Floorball-Bundesligisten setzen sich im Pokal bei klassentieferen Gegnern durch / „Wölfe“ siegen 23:1

Zwei Torefestivals, keine Überraschungen

Lilienthal. Ohne Überraschung sind die beiden Spiele mit Lilienthaler Beteiligung in der zweiten Runde des Stena-Line-Deutschland-Pokals zu Ende gegangen. Während sich Bundesligist TV Lilienthal erwartet deutlich mit 23:1 beim TSV Lesum-Burgdamm durchsetzte, gab es für Regionalligist SG Seebergen/Lilienthal beim 1:16 gegen Bundesligist MFBC Leipzig nichts zu holen.
19.10.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Zwei Torefestivals, keine Überraschungen
Von Tobias Dohr
Zwei Torefestivals, keine Überraschungen

Die Lilienthaler „Wölfe“, hier mit Dennis Heike, Mark Oliver Bothe, Fabian Diaz de Armas und Janos Bröker (von links auf einem Archivbild) hatten im Pokalspiel beim TSV Lesum-Burgdamm einiges zu bejubeln. Am Ende siegte der Bundesligist mit 23:1.

Hans-Henning Hasselberg

Ohne Überraschung sind die beiden Spiele mit Lilienthaler Beteiligung in der zweiten Runde des Stena-Line-Deutschland-Pokals zu Ende gegangen. Während sich Bundesligist TV Lilienthal erwartet deutlich mit 23:1 beim TSV Lesum-Burgdamm durchsetzte, gab es für Regionalligist SG Seebergen/Lilienthal beim 1:16 gegen Bundesligist MFBC Leipzig nichts zu holen.

SG Seebergen/Lilienthal – MFBC Leipzig 1:16 (0:6, 0:5, 1:5): Die SG hatte bereits in der ersten Runde für eine faustdicke Überraschung gesorgt und den Zweitligisten Westfälischen Floorball Club aus dem Wettbewerb geworfen. Für die Ostdeutschen war dieses Ergebnis Warnung genug, den zwei Klassen tiefer spielenden Regionalligisten nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Deshalb kam der Bundesligist mit vollem Kader nach Lilienthal gereist.

Nach nur 2:18 Minuten Spielzeit war dann bereits eine kleine Vorentscheidung gefallen – so lange brauchten die Gäste, um mit 2:0 in Führung zu gehen. Bis zum Ende des ersten Drittels folgten vier weitere Treffer der Leipziger, die keinerlei Anstalten machten, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. Zwar erspielte sich auch das Team um Kapitän Daniel von der Heyde einige gute Chancen, konnte diese aber nicht nutzen. Erst Routinier André Kimmig gelang in der 46. Minute vor 80 Zuschauern der umjubelte und hoch verdiente Ehrentreffer.

SG-Trainer Mark-Oliver Bothe konnte mit der hohen Niederlage am Ende dennoch gut leben: „Dieses Ergebnis ist gegen einen Erstligisten keine Schande, die Mannschaft hat alles gegeben und sich mehr als gut verkauft, einzig die Chancenverwertung ist noch ausbaufähig. Die Jungs hatten Spaß an der Partie und lenken ihren Fokus jetzt wieder auf den Ligaalltag.“

SG Seebergen/Lilienthal: Dämpfert, Westphal; Kimmig, Schneider, Ebbinghaus, Stahn, Gerschau, Bauer, von der Heyde, Leiermann, Schmidt, Röttger, Schnakenberg, Oetting, Bruns, Janssen, Eichhorn, Schnakenberg

TSV Lesum-Burgdamm – TV Lilienthal 1:23 (0:8, 0:8, 1:7): Ein wenig Mitleid war durchaus angebracht mit den hoffnungslos überforderten Nordbremern. Für den TSV war es so etwas wie das Floorball-Highlight der Vereinsgeschichte, doch zum Feiern war am Ende niemandem mehr zumute. Stattdessen bekam der Regionalligist, der sonst nur im Kleinfeldbetrieb antritt, kostenlosen Anschauungsunterricht in Sachen Floorball.

Gerade einmal 120 Sekunden dauerte es, da klingelte es zum ersten Mal im Kasten der Gastgeber. Tobias Melde verwertete eine Vorarbeit von Kapitän André Heißenbüttel zum 1:0. Exakt zwei Minuten später erhöhte Torben Kleinhans auf 2:0. Ungefähr in diesem Rhythmus ging es weiter. Sechs weitere Lilienthaler Treffer folgten alleine bis zur ersten Drittelpause. Die „Wölfe“, bei denen nach längerer Verletzungspause Stammtorwart Nils Hallerstede im Schlussdrittel zum Einsatz kam, ließen auch im zweiten Abschnitt nicht nach und schafften es am Ende erneut, acht Tore zu erzielen.

Nach 55 Minuten erzielte Fabian Diaz de Armas dann schon den 20. Treffer für die Gäste, ehe der emotionale Höhepunkt des Abends folgte: Torben Lange traf zwei Minuten vor Spielende zum Ehrentreffer für den tapfer kämpfenden TSV Lesum-Burgdamm. Tobias Melde und Tuomas Rautio sorgten für die Treffer zum Endstand. „23 Tore muss man erst einmal schießen“, zeigte sich TVL-Trainer Remo Hubacher zufrieden mit der Ausbeute seines Teams, dass er durchgängig in drei Reihen aufs Feld schickte. „Aber jetzt gilt es, dieses Spiel schnell abzuhaken und nach vorne zu schauen.“

TV Lilienthal: Fidelak, Hallerstede;

Kleinhans, Bothe (1), Minnermann (2), Brinkmann (1), Gersdorf (1), Lubes, Bieger (1), Bröker, Diaz de Armas (3), Osmers (1), Rautio (3),

Heißenbüttel (1), Seitz (3), Heike (3),

Melde

(3)

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