70 Spieler beim ersten Schach-Quickstep-Turnier des TuS Varrel – eine Wiederholung ist schon geplant Zug um Zug zum Erfolg

Stuhr-Varrel. Erstmals in seiner Vereinsgeschichte hatte der TuS Varrel zu einem Quickstep-Schachturnier in die Räumlichkeiten der KGS Stuhr-Brinkum eingeladen. Insgesamt 70 Schachspieler aus Bremen und Niedersachsen, mehr als die Hälfte davon Kinder und Jugendliche, waren der Einladung gefolgt und bildeten ein illustres Teilnehmerfeld – angefangen bei der sechsjährigen Anfängerin bis hin zum erfahrenen Verbandsligaspieler.
25.11.2018, 00:00
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Stuhr-Varrel. Erstmals in seiner Vereinsgeschichte hatte der TuS Varrel zu einem Quickstep-Schachturnier in die Räumlichkeiten der KGS Stuhr-Brinkum eingeladen. Insgesamt 70 Schachspieler aus Bremen und Niedersachsen, mehr als die Hälfte davon Kinder und Jugendliche, waren der Einladung gefolgt und bildeten ein illustres Teilnehmerfeld – angefangen bei der sechsjährigen Anfängerin bis hin zum erfahrenen Verbandsligaspieler.

Die Idee eines solchen Quickstep-Turniers ist simpel: Es werden vier etwa gleichstarke Spieler in eine Gruppe gelost, in der sie dann jeder gegen jeden spielen. Dabei zahlt jeder Teilnehmer ein kleines Startgeld und der jeweilige Gruppensieger erhält am Ende alles. Das macht den Modus attraktiv: Es gibt dabei keine Partien, in denen die Favoritenrolle klar verteilt ist: Jeder kann jeden schlagen. Und jeder Spieler hat eine realistische Chance auf den ersten Platz in seiner Gruppe – starke Tagesform vorausgesetzt. Pro Partie standen den Spielern jeweils 90 Minuten Bedenkzeit zur Verfügung; bei drei Begegnungen hintereinander ein wahres Mammutprogramm.

Gleich in Runde eins kam es zum vereinsinternen Duell zwischen dem Varreler Nachwuchstalent Max Weidenhöfer (elf Jahre) und dem 82-jährigen Senior Manfred Hedke. Beide waren noch eine Woche zuvor Seite an Seite mit ihrem Team in der Bremer Stadtliga erfolgreich gewesen, als der TuS Varrel mit 4,5:3,5 beim SK Bremen-Nord gewonnen hatte. Im direkten Duell setzte sich dann die Jugend durch, als Max’ mächtiger Mattangriff seinen Kontrahenten zur Aufgabe zwang.

Während die unteren Gruppen bereits um die Mittagszeit herum entschieden waren und sich die ersten – zumeist jüngeren – Teilnehmer schon auf den Heimweg machen konnten, rauchten in den Spitzengruppen die Köpfe noch bis kurz nach 20 Uhr. Insgesamt 17 Gruppen bescherten Turnierleiter Dennis Webner einen arbeitsreichen, aber glücklicherweise streitarmen Tag.

Mit Stephan Praceius, Mannschaftsführer der Varreler Reserve, in Gruppe G sowie der Brinkumer Zwölftklässlerin Emmilie König in Gruppe J trugen sich auch zwei Lokalmatadoren in die Siegerliste ein. Die A-Gruppe der stärksten Spieler gewann Anastasia Erofeev von Werder Bremen.

Nicht jeder kann indes erfolgreich sein, und so steigen oder fallen die individuellen Wertungszahlen der Teilnehmer je nach Abschneiden. Manch einer der jetzigen Sieger wird sich beim nächsten Turnier in einer höheren Gruppe wiederfinden und sich dann mit entsprechend stärkeren Gegnern auseinandersetzen müssen. Eine Neuauflage des Turniers ist für 2019 vorgesehen, weil es gut ins Varreler Konzept der Jugendförderung passt. Gerade für Kinder nämlich stellen solche Turniere eine ideale Möglichkeit dar, Spielpraxis für die kommenden Jugendmeisterschaften zu sammeln.

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