Volleyball Oberliga

Zwei herbe Niederlagen

Die VG Delmenhorst-Stenum steckt im Abstiegskampf. Sowohl im Derby gegen den VfL Wildeshausen als auch gegen den TV Baden II waren die Schützlinge von Susanne Schalk unterlegen.
29.10.2018, 17:14
Lesedauer: 3 Min
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Von Gerhard Göldenitz
Zwei herbe Niederlagen

Nach zwei weiteren Heimniederlagen liegt die VG Delmenhorst-Stenum am Boden. Trainerin Susanne Schalk (hinten) erwartet zunächst einmal Abstiegskampf.

INGO MÖLLERS

Delmenhorst. In der Volleyball-Oberliga sind die Herren der VG Delmenhorst-Stenum mit jetzt vier Niederlagen in Folge in unruhiges Fahrwasser geraten und drohen mit Schlagseite unterzugehen. Das Team von Trainerin Susanne Schalk knüpfte weder gegen den TV Baden II noch im Derby mit dem VfL Wildeshausen an alte Zeiten an und unterlag vor eigenem Publikum zweimal deutlich.

VG Delmenhorst-Stenum – TV Baden II 0:3 (22:25, 22:25, 12:25): Nach einem ersten Abtasten beider Teams setzten sich die Gastgeber zunächst mit 7:3 ab, was vor allem den starken Angaben von Maik Hägermann zu verdanken war. Am Netz war zu dieser Zeit aber auch schon die große Schwäche der VG zu erkennen, denn das Zuspiel von Youngster Florian Doig geriet oftmals viel zu weit nach außen, sodass die VG-Angreifer nur noch die Option eines diagonal geschlagenen Balles hatten. Darauf stellten sich die Gäste von Trainer Werner Kernebeck immer besser ein, glichen Mitte des Satzes aus und gingen selber in Führung. Es kam zu einem Bruch im Spielaufbau der VG, die sich plötzlich bei 17:24 sieben Satzbällen erwehren mussten. Am Ende wurde die Aufholjagd nicht belohnt, weil Sascha Wahle mit dem letzten Angriff des Satzes am Badener Block scheiterte.

Der zweite Durchgang begann ausgeglichen, doch die Hausherren wirkten weiter verunsichert. Bis zum 10:10 setzte sich keines der beiden Teams ab, erst eine kleine Aufschlagserie von Matthias Sanders brachte die VG auf 20:15 in Front. Jetzt aber war es an den Gästen aus Achim-Baden, die vor allem am Netz immer stärker wurden und zum 20:20 ausglichen. Eine von Trainerin Susanne Schalk genommene Auszeit zeigte keine Wirkung. Ihre Schützlinge machten immer wieder individuelle Fehler. Zwei misslungene Aufschläge direkt hintereinander brachten Baden endgültig auf die Siegerstraße. Erneut entschied ein TVB-Block den Satz für die Gäste. Im dritten Abschnitt hatten die Gäste dann leichtes Spiel, weil die Hausherren jetzt auch konditionell einbrachen und nur noch wenig Gegenwehr aufbrachten.

VG Delmenhorst-Stenum – VfL Wildeshausen 1:3 (25:22, 22:25, 11:25, 20:25): Im Derby gegen Wildeshausen sah es zunächst gut aus für die Schalk-Schützlinge, die auf drei Positionen verändert aufliefen. Zwei Aufschlagserien auf beiden Seiten prägten zunächst das Geschehen auf dem Feld. Gegen Ende des Satzes war es diesmal an den Gastgebern, die entscheidenden Punkte zu erzielen. Den Wildeshauser Akteuren merkte man die längere Wettkampfpause deutlich an, und so triumphierte Delmenhorst am Ende trotz eines verschlagenen Satzballes.

Es folgte eine Demonstration der Stärke durch die Gäste, die mit ihrem gut gestaffelten Block den gegnerischen Angreifern schnell den Zahn zogen. Mit 12:5 gingen sie im zweiten Durchgang in Führung und agierten bis zum Satzgewinn sowohl am Netz als auch in der Feldabwehr zwingender. Die VG dagegen zeigte sich immer wieder uninspiriert: Statt den Ball aufzubauen, wurde er oftmals ohne Gefahr zurückgespielt. Nur durch zwei Aufschlagserien von Philipp Förstermann und Maik Hägermann hielt sich die VG noch im Match, spielte am Netz aber nicht clever genug und musste den Satzausgleich hinnehmen. Der dritte Abschnitt gehörte von Anfang an den Gästen von der Hunte. Deutlich wacher und aggressiver nutzten sie jeden Fehler ihres Gegners aus, der am Ende froh sein durfte, den Satz nicht einstellig zu verlieren. Es folgte ein lange Zeit ausgeglichener Durchgang, bei dem erneut Abstimmungsprobleme im Schalk-Team zu Tage traten. Weil aber auch kein richtiges Aufbäumen zu erkennen war, ging am Ende der 20:25-Satzverlust und die 1:3-Niederlage völlig in Ordnung.

Die Stimmung unter den Zuschauern war deutlich besser als im Team der VG, die sich in der jetzigen Situation mit dem Abstiegskampf beschäftigen muss. „An unserer derzeitigen Trainingssituation wird sich auch auf lange Sicht erst mal nichts ändern, was die Sache für uns natürlich nicht besser macht“, sieht Trainerin Susanne Schalk eine schwierige Zeit auf den Oberligisten zukommen.

VG Delmenhorst-Stenum: Schröder, Sanders, Süßmuth, Bode, Wahle, Rüdiger, Müller, Förstermann, Marks, Hägermann, Doig, Riewe, Hoffmann.

VfL Wildeshausen: F. Gravel, L. Gravel, Nguyen, Dannemann, Mildes, Bartelt, Muhle, Maik Backhus, Marco Backhus, Schütte.

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