Zurück auf dem Rasen – dieses Mal mit dem Golfschläger

Verden. Ein kurzer Moment der Konzentration. Wolfgang Sidka visiert den Ball an, holt aus und lässt ihn gefühlvoll über den Rasen segeln. Eine Szene, wie sie sich im Leben des früheren Fußball-Profis und Werder-Trainers schon etliche Male abgespielt hat. Dieses Mal ist jedoch einiges anders: Der 59-Jährige hat beide Beine weiterhin fest am Boden, stattdessen sorgt ein Golfschläger für die nötige Weite. Bei einem Charity-Turnier der Golfenden Fußballer – kurz: Gofus – auf der Anlage des GC Verden kämpften Sidka und weitere ehemalige Bundesliga-Größen sowie Golfer der Region für einen guten Zweck um gute Ergebnisse.
17.08.2013, 05:00
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Zurück auf dem Rasen – dieses Mal mit dem Golfschläger
Von Malte Bürger

Verden. Ein kurzer Moment der Konzentration. Wolfgang Sidka visiert den Ball an, holt aus und lässt ihn gefühlvoll über den Rasen segeln. Eine Szene, wie sie sich im Leben des früheren Fußball-Profis und Werder-Trainers schon etliche Male abgespielt hat. Dieses Mal ist jedoch einiges anders: Der 59-Jährige hat beide Beine weiterhin fest am Boden, stattdessen sorgt ein Golfschläger für die nötige Weite. Bei einem Charity-Turnier der Golfenden Fußballer – kurz: Gofus – auf der Anlage des GC Verden kämpften Sidka und weitere ehemalige Bundesliga-Größen sowie Golfer der Region für einen guten Zweck um gute Ergebnisse.

Eigentlich standen die Gewinner schon vor dem ersten Abschlag fest. "Es werden heute insgesamt 16000 Euro an Spendengeldern ausgeschüttet", freute sich Nico Rulfs, Geschäftsführer der Gofus Sportmarketing GmbH. "Es ist halt nur noch nicht sicher, wie viel Geld wohin geht." Darum duellierten sich die verschiedenen Teams, das erstplatzierte durfte anschließend 50 Prozent des Gesamtbetrages an eine Einrichtung seiner Wahl spenden, das zweite 30 Prozent, das dritte noch 20.

Seit Beginn des Jahrtausends treffen sich in ganz Deutschland immer wieder frühere Fußballgrößen, um mit dem Golfschläger in der Hand Gutes zu tun. Häufig geht es um die Errichtung von Bolzplätzen in sozialschwächeren Gegenden, aber auch andere Initiativen werden unterstützt. Auch in Bremen und dem näheren Umland hat die Veranstaltung mittlerweile eine gewisse Tradition. "Es ist bereits die dritte Auflage des Turniers, die ersten beiden Male waren wir in Syke und der Bremer Schweiz", klärte Nico Rulfs auf. "Davor gab es bereits einen Ländervergleich zwischen Bremen und Hamburg – beim Stand von 3:2 für Bremen haben wir dann aber aufgehört", fügt Rulfs lachend an.

Der karitative Zweck wurde jedoch beibehalten, "und das ist auch gut so, denn das ist eine tolle Sache", schwärmte beispielsweise Wolfgang Sidka, der im Gofus-Team mit den Bremer Ex-Profis Marco Bode und Rigobert Gruber sowie dem früheren Sportdirektor des Hamburger SV und Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga (DFL), Holger Hieronymus, auf den Kurs ging.

Der frühere Werder-Coach war sogar eigens aus seiner neuen Heimat Berlin angereist, um bei diesem Turnier mitmischen zu können. "In der vergangenen Woche war ich schon auf dem Golfplatz in Syke, weil ich zwischendurch eigentlich ein paar Urlaubstage an der See verbringen wollte, aber leider hat mir das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht", erzählte er schmunzelnd. So ging es erst einmal wieder zurück in die Hauptstadt, ehe er sich für die Veranstaltung in Verden noch einmal auf den Weg machte. Die heutige Bundesliga-Partie seines früheren Vereins gegen den FC Augsburg findet allerdings ohne ihn statt. "Meine Tochter kommt zu Besuch, da will ich unbedingt schnell zu Hause sein. Daher heißt es für mich heute: Flach spielen, schnell gewinnen."

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