SV Mörsen-Scharrendorf Wolter ist ein Freund der weiten Wege

Mörsen. René Wolter vom SV Mörsen-Scharrendorf ist der Spieler der Woche. In der Fußball-Kreisliga-Partie gegen den Stadtrivalen SC Twistringen hatte er zuletzt das wichtige 1:0 erzielt und einen weiteren Treffer vorbereitet.
24.08.2010, 02:00
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Wolter ist ein Freund der weiten Wege
Von Malte Bürger

Mörsen. Er fackelte nicht lange. Als sich René Wolter nach 78 Minuten die Möglichkeit bot, hielt er kompromisslos drauf - aus 28 Metern. 'Ich habe sofort gesehen, dass der Ball direkt ins Tor fliegt', blickt der Mittelfeldakteur des SV Mörsen-Scharrendorf auf das Duell in der Fußball-Kreisliga gegen den Stadtrivalen SC Twistringen zurück. Er hatte damit das wichtige 1:0 erzielt, nur neun Minuten später bereitete er zudem das vorentscheidende 2:0 vor. René Wolter ist deshalb unser Spieler der Woche.

Der 22-Jährige nimmt sich durchaus mal ein Herz, um den gegnerischen Torhüter zu bezwingen, Angst vor allzu großen Entfernungen und hohen technischen Anforderungen hat er nicht. 'Volleyschießen mache ich gerne', erzählt er. Dass der Ball dann allerdings tatsächlich gegen Twistringen im Netz landete, war dann doch ein wenig überraschend. 'Allzu oft habe ich noch nicht getroffen, in letzter Zeit allerdings immer öfter', meint der Student schmunzelnd. Selbst als der Erfolg zwischenzeitlich ausblieb, habe er es immer wieder versucht. 'Eigentlich habe ich es nie so gehabt mit den Distanzschüssen, aber ich nutze sie gern, um mal ein Zeichen zu setzen. Wir spielen uns häufig gute Chancen heraus, suchen dann aber manchmal einfach nicht den Abschluss. Das will ich ändern', erläutert Wolter.

Ziemlich konkrete Vorstellungen für einen jungen Mann, der erst über Umwege auf seine geliebte Position im offensiven Mittelfeld rückte. Als Leistungsträger Kim-Leong Chung den SV Mörsen-Scharrendorf im Sommer in Richtung Diepholz verließ, war der Platz frei. 'Endlich habe ich meine Lieblingsposition', freut sich Wolter. 'Ich habe lange Zeit darum gekämpft, schließlich mit Erfolg.'

In der noch jungen Spielzeit gehört er im Team von Trainer Henry Marcineck bereits zu den Stützen, wenngleich Wolter selbst die Last auf mehrere Schultern verteilt sieht. 'Wir haben eine sehr ausgeglichene Mannschaft, unser Spiel ist nicht nur von ein paar Leuten abhängig', lobt er seine Teamkollegen. Auch deshalb denkt er derzeit nicht einmal ansatzweise über einen Wechsel zu einem anderen Klub nach. 'Ich habe in Mörsen alles, was ich immer haben wollte', schwärmt er. 'Ich bin mit der Liga zufrieden, und mit der Position auf der ich spiele auch.'

Einen Sprung in die nächsthöhere Liga würde er daher am liebsten mit der jetzigen Elf realisieren - wohlwissend, dass dafür schwere Arbeit zu leisten ist. 'Ich kann noch nicht einschätzen, ob es für ganz vorn reichen könnte, die Liga ist viel stärker als noch im Vorjahr', meint er. 'Daher müssen wir abwarten, wie es aussieht, wenn wir beispielsweise gegen Syke spielen. Auch von Neubruchhausen erwarte ich noch einiges, die werden nicht die ganze Zeit unten stehen.'

Wenn René Wolter dagegen auf sein eigenes Leistungsvermögen schaut, hebt er vor allem eine gute Kondition, seine Passgenauigkeit und die Zweikampfstärke hervor. 'Die Distanzschüsse würde ich jedenfalls nicht dazuzählen', erklärt er lachend, fügt dann jedoch an: 'Aber das scheint sich ja jetzt zu ändern.'

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