Fußball-Bezirksliga Zwei verlorene Punkte

Der SV Baris Delmenhorst hat es nicht geschafft, eine 3:0-Führung gegen Eintracht Wiefelstede über die Zeit zu bringen. Trainer Önder Caki haderte mit dem Schiedsrichter.
20.08.2017, 19:09
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Zwei verlorene Punkte
Von Michael Kerzel

Delmenhorst. In den ersten 20 Minuten der Fußball-Bezirksliga-Partie beim SV Baris Delmenhorst wussten die Akteure des SV Eintracht Wiefelstede überhaupt nicht, was mit ihnen passierte: Viel zu schnell waren die Kombinationen und auch die Spieler der Elf von Önder Caki. Spielerisch überzeugten Justin Lentz, Miki Blümel, Mert Caki und Co. vollauf und gewannen zudem die meisten Zweikämpfe in der Anfangsphase. Außerdem schlossen sie die Angriffe effizient ab, dennoch kamen sie über ein 3:3 (3:0) nicht hinaus.

Bereits in der zweiten Minute setzte sich Mert Tunc auf der rechten Seite gegen zwei Wiefelsteder durch und legte den Ball präzise quer auf Lentz, der diesen gegen die Laufrichtung von Gästekeeper Sascha Miks zur 1:0-Führung ins Tor schoss. Im Anschluss kombinierte sich Baris immer wieder bis an den Strafraum. Aus einem dieser Angriffe resultierte eine Ecke, die Blümel flach an den Fünfer brachte, wo Mert Caki einlief und das Leder ins lange Eck bugsierte – 2:0 (8.). Elf Minuten später schnürte Lentz nach Doppelpass mit Blümel seinen Doppelpack, Miks sah bei dem Flachschuss aus 16 Metern nicht gut aus und ließ den Ball durchrutschen. Zu seiner Verteidigung: Der eingesetzte Starkregen machte es ihm schwierig. „Wir haben nach 20, 25 Minuten aber nachgelassen. Wir müssen das souveräner machen, uns tiefer fallen lassen und besser kontern“, analysierte Trainer Önder Caki. Wiefelstede kam in den ersten 45 Minuten kaum zu Torabschlüssen, in den finalen 15 Minuten vor der Halbzeit jedoch zumindest besser ins Spiel.

Nach Wiederanpfiff übernahm der Gast die Kontrolle, Baris überstand den Anfangsdruck jedoch mit Geschick und Einsatz. Bei mehreren Kontern hätte der eingewechselte Torjäger Dennis Kuhn zweimal fast das entscheidende 4:0 gemacht, scheitere jedoch jeweils an Miks. „Wenn er da nicht so eigensinnig ist und den Ball querlegt, steht es 4:0 und das Spiel ist durch“, kritisierte Caki. Zum Verhängnis wurden Baris auf der Gegenseite die Standards. Eine Flanke aus dem Halbfeld verlängerte Michael Behrens mit dem Kopf auf Kapitän Malte Lammers, der aus kurzer Distanz das 1:3 erzielte (62.).

Baris gelang es nun nicht mehr, den Ball kontrolliert hinten rauszuspielen, verlor ihn oft im Aufbau. Wiefelstede stand höher und übte viel Druck aus. Und so markierte Jan Fehler freistehend im Sechszehner das 2:3 nur sechs Minuten nach dem ersten Treffer. Und nach dem Anschluss dauerte es nur drei Minuten, bis Lammers einen Abpraller nach einem Freistoß aus dem Getümmel zum 3:3 verwandelte (71.). Über die Entstehung des Freistoßes ärgerte sich Önder Caki nach Abpfiff jedoch: „Der Schiedsrichter hat das Spiel in der zweiten Halbzeit entschieden. Das war keine Gelb-Rote Karte. Das war nicht mal ein Foul“, echauffierte sich der Baris-Coach. Fynn Birke ging, bereits in der ersten Halbzeit verwarnt und Mitte der zweiten Halbzeit nochmals vom Schiedsrichter Malte Rathke ermahnt, in ein Laufduell mit einem Wiefelsteder. Dieser sank nach leichtem Kontakt zu Boden, Rathke wertete das als Foul. Eine umstrittene Entscheidung. Ohnehin hatte er keine klare Linie, pfiff mal kleinlich, ließ mal viel laufen. Nach dem Ausgleich in Folge dieses Freistoßes passierte auf dem Rasen nicht mehr viel. „Für mich sind das zwei verlorene Punkte heute“, meinte Önder Caki. Wiefelstede habe jedoch nie aufgegeben und sich für das Engagement belohnt.

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