Kreisliga A: Bramstedt bleibt oben Zum Herbsttitel gezittert

Landkreis Diepholz. Als Dauerbrenner an der Spitze hat sich der TSV Bramstedt in der Fußball-Kreisliga A am letzten Hinrunden-Spieltag zur Herbstmeisterschaft gezittert. Nach dem 0:0 gegen Dreye ging das allerdings nicht ohne Schützenhilfe. Und die leistete ausgerechnet der Vorletzte TSV Ristedt mit einem 2:0 beim Bramstedter Verfolger SV Dickel - und das auch noch in Unterzahl, weil Timo Huntemann nach einer Stunde Rot sah. Nutznießer war der SV Heiligenfelde II, der dank eines mühevollen 3:2 über den TuS Lemförde als erster Verfolger in die Rückrunde geht.
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Von Henning Reinke

Landkreis Diepholz. Als Dauerbrenner an der Spitze hat sich der TSV Bramstedt in der Fußball-Kreisliga A am letzten Hinrunden-Spieltag zur Herbstmeisterschaft gezittert. Nach dem 0:0 gegen Dreye ging das allerdings nicht ohne Schützenhilfe. Und die leistete ausgerechnet der Vorletzte TSV Ristedt mit einem 2:0 beim Bramstedter Verfolger SV Dickel - und das auch noch in Unterzahl, weil Timo Huntemann nach einer Stunde Rot sah. Nutznießer war der SV Heiligenfelde II, der dank eines mühevollen 3:2 über den TuS Lemförde als erster Verfolger in die Rückrunde geht.

SV Dickel - TSV Ristedt 0:2 (0:1). Die favorisierten Platzherren machten gleich mächtig Druck, aber die Ristedter das erste Tor. Benjamin Dökel war es, der aus kurzer Entfernung den Keeper tunnelte (6.). Prompt ließ der Druck des SVD nach. "Da haben wir sie mächtig aus dem Konzept gebracht", freute sich Betreuer Frank Barrienbruch. Erst gegen Ende des ersten Abschnitts tauchte der Gastgeber wieder brandgefährlich vor dem Gehäuse von Steffen Behrens auf. Der Keeper hielt dann auch mit einer starken Fußabwehr den Vorsprung fest.

Auch nach Wiederanpfiff musste Ristedt einige kritische Situationen überstehen, was nicht zuletzt dank Behrens gelang. Aber mit zunehmender Spielzeit hatten die Gäste den Favoriten immer besser unter Kontrolle. Nicht unter Kontrolle hatte sich Timo Huntemann (60.), der nach einem Foul glatt Rot sah. "Da mussten wir also wieder einmal in Unterzahl spielen", ärgerte sich Barrienbruch. Der Ärger war schnell verflogen, denn nach Foul an Markus Bruns setzte Tim Purnhagen den fälligen Elfmeter in die Maschen (69.). "Jeder hat bravourös gekämpft, und so haben wir das Ergebnis überraschend sicher über die Zeit gebracht", strahlte Barrienbruch.

SV Heiligenfelde II - TuS Lemförde 3:2 (2:1). Dank eines guten Starts schien sich für die Platzherren ein gemütlicher Nachmittag anzubahnen. Dominik Kleinwächter (20.) sowie Normen Helms (28.) hatten ein scheinbar beruhigendes 2:0 vorgelegt. Für größere Unruhe sorgte daher auch der Lemförder Anschluss durch Bülent Güngör (41.) nicht. "Als Lemförde aber auch nach der Halbzeit stark aufspielte, wir aber immer mehr den Faden verloren, musste ich mir doch Sorgen machen", meinte Trainer Frank Köhler. Vor allem der quirlige Güngör brachte die SVH-Defensive in arge Verlegenheit. "Steffen Bosse sollte sich um Güngör kümmern, doch er musste immer wieder zu anderen Brandherden, weil im defensiven Mittelfeld keine Ordnung herrschte", klagte Köhler.

Nicht zuletzt dank Keeper Andy Rabe schien der Vorsprung aber zu reichen. Doch in der letzten Minute der regulären Spielzeit glich Lemförde aus. Aber das war es immer noch nicht. In der Nachspielzeit kam ein langer Ball zu Helms, der am Lemförder Strafraum gefoult wurde. Während die Gäste noch lamentierten, hämmerte Helms den Ball ins Netz. "Bei uns wurde Ludger Meyer-Wülfing doch mächtig vermisst", stellte Köhler fest.

TSV Bramstedt - SV Dreye 0:0. Ausgerechnet die beiden torhungrigsten Teams boten eine Nullnummer. Die Bramstedter hatten bisher in jeder Partie mindestens einen Treffer erzielt, die Dreyer, bis auf eine Ausnahme zum Saisonstart, ebenfalls. "Es war aber eine Nullnummer der besseren Art", klärte der Bramstedter Coach Friedhelm Famulla auf. "An Hochkarätern herrschte hüben wie drüben kein Mangel. So traf Bramstedts Joshua Brandhoff (20.) per Kopf nur den Querbalken, auf der Gegenseite rauschte ein Freistoß von Kevin Weerts (25.) knapp am Ziel vorbei. Glück für Bramstedt dann nach 38 Minuten, als Tristan Hofmann nach einem Freistoß von Paul Barth den Abpraller verschoss.

Nach dem Wiederanpfiff sah es in der sehr ansehnlichen Partie mehr nach einem Bramstedter Tor aus. Doch Brandhoff (50.) traf per Freistoß nur die Latte, und dann wehrte Keeper Marcel Fröhlich einen Kopfball von Brandhoff soeben noch auf der Linie ab (60.). Und das Pech sollte Brandhoff treu bleiben, denn kurz vor Schluss lenkte Fröhlich seinen Freistoß mit einer klasse Parade zur Ecke ab. "Es war ein tolles Spiel mit rassigen Zweikämpfen", meinte Famulla. Bei Bramstedt feierte Angreifer Daniel Zimmermann, der in der laufenden Saison noch kein einziges Spiel bestritten hatte, ein kurzes Comeback.

TSV Bassum II - Friesen Lembruch 1:3 (0:2). "Wir haben unsere Möglichkeiten vergeben und wurden einmal mehr für unsere Fehler bestraft", zog Coach Sven Plaumann ein bitteres Fazit. Florian Smit (51.) konnte nur zum zwischenzeitlichen 1:2 verkürzen.

TuS Syke II - SG Diepholz II 0:1 (0:0). "Die Gäste wunderten sich selbst über den Dreier, aber wir hätten wohl noch ewig spielen können, ohne ein Tor zu erzielen", haderte Coach Flamur Aradini mit der völlig ungenügenden Chancenverwertung. "In der letzten Minute hätten wir eigentlich noch einen Foulelfmeter haben müssen, aber den hätten wir dann wohl auch noch verschossen", so Aradini.

Barnstorfer SV - TuS Varrel 5:0 (3:0). "Das war absolut nichts", fand Trainer Boris Heinrich für eine in allen Belangen enttäuschende Vorstellung nur wenige Worte.

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