Bogenschießen

Zielsicher im Schwimmbecken

Die Bundesliga-Bogenschützen des SV Dauelsen machen den nächsten Schritt in Richtung DM-Qualifikation. In Berlin hat das Team jetzt acht Punkte geholt.
14.01.2019, 17:00
Lesedauer: 2 Min
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Zielsicher im Schwimmbecken
Von Florian Cordes
Zielsicher im Schwimmbecken

Dauelsens Spitzenbogner Florian Kahllund (links) und Sebastian Rohrberg haben mit ihrem Team in Berlin acht Punkte geholt.

Björn Hake

Berlin. Der Austragungsort ist doch als ungewöhnlich zu bezeichnen. Der dritte Wettkampftag hat die Bundesliga-Bogenschützen des SV Dauelsen nach Berlin geführt. In der Bundeshauptstadt wurde jedoch nicht in einer Turnhalle geschossen. Die Top-Bogner Deutschlands standen sich bei ihren Duellen in einem früheren Schwimmbecken gegenüber. Die Dauelser kamen mit dieser ungewöhnlichen Umgebung jedoch gut zurecht. Das Team von SVD-Trainer Andreas Hehenberger heimste in Berlin acht Punkte ein und darf nun endgültig auf die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft hoffen.

Andreas Hehenberger weiß zwar, dass seine Mannschaft auf einem sehr guten Weg ist. Das Ticket für die DM, die am 23. Februar in Wiesbaden ausgetragen wird, sei aber noch längst nicht gelöst. „Wenn ich ganz theoretisch denke, ist der Klassenerhalt noch in Gefahr. Aber wichtig ist, dass wir jetzt die Nerven behalten. Nach meiner Schätzung müssen wir noch sechs Punkte holen, damit wir zur Endrunde fahren dürfen“, rechnete Hehenberger vor. „Je mehr Punkte wir beim letzten Wettkampftag holen, desto besser wäre es natürlich. Wir wollen die Zähler so schnell wie möglich holen, damit es hinten raus nicht noch eng wird.“ Die endgültige Entscheidung, welche vier Mannschaften nach Wiesbaden fahren, fällt am 2. Februar in Blankenfelde.

Treten die Dauelser in Brandenburg so auf wie jüngst in Berlin, müsste sich das Team im Grunde keine Sorgen machen. Denn in dem ehemaligen Schwimmbecken präsentierten sich die Bogner aus dem Verdener Ortsteil ziemlich zielsicher. Von den insgesamt sieben Partien gewann der SVD vier. „Acht Punkte haben wir uns im Vorfeld vorgenommen. Bei der starken Zusammensetzung der Liga in diesem Jahr, ist das ein sehr gutes Ergebnis“, sagte Hehenberger. „Die Jungs haben es gut gemacht.“

Als Höhepunkt des Spieltags bezeichnete der Coach das Aufeinandertreffen mit dem Gastgeber. Gegen den amtierenden Deutschen Meister BSC BB-Berlin, für den auch die olympische Silbermedaillengewinnern Lisa Unruh antritt, gewann Dauelsen mit 6:4. „Es war in dieser Saison schon unser zweiter Sieg gegen die Berliner. Dass wir das Duell dann sogar mit einer 60 abschließen, war natürlich perfekt“, freute sich Hehenberger.

Vor dem Duell mit dem Meister hatten die Dauelser Sherwood BSC Herne sowie den 1. UTK BSC Oberauroff jeweils klar mit 6:0 bezwungen. Hinzu kam dann noch ein knapper 6:4-Erfolg gegen den BSV Zierenberg. Beim Auftaktmatch gegen den Niedersachsen-Rivalen SV Querum war das Hehenberger Team hingegen machtlos – 1:7. Denn der SVQ schoss einen Schnitt von 59 Ringen. „Das war astronomisch, absolute Spitzenklasse“, lobte Hehenberger den Gegner.

Beim Dauelser Höhepunkt des Tages – dem Duell gegen Berlin – kam das Team aus Verden auf einen ähnlichen guten Schnitt (58,2). Danach lief aber nicht mehr viel beim SVD zusammen. Sowohl dem aktuellen Tabellenführer SV GutsMuths Jena als auch dem Blankenfelder BS 08 musste sich Dauelsen mit 2:6 geschlagen geben. „Letztendlich können wir die beiden Niederlagen zum Abschluss verkraften. Gegen Blankenfelde waren wir leider platt“, meinte Hehenberger. Er nahm die Pleiten auch ein wenig auf seine Kappe: „Ich hätte wechseln müssen. Stattdessen habe ich mich aber dazu entschieden, dass Sebastian Rohrberg, Andreas Gerhardt und Florian Kahllund, komplett durchschießen. Beim nächsten Mal ist man schlauer.“

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