsen: „Er ist sehr zuverlässig und gibt sich immer Mühe.“ In Schwanewede biss der Torjäger sogar trotz einer Verletzung am Fuß auf die Zähne und steuerte mit einem schönen Heber das 4:0 bei.

Trotz des 5:0-Sieges über den Zweiten Schwanewede II glaubt Halil Ölge, dass die Kreisliga-Reserve seinem Klub neben Freißenbüttel und Nordsode am ehesten gefährlich werden könnte im Titelrennen. „Unser Ziel ist es aber, alle 30 Spiele zu gewinnen“, räumt Ölge ein. Das Niveau in der 1. Kreisklasse sei insgesamt nicht schlecht. Für Tjerk Johannsen steht der Aufstieg an erster Stelle: „Wenn ich dann auch noch Torschützenkönig werden sollte, wäre dies ein schöner Bonus, aber eben kein Muss.“

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