Fußball-Bezirksligist TSG Seckenhausen-Fahrenhorst Zwei Geistesblitze entscheiden das Derby

Seckenhausen. In den ersten Minuten rieben sich einige Zuschauer verwundert die Augen, auch Arne Budelmann, Co-Trainer der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst, gab zu: "Dass der TV Stuhr derart offensiv beginnen würde, hatte ich nicht wirklich erwartet."
12.09.2011, 05:00
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Zwei Geistesblitze entscheiden das Derby
Von Malte Bürger

Seckenhausen. In den ersten Minuten rieben sich einige Zuschauer verwundert die Augen, auch Arne Budelmann, Co-Trainer der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst, gab zu: "Dass der TV Stuhr derart offensiv beginnen würde, hatte ich nicht wirklich erwartet." Doch der Aufsteiger münzte die Drangperiode nicht in Torerfolge um, stattdessen schlugen die Gastgeber zu. Und so durften sich die Seckenhauser und ihre Anhänger letztlich über einen 2:0 (1:0)-Erfolg in der Fußball-Bezirksliga Hannover freuen.

"Wir haben richtig stark begonnen und können eigentlich schon 2:0 führen", hatte Stuhrs Coach Christian Meyer beobachtet. Bereits in der ersten Spielminute prüfte Timo Lemcke TSG-Keeper Patric Lampe per Direktabnahme, kurz danach klärte Hussein Hussein einen Kopfball von Jendrik Wetjen noch gerade eben auf der Linie (6.). "Dann kommen leider zwei Szenen direkt hintereinander, in denen wir natürlich überhaupt nicht gut aussehen", ärgerte sich Meyer.

Es waren die ersten beiden Angriffsversuche der Gastgeber, beide Male stand Torjäger Marcel Dörgeloh im Mittelpunkt. Zunächst durfte er zum Strafstoß antreten, nachdem der eifrige Christian Schult von Wetjen zu Fall gebracht wurde. Den diskutablen Elfmeter setzte Dörgeloh aus seiner Sicht jedoch links neben das Tor (12.). Der Frust über die vergebene Chance verflog jedoch zügig, nur zwei Minuten später hatte sich das Duo Dörgeloh/Schult abermals schnellen Schrittes in Richtung Strafraum aufgemacht, dieses Mal behielt Dörgeloh die Oberhand und spitzelte das Leder unter Torhüter Jan Hendrik Gronewold hindurch ins Netz.

In der Folge waren die ganz großen Möglichkeiten Mangelware, Patric Lampe musste lediglich gegen Daniel Horeis etwas beherzter eingreifen. "Ich habe meiner Mannschaft gesagt, dass sie nach der hektischen Anfangsphase ruhig weiterspielen und warten soll, bis bei den Stuhrern die Kraft nachlässt. Und das hat dann auch funktioniert", meinte Arne Budelmann, der seinen urlaubenden Chef Wilco Freund an der Seitenlinie vertrat.

Der zweite Abschnitt begann erneut mit einer Großchance für die Gäste. Dieses Mal versuchten sich mit Torben Drawert, Riccardo Azzarello und Horeis gleich drei Akteure am Ausgleichstreffer, doch entweder stand der starke Lampe oder ein gegnerisches Bein im Weg.

Nach 65 Minuten erhielten die Hoffnungen auf das 1:1 einen zusätzlichen Dämpfer. Nach einem ausbleibenden Abseitspfiff des Unparteiischen Sven Schröder aus Stolzenau schickte Jendrik Wetjen zwei deutliche Bemerkungen in Richtung des Schiedsrichters, von denen zumindest eine gelbwürdig war. Der Referee zückte jedoch binnen weniger Sekunden gleich zwei Mal den Karton und schickte den Stuhrer per Ampel vom Feld. "Da wäre etwas mehr Fingerspitzengefühl vielleicht nicht schlecht gewesen", haderte Christian Meyer. "Geholfen hat uns der Platzverweis jedenfalls nicht."

Eine Viertelstunde vor dem Ende reichte schließlich ein erneuter Geistesblitz der Seckenhauser Offensivabteilung, um die Begegnung zu entscheiden. Fabian Timmermann hatte Marcel Dörgeloh sehenswert bedient, der zunächst Torhüter Gronewold umkurvte und dann zum umjubelten Siegtreffer einschob. Die Gäste steckten zwar weiterhin nicht auf, allerdings ließen nun spürbar die Kräfte nach. Zwei Kopfbälle von Drawert und Janik Troue sorgten noch einmal kurz für einen erhöhten Puls auf den Trainerbänken, doch beide Male verfehlte der Ball um einige Zentimeter das gewünschte Ziel. "Wir haben wieder zu null gespielt - ich denke, das sagt eigentlich alles", freute sich Arne Budelmann. "Es macht im Moment einfach richtig Spaß, der Mannschaft beim Fußballspielen zuzusehen."

TSG Seckenhausen:Lampe, Hussein, Haut, Müller, Schult, Timmermann, M. Dörgeloh, Kastens, D. Dörgeloh (67. Braunschweiger), Budelmann (77. Öhlerking), Buchs.

TV Stuhr:Gronewold, Troue, Lemcke, J. Wetjen, Horeis, Drawert, Azzarello, Bischoff (79. Arnhold), Rogalla (70. Eggers), Böttcher, Horstmann (64. T. Wetjen).

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