Lintler-Geest-Grundschule schnappt sich den Titel bei der Fußball-Kreismeisterschaft Zehn von 220

Landkreis Verden. Die Technik ist noch nicht ganz so ausgefeilt, körperlich weisen sie noch große Defizite auf. Doch beim Jubel stehen sie den ganz „Großen“ in Nichts nach, die Grundschüler des Landkreises Verden.
11.06.2016, 00:00
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Zehn von 220
Von Patrick Hilmes

Landkreis Verden. Die Technik ist noch nicht ganz so ausgefeilt, körperlich weisen sie noch große Defizite auf. Doch beim Jubel stehen sie den ganz „Großen“ in Nichts nach, die Grundschüler des Landkreises Verden. Am Freitag startete nicht nur die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich, ebenfalls am Freitag wurde die Fußball-Kreismeisterschaft der Grundschulen ausgetragen. Dabei wurde jedes Tor wie der Titel gefeiert. Aber auch der Frust war bei den „Kleinen“ wie bei den Profis deutlich sichtbar. Denn am Ende konnte es wie immer nur einen geben, der sich ab sofort Kreismeister nennen darf.

Entscheidung im Siebenmeterschießen

In diesem Jahr wechselte der Titel mal wieder den Träger. Nach den letzten beiden Turnieren standen immer die Schüler der Grundschule am Sachsenhain ganz oben auf dem Treppchen, diesmal war der Jubel bei der Lintler-Geest-Schule aus Bendingbostel am größten. In einem spannenden Finale musste das Neunmeterschießen die Entscheidung bringen. Letztendlich zog die Jahnschule aus Verden mit 3:4 den Kürzeren. Im Spiel der Halbfinal-Verlierer zwischen der Grundschule Ilse-Lichtenstein-Rother aus Riede und der Grundschule Baden setzten sich die Rieder klar mit 4:1 durch und schnappten sich somit den letzten Platz auf dem Podest.

„Platz eins? Platz zwei? Platz drei? Platz vier?“ – so schallte es vor jeder Spielrunde durch die Lautsprecher. Die Schiedsrichter, alles Spieler der U19 des TSV Dauelsen, hoben die Hände. Und dann ging es los. Anpfiff per Lautsprecher. In der Aufstellung 6+1 traten die Teams gegeneinander an. Insgesamt hatten sich 22 Grundschulen aus dem Landkreis Verden auf der Sportanlage des TSV Dauelsen duelliert, zwei – die Grundschullen Luttum und Am Lönsweg aus Verden – hatten kurzfristig abgesagt. Je zehn Schüler der dritten und vierten Klassen bildeten die Mannschaften. Somit tummelten sich 220 Schüler auf den Plätzen. Sie spielten in vier Sechsergruppen auf vier Kleinfeldern je zwölf Minuten lang.Trikots wurden entweder von der eigenen Schule oder von den Vereien, in denen die Schulen ansässig sind, gestellt. Betreut wurden die Kinder von den Klassenlehrern oder von den Leitern der Fußball-AG der jeweiligen Schule.

So auch der Ausrichter, die Grundschule am Sachsenhain. Den Trainerposten nahm AG-Leiter Karl-Georg Pawlowski ein. Sein Team verpasste das Triple ziemlich deutlich. Lediglich Rang fünf mit einem Sieg sprang für seine Youngster heraus. „Das ist auch mal eine gute Lektion für meine Schüler, dass sie auch lernen, Niederlagen einzustecken“, gewann Pawlowski den Ergebnissen dennoch etwas Positives ab. Zumal das Verlieren auch für ihn Entlastung bedeutete. „Es ist nämlich ein ungeschriebenes Gesetz, dass der Gewinner im darauffolgenden Jahr die Kreismeisterschaften ausrichten muss“, erklärte Pawlowski.

In diesem Jahr lag diese Aufgabe an ihm. „Das ist ein enormer Arbeitsaufwand. Gestern habe ich alles alleine abgekreidet, die Tore aufgestellt und so weiter“, zeigte er sich nicht unzufrieden damit, das im nächsten Jahr nicht erneut machen zu müssen. „Aber es ist immer wieder eine rundum schöne Veranstaltung“.

Eltern fiebern mit

Eine Veranstaltung, die nicht nur die Spieler selbst betraf. Nach einem Foul waren die Schmerzen oft noch größer als bei den Profis. Und das beförderte auch Andere ins Rampenlicht. Von der Seitenlinie sprintete dann schon mal das ein oder andere besorgte Elternteil über den Platz, um seinem Spross in der Not zur Seite zu stehen. Doch jedes Mal gab es schnell Entwarnung. „Nichts passiert“, kommentierte auch Pawlowski, alle sind heile geblieben.

Auch neben den Plätzen war einiges Los beim TSV Dauelsen. Unter anderem wurden Muffins und Spieße – bestehend aus Trauben, Käse und Äpfeln – für den Guten Zweck verkauft. Der Erlös geht an die Partnerschule in Afrika der Grundschule am Sachsenhain. Die Schüler verkauften die kleinen Köstlichkeiten selbst, die ein oder andere Traube verschwand jedoch ab und an im eigenen Mund.

Um 9 Uhr begann das sportliche Treiben, um 13.20 Uhr endete es. Natürlich mit großem Jubel, wie bei den „Großen“.

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