Landesliga-Heimspieltag

Zwei Siege für Weyher Volleyball-Herren

Weyhe. Die Volleyballer des SC Weyhe scheinen den Abstieg in die Landesliga gut verkraftet zu haben. Sie distanzierten in der heimischen KGS-Halle Kirchweyhe die SG Ofenerdiek/Ofen recht deutlich.
06.11.2013, 00:00
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Zwei Siege für Weyher Volleyball-Herren
Von Jens Hoffmann

Die Volleyballer des SC Weyhe scheinen den Abstieg in die Landesliga gut verkraftet zu haben. Sie distanzierten in der heimischen KGS-Halle Kirchweyhe die SG Ofenerdiek/Ofen recht deutlich, während der TV Bremen-Walle 1875 II beinahe zum Stolperstein geworden wäre – aber eben nur beinahe. Die Zwischenbilanz mit nunmehr neun Punkten aus vier Partien kann sich jedenfalls sehen lassen.

Sven Meier, der Spielertrainer des SC Weyhe, äußerte sich nach dem erfolgreichen Heimspieltag noch vorsichtig. Er sprach davon, dass „wir uns im oberen Tabellenbereich der Landesliga etablieren wollen“. Nicht mehr, nicht weniger. Diesbezüglich befinden sich die Weyher auf einem sehr guten Weg.

SC Weyhe - SG Ofenerdiek/Ofen 3:0 (25:19, 25:20, 25:22). Die SG war ein Gegner, auf den sich die Weyher von Anfang an gut einstellen konnten. Die Fehlerquote war gering, das Passspiel zielgenau und der Angriff effektiv. „Uns sind beim Aufschlag und in der Annahme kaum Patzer unterlaufen“, bestätigte Sven Meier nachher. Er bezeichnete den Auftritt der Weyher als „konstant, souverän und stabil“. Das sind drei Begriffe, die keinen Zweifel am späteren Sieger aufkommen lassen. Der konnte nur Weyhe heißen. Max Lange auf der Mittelposition und Christopher Ehrt auf Außen glänzten als Punktegaranten, sie suchten und fanden wiederholt den erfolgreichen Abschluss. Ofenerdiek, eine Mannschaft aus Oldenburg, war stetig im Hintertreffen. „Wir lagen zwar nie deutlich in Führung, aber doch ständig“, bemerkte Sven Meier, der mit seinen Kollegen drei Sätze durchlebte, die sich von ihrer Dramaturgie her ziemlich ähnelten. Jeweils in der Endphase setzten die Weyher die entscheidenden Nadelstiche. Dass die Durchgänge fast identische Ergebnisse aufwiesen, kam alles andere als zufällig zustande.

SC Weyhe - TV Bremen-Walle 1875 II 3:2 (23:25, 22:25, 25:16, 25:20, 15:10). Gegen die Bremer standen die Weyher vor einer komplett anderen Aufgabe. Der Gegner war weitaus erfahrener als die SG Ofenerdiek und – natürlich – auch weitaus erfahrener als das junge Weyher Team. Walle zelebriere einen Spielstil, auf den man sich erst einstellen müsse, so Sven Meier. Und das sei nicht so einfach. „Die Waller spielen zwar mit weniger Power, aber dafür viel mit Auge“, so der SCW-Spielertrainer. Das sähe mitunter unorthodox aus, „führt aber brutal zum Ziel“, drückte es Meier bewusst martialisch aus. Zumindest traf diese Sichtweise auf die ersten beiden Sätze zu, die die routinierten Bremer tatsächlich für sich entschieden. Doch die Weyher haderten nicht – sie handelten. „Wir haben dann taktisch umgestellt“, berichtete Meier von spontanen Verschiebeaktivitäten. So nahm Christopher Ehrt nun die Diagonale ein, besetzten Sven Meier und Jasper van der Ven die Angriffspositionen außen und fungierte der 16-jährige Marc Schmeyers fortan als Zuspieler. Und die jugendliche Nachwuchshoffnung enttäuschte auf dieser verantwortungsvollen Position nicht – im Gegenteil. Die Aktionen der Weyher gewannen fortan an Struktur, die gesamte Mannschaft präsentierte sich viel stabiler und fokussierter. Sven Meier verteilte nachher ein Extra-Lob: „Marc Schmeyers hat seine Sache einfach super gemacht“, betonte er. Die Weyher waren nun dazu in der Lage, einen „Kraftakt“ (Meier) zu vollziehen. Und der führte noch zum 3:2-Erfolg.

Daran war mit Paul Lauxtermann übrigens ein weiterer 16-Jähriger beteiligt – was genau der Weyher Philosophie entspräche, so Meier. „Die Jungen sollen merken, dass sie fest dazugehören“, ergänzte er. Sie würden ihren Teil dazu beitragen, dass „die spielerische Linie bei uns passt“, und diese Erkenntnis sei entscheidend.

SC Weyhe: Meier, Schmeyers, van der Ven, Ehrt, Langpap, Lauxtermann, Lange, Arndt, Stuhr.

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