Lilienthaler „Wölfe“ unterliegen Wernigerode in der Verlängerung

Zwei Siege sind nun Pflicht

Lilienthal. Dem TV Lilienthal hat eine 4:1-Führung im ersten Playoff-Spiel beim Dritten der 1. Floorball-Bundesliga, Red Devils Wernigerode, nicht zum Sieg gereicht.
18.04.2017, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von karsten hollmann

Lilienthal. Dem TV Lilienthal hat eine 4:1-Führung im ersten Playoff-Spiel beim Dritten der 1. Floorball-Bundesliga, Red Devils Wernigerode, nicht zum Sieg gereicht. Die Gastgeber drehten den Spieß noch mit einem 5:4-Erfolg nach Verlängerung um und benötigen nun aus den beiden Heimspielen der „Wölfe“ am kommenden Wochenende nur noch einen weiteren Sieg zum Erreichen des Finales. Die Gastgeber feierten somit bereits ihren elften Saisontriumph in Folge.

„Wir hatten viel Ballbesitz, haben es aber nicht in letzter Konsequenz geschafft, geduldig zu spielen“, bilanzierte TVL-Trainer Remo Hubacher. Dazu sei aber auch noch viel Pech im Abschluss gekommen. Die Hausherren zogen sich weit zurück und lauerten auf Konter. Nach acht Minuten nutzte Mark-Oliver Bothe ein Zuspiel von Miro Siljamo zum 1:0 für den Bundesliga-Zweiten.

Doch die Freude währte nur 240 Sekunden. Dann leitete Teemu Kantanen den 1:1-Ausgleich von Bastian Einecke vor. Janos Bröker schlug aber prompt mit dem 2:1 zurück (13.). Antti Mähönen erhöhte zu Beginn des zweiten Drittels nach einer Vorlage von Janos Bröker auf 3:1. Als Wernigerodes Jeremy Mertens gerade eine Zwei-Minuten-Strafe abbrummte, gelang Mark-Oliver Bothe auf Vorarbeit von Mähönen sogar das 4:1. „Das Spiel war aber nicht so deutlich, wie es das Ergebnis zu diesem Zeitpunkt aussagte“, räumte Hubacher ein. Er ärgerte sich besonders darüber, dass Ramon Ibold noch kurz vor dem Ende des zweiten Abschnitts das 2:4 anbrachte.

In der 49. Minute verkürzte erneut Ibold auf 3:4. 40 Sekunden vor Ultimo befanden sich die Lilienthaler in Ballbesitz. „Aber anstatt die Zeit herunterzuspielen, haben wir den Abschluss genommen“, kritisierte Hubacher. So glich Emely Kyllönen noch auf Pass von Teemu Kantanen zum 4:4 aus. In der fünften Minute der Nachspielzeit versetzte Bastian Einecke dem leichten Favoriten mit dem 5:4 den „plötzlichen Tod“.

Trotz der Niederlage war Nils Hallerstede im TV-Gehäuse einer der besten Spieler. Vorne krönte Mark-Oliver Bothe seine starke Vorstellung mit zwei Toren. Die Gäste setzten nur zwei Reihen ein. Hubacher wollte nicht verhehlen, dass sich durch die Niederlage der Druck auf sein Team erhöht hat: „Dennoch hat sich an der Ausgangslage wenig geändert. Wir brauchen nach wie vor zwei Siege zum Weiterkommen. Ich hatte mir auch schon vorher gedacht, dass wir in dieser Saison anders als im Vorjahr wohl drei Spiele bestreiten müssen, um ins Finale zu kommen. Wir gehen sehr positiv in unsere beiden Heimbegegnungen.“

TV Lilienthal: Hallerstede; Bothe, Niklas Bröker (2 Tore), Diaz de Armas, Brinkmann, Minnermann, Heike, Kleinhans, Janos Bröker (1), Mähönen (1), Siljamo, Grönvall, Akman, Appenrodt.

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