Frauen Fußball Bezirksliga Zwei ohne Niederlage, eine ohne Punkt

Während der SV Holtebüttel auch sein drittes Saisonspiel verlor, bleiben der TSV Bassen und der TSV Fischerhude-Quelkhorn weiter ungeschlagen.
10.09.2018, 17:57
Lesedauer: 3 Min
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Von Andreas Ballscheidt

Landkreis Verden. In der Bezirksliga sorgen die Fußballerinnen des TSV Fischerhude-Quelkhorn weiter für Aufsehen. Das Team von Coach Jan Blanken gewann auch sein zweites Spiel. Gegen den hoch gehandelten TSV Eintracht Immenbeck schoss Chiara Kommnick das Tor des Tages für den Aufsteiger. Der TSV Bassen feierte derweil gegen den VfL Wingst seinen dritten Sieg im dritten Spiel. Noch ohne Zähler ist hingegen der SV Holtebüttel, der beim VSV Hedendorf-Neukloster deutlich verlor.

VSV Hedendorf-Neukloster - SV Holtebüttel 4:0 (2:0): Auch Hedendorf war eine Nummer zu groß für das Team von Andreas Dressel. „Meine Mannschaft kämpfte mal wieder vorbildlich, da gibt es nichts zu meckern. Es fehlt uns aber an der Qualität“, betonte der SVH-Coach. Nach einer halben Stunde hatte Dressel noch gehofft, sein Team würde mit einem torlosen Remis in die Pause gehen. Doch dann häuften sich die Fehler bei seiner Elf, die prompt per Doppelschlag mit 0:2 ins Hintertreffen geriet. Die Tore für die Gastgeberinnen hatten Angelika Heller (32.) und Jennifer Dohrn (36.) erzielt. Nach der Pause dasselbe Bild. Der SVH kämpfte aufopferungsvoll in jedem Zweikampf und um jeden Ball. „Nach vorn lief zwar nicht viel zusammen, sodass wir letztlich nicht eine nennenswerte Torgelegenheit hatten. Aber dennoch gaben alle Spielerinnen ihr Bestes und versuchten, mit großem Einsatz ein Debakel zu verhindern“, sagte Dressel, dessen Team in der Schlussphase die Kraft ausging. Für die Mannschaft von Benjamin Sauel war es letztlich ein leichtes, zwei weitere Tore zum 4:0 durch Katrinna Scharkus (83.) und Heller (90.) zu markieren und den dritten Sieg im dritten Spiel zu feiern. „Bislang hatten wir alles von oben. Vielleicht gelingt uns ja der erste Punktgewinn im nächsten Spiel, wenn es am Sonntag mit dem MTV Wohnste gegen eine Mannschaft aus der unteren Tabellenregion geht“, hofft Dressel auf den ersten Saisonpunkt.

TSV Fischerhude-Quelkhorn - TSV Eintracht Immenbeck 1:0 (0:0): Auch nach dem Erfolg gegen Immenbeck blieb Blanken bescheiden: „Es waren weitere drei Punkte im Kampf um den Klassenerhalt“, sagt Fischerhudes Trainer. Der Aufsteiger hatte allerdings gegen Immenbeck aufgezeigt, dass das Team auf jeden Fall das Potenzial hat, um in der Liga zu bestehen. Beide Teams agierten auf Augenhöhe. Fischerhude verbuchte gar noch einen Tick mehr an zwingenden Torgelegenheiten. Während Fischerhudes Keeperin Nina Brüning zweimal mit guten Paraden einen Gegentreffer verhinderte, hatte ihr Pendant auf der anderen Seite mehrfach dazu Gelegenheit. Und zudem einmal das Nachsehen, als das Tor des Tages fiel. Im Anschluss eines Eckstoßes von Chiara Kommnick trudelte der Ball irgendwie aus dem Gewühl heraus über die Linie – Kommnick wurde später als Torschützin notiert. „Durch das Tor waren wir der glückliche Sieger“, sagte Blanken, dessen Team am Sonnabend (19 Uhr) beim MTV Jeddingen antreten muss.

TSV Bassen - VfL Wingst 2:1 (1:0): Gegen den Aufsteiger stellte Bassen die bessere Elf. Es fehlte aber zunächst an zwingenden Chancen. Die erste Tormöglichkeit wurde gleich genutzt: Lena Troschka wurde mustergültig von Joelle-Laureen Trimpert angespielt und traf aus zwölf Metern ins kurze Eck (25.). Gegen den vor der Pause harmlosen VfL hatten die Grün-Roten vor der Halbzeit noch zwei Möglichkeiten durch Christina Meyer und Trimpert, um auf 2:0 zu erhöhen. In Hälfte zwei scheiterte Bassens Christina Meyer freistehend an VfL-Torfrau Annika Thiele (46.). Eine Minute später jagte Troschka ein Zuspiel von Hannah Maruschke in die Wolken. In der 57. Minute verfehlte ein Kopfball von Katja Wiesenmüller sein Ziel. Aus abseitsverdächtiger Position gelang dem VfL durch Jessica Lührs (77.) der Treffer zum 1:1. Die Elf von Bastian Okrongli zeigte Moral und kam durch einen Schuss von Troschka zum 2:1-Siegtreffer (83.). „Es ist zu bemängeln, dass wir sehr fahrlässig mit den Möglichkeiten umgegangen sind. Hätten wir unsere Chancen genutzt, wäre ein Zittern unnötig gewesen“, befand Bassens Pressesprecher Uwe Norden.

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