Ousman Manneh bleibt im Rhythmus und verstärkt Werders Drittliga-Team Zwei Gewinner

Bremen. Sein Name: Ousman Manneh. Sein Status: Aufsteiger der Saison bei Werders Bundesligafußballern.
19.11.2016, 00:00
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Von Stefan Freye

Bremen. Sein Name: Ousman Manneh. Sein Status: Aufsteiger der Saison bei Werders Bundesligafußballern. Seine aktuelle Aufgabe: Er tritt an diesem Sonnabend (14 Uhr) mit Werders U23 im Drittligaspiel bei Hansa Rostock an. „Für mich ist das ein normaler Vorgang“, sagt Florian Kohfeldt betont gelassen. Der Trainer weiß natürlich auch, was angesichts dieses „Zugangs“ los sein wird. Sechs Mal hatte Ousman Manneh in der Startformation der Profis gestanden, ehe er beim Auswärtsspiel auf Schalke zuletzt nicht zum Einsatz kam. Obwohl er lediglich einen Bundesligatreffer erzielte, gilt der Angreifer aus Gambia als Symbolfigur. Er verkörpert das neue Werder, eine Fußballmannschaft, in der junge Spieler tatsächlich eine Chance erhalten.

Manneh ist ein Ausnahmetalent – tritt nun aber erst einmal wieder in der 3. Liga an. Das könnte schwierig werden angesichts der öffentlichen Stimmung, die der Nachwuchskicker nach seinem Profidebüt im September erzeugt hat. Florian Kohfeldt dagegen hält es schlicht für „sinnvoll“. Es sei schließlich die Aufgabe einer U23, jungen Fußballern Spielpraxis zu verschaffen. Und Spielpraxis wird Ousman Manneh nun brauchen. Schließlich war in den vergangenen Wochen doch eine Menge untergegangen. Etwa, dass der Stürmer vom Ausfall so prominenter Spieler wie Claudio Pizarro und Max Kruse profitiert hatte und seinen Einstand auch deshalb feierte, weil Aron Johannssen rotgesperrt fehlte. Nun hat sich die Personalsituation bei den Profis entspannt.

Es ist erst mal kein Platz mehr für einen ziemlich jungen Stürmer, der gerade sein zweites Herrenjahr absolviert. „Er soll jetzt im Rhythmus bleiben“, sagt Kohfeldt. Etwas Ungewöhnliches vermag der Trainer darin nicht zu sehen. Es sei denn, es geht um die eigene Mannschaft. Sie erhalte nämlich Verstärkung durch einen „Spieler mit großer Qualität“. Zudem sei der Jungprofi sehr beliebt im Kreis der U23, für die er zu Saisonbeginn bereits sieben Einsätze absolviert hatte.

Während auch Mittelfeldspieler Niklas Schmidt nach überstandenem Magen-Darm-Infekt im Aufgebot für das Rostock-Spiel steht, muss Kohfeldt dagegen auf seinen Kapitän verzichten. Rafael Kazior hatte beim 3:1 gegen Regensburg die fünfte Gelbe Karte gesehen und ist gesperrt. Sein Ausfall gibt den dritten Platz für einen Spieler über 23 Jahre frei, und das dürfte die Chance für Mohamed Aidara sein. Er könnte erstmals seit dem Einstieg der aussortierten Profis Sambou Yatabaré und Fallou Diagne in die Startelf rücken. „Mal schauen, ob wir unseren spielerischen Ansatz durchbringen“, sagt Kohfeldt zum Duell mit Hansa.

Der Gegner verfügt nicht nur über ein ansprechendes Ostsee-Stadion mit einer großen Kulisse. Er bringt auch ein ziemlich erfahrenes Team auf den Platz, das den Bremern eine Menge Einsatzbereitschaft entgegensetzen wird. „Ich zähle Hansa Rostock zu den individuell am stärksten besetzten Mannschaften der Liga“, betont der Werder-Trainer. Der Gastgeber, mit dem Ex-Bremer Christian Brand auf der Trainerbank, verlor lediglich eine der vergangenen sieben Partien. Die Rostocker befinden sich zweifellos im Aufwind. Sollte Hansa in den kommenden Monaten vom momentanen achten Tabellenplatz weiter nach oben klettern, so wäre dies wohl ebenso wenig eine Überraschung wie das Mitwirken von Ousman Manneh in Werders U23.

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