Verden Zwei Trainer – zwei unterschiedliche Meinungen

Verden. Das Ergebnis ließt sich recht deutlich: Mit 33:28 (18:15) hat der TSV Morsum zum Saisonauftakt das Landesliga-Derby bei der HSG Verden-Aller gewonnen. Zumindest aus der Sicht von Verdens Coach Jens Haase hätte die Partie aber auch anders ausgehen können.
22.09.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Jürgen Prütt

Das Ergebnis ließt sich recht deutlich: Mit 33:28 (18:15) hat der TSV Morsum zum Saisonauftakt das Landesliga-Derby bei der HSG Verden-Aller gewonnen. Zumindest aus der Sicht von Verdens Coach Jens Haase hätte die Partie aber auch anders ausgehen können. „Wir haben es den Morsumern zu einfach gemacht“, zeigte sich Haase in seiner Analyse enttäuscht von seiner Mannschaft. „Für ein Derby haben wir zu wenig Emotionen gezeigt“, fügte er hinzu. Morsums Trainer Ingo Ehlers hatte da einen etwas anderen Spielverlauf gesehen. Er sprach nach der Begegnung von einem nie gefährdeten Erfolg. „Wir hätten den Sack schon eher zumachen müssen“, meinte er.

Letztlich war es ein Start-Ziel-Sieg, den die Gäste in der Aller-Weser-Halle errangen. Der TSV Morsum lag mit 5:1 vorne und auch zur Pause betrug der Vorsprung der nicht mit stärkster Formation angetretenen Gastmannschaft noch drei Tore. Entschieden war das Spiel nach knapp 50 Minuten – Morsum hatte den Vorsprung zu diesem Zeitpunkt wieder auf fünf Treffer ausgebaut (26:21). „Immer, wenn wir mal auf zwei Tore dran waren, sind uns einfache Fehler unterlaufen“, ärgerte sich Jens Haase. „Wir haben Morsum einfach zu oft in die Karten gespielt.“

So war es nicht selten Morsums flinker Linksaußen Michele Zysk (insgesamt fünf Tore), der mit seinen Treffern dafür sorgte, dass Ingo Ehlers auf der Morsumer Bank einen recht entspannten Nachmittag verbringen durfte. Bester Werfer in Reihen der siegreichen Gäste war Jannis Elfers. Neun Tore, davon drei Siebenmeter, standen für den Linkshänder nach 60 Minuten zu Buche. Übertroffen wurde Elfers noch von Oliver Schaffeld. Die 14 Treffer des Rückraum-Rechtshänders im Dress der Domstädter reichten aber nicht für ein besseres Ergebnis. Wie Jens Haase erklärte, war die Angriffleistung seiner Mannschaft dafür insgesamt zu schwach. Im zweiten Durchgang hatte Haase noch einiges probiert. Gleich einen doppelten Wechsel Angriff-Abwehr hatte er angeordnet. Aber auch die „Spezialisten“ Rytis Kanarskas und Lukas Konradt verhalfen Verdens Hintermannschaft nicht zu mehr Stabilität. „Und dann sind 33 Gegentore einfach zu viel“, räumte Jens Haase ein.

Trotz der zahlreichen Gegentreffer vertraute der Trainer der HSG seinem Keeper Miron Biruski. Der Ex-Oytener wurde nur ein Mal – bei einem Siebenmeter von Bernd Rengstorf – abgelöst. Verdens dritter Torwart Lutz Evers wird mit einer Leistenverletzung noch einige Wochen aussetzen müssen. Auf Morsumer Seite fehlten mit Martin Dybol (Studium in Polen) und Marco Ehlers (Knieverletzung) gleich zwei Keeper, sodass Jens Rapillus durchspielte. Auch die Neuzugänge Tim Remme (Urlaub) und Niklas Schröder (Muskelfaserriss) standen nicht im Kader. Auf Verdener Seite waren mit Jan Torge, Rytis Kanarskas und Florian Rott alle neuen Feldspieler aufgelaufen. Allerdings trug sich nur der Ex-Intscheder Florian Rott ein Mal in die Torschützenliste ein.

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