Tennis

Premiere für den Beckedorfer TC

Mitte Juni soll die zweite Auflage des Tennis-Vereinspokals starten. Lesums Ü50-Damen sind Titelverteidiger.
12.04.2021, 12:44
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Von Karsten Hollmann
Premiere für den Beckedorfer TC

Im September entscheidet sich, wer beim TNB-Vereinspokal die Trophäen gewinnt.

Marijan Murat/DPA

Mitte Juni soll die zweite Auflage des Vereinspokals des Tennisverbandes Niedersachsen-Bremen (TNB) starten. „Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr wird auch im Sommer 2021 in Zusammenarbeit mit Partner Tennis-Point der `König der Vereine` gesucht“, heißt es in einer Mitteilung des Verbandes.

Bei den Tennisvereinen aus dem Verbreitungsgebiet unserer Zeitung stößt der Wettbewerb durchweg auf ein positives Echo. „Wir werden mindestens in allen vier Herren-Kategorien eine Mannschaft melden und zusätzlich sicherlich auch noch das eine oder andere Damenteam, weil wir im vergangenen Jahr schon dabei waren und das Format einfach klasse finden“, erklärt zum Beispiel der Vorsitzende der Tennissparte des TV Schwanewede, Dennis Bokelmann. Ein Pokalspiel im K.o.-System bringe einfach noch mehr Spannung rein.

„Zudem trifft man oft auf ganz andere Teams als in der Liga und man kann das eigene Team auch viel gemischter gestalten, da Herren, Herren 30 und Herren 40 in eine Alterskategorie fallen“, frohlockt Bokelmann. So seien die Schwaneweder im vergangenen Jahr im obersten Feld beispielsweise mit einer gemischten Mannschaft aus Herren und Herren 30 angetreten.

„Der Pokal ist neben der eigentlichen Saison und den Turnieren eine weitere schöne Möglichkeit, sich mit anderen offiziell zu messen und das vor allem im Team“, äußert sich Dennis Bokelmann. Ob der Pokal tatsächlich stattfinden kann, werde davon abhängen, ob Wettkämpfe und natürlich Doppel im Rahmen der Beschränkungen in der Corona-Pandemie dann wieder erlaubt seien. „Wie wahrscheinlich das ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Aber ich möchte mir den Glauben daran zumindest nicht nehmen lassen“, so Bokelmann.

Die Schwaneweder werden wieder mit der ersten Herren-30-Formation aus der Verbandsliga und Unterstützung des Herrenteams im obersten Feld antreten, also bei den Mannschaften mit Spielern der Leistungsklasse eins bis 25. „Aber da gehören wir ganz klar zu den Außenseitern“, urteilt Dennis Bokelmann.

Im vergangenen Jahr scheiterten die Schwaneweder durch zwei verlorene Match-Tiebreaks in den Einzeln nur knapp im Halbfinale der Nebenrunde an der TSG Hatten-Sandkrug, die dann im Endspiel den TC Blau-Weiß Uelzen glatt mit 3:0 besiegte. Gingen die Leistungsklassen (LK) bislang nur bis zur LK23, so wurden in diesem Jahr auch noch zwei darüber hinaus gehende LK eingeführt.

Für den Beckedorfer TC, der sich im vergangenen Jahr auch geschlossen gegen eine Teilnahme an Punktspielen ausgesprochen hatte, stellt der Vereinspokal Neuland dar. „Durch Corona war uns das alles zu unsicher“, erklärt Beckedorfs Trainer und Pressesprecher Frank Henk. Aber nun würden alle Leistungsmannschaften des Vereins ernsthaft über eine Teilnahme nachdenken.

„Bei den Herren haben wir aber erst einmal beim Training darüber gesprochen“, lässt der 47-Jährige wissen. Da die Spiele stets unter der Woche angesetzt werden, könne er persönlich nicht in diesem Wettbewerb starten. „Ich gebe schließlich jeden Werktag stets bis zum Abend Training“, gibt Henk zu bedenken.

Da auch andere Beckedorfer aus beruflichen Gründen Probleme damit bekommen könnten, an einem normalen Werktag um 18 Uhr auf dem Tennisplatz zu stehen, könne sich Frank Henk vorstellen, dass es im Altersklassenbereich schwierig werden könnte, Mannschaften für den Wettbewerb zu melden. „Viele werden sich deshalb scheuen, mitzumachen. Es sieht aber derzeit so aus, als ob es zumindest eine Herrenmannschaft geben wird, die am Vereinspokal teilnimmt“, sagt Frank Henk. Maximilian Schwier und seine Klubkollegen stünden bereits in den Startlöchern.

Der Beckedorfer TC möchte bereits in der kommenden Woche seine Plätze im Freien öffnen. „Dadurch, dass wir in den vergangenen Tagen ein paar Mal ein bis zwei Grad Minus in der Nacht hatten, sind wir jedoch um drei bis vier Tage mit der Platzpflege in Rückstand geraten“, informiert Beckedorfs Vorsitzender Dieter Weber. Der Platzwart habe wegen des leichten Bodenfrostes noch einmal zusätzliche Einheiten mit der Walze einlegen müssen.

„Ansonsten sind die Plätze aber so weit fertig. Wir haben auch ein neues Verfahren angewendet, dass sich zu bewähren scheint. Die Plätze befinden sich jedenfalls in einem äußerst guten Zustand“, freut sich Weber. Er sei deshalb sehr zuversichtlich, dass die Sommersaison am kommenden Montag beginnen könne.

Auch der TSV Lesum-Burgdamm wird spätestens in der letzten April-Woche seine Sandplätze eröffnen. Am Vereinspokal werden sich die Lesumer ebenfalls beteiligen. „Wir wissen nur noch nicht ganz genau, mit wie vielen Mannschaften“, teilt Lesums Sportwart Veit Wagner mit. Die Nordbremer haben noch bis Ende dieses Monats Zeit, ihre Teams für den Wettbewerb zu melden.

Der TSV sammelte im Premierenjahr des NTB-Vereinspokals gute Erfahrungen. Schließlich gewann der Klub den Ü50-Hauptrunden-Wettbewerb bei den Damen der LK 15 bis 23. Im Finale besiegten die Akteurinnen um Susanne Wagner den TC TSV Burgdorf ohne Satzverlust mit 3:0.

„Das war mit Preis und Pokal. Ich bin auch sehr optimistisch, dass die Ü50-Damen auch in diesem Jahr wieder mitmachen werden und versuchen wollen, den Pokal zu verteidigen“, sagt Veit Wagner. Er selbst ist Mitglied der Herren-50-Formation des Vereins. „In unserer Mannschaft herrscht auch eine große Begeisterung im Hinblick auf den Vereinspokal“, versichert Wagner. Deshalb sei eine Teilnahme im Herren Ü50-Wettbewerb auch sehr wahrscheinlich.

In der Herren-50-Regionsliga werden die Mannen um Kapitän Volker Sarstedt unter anderem auf die TuSG Ritterhude und den TV Schwanewede treffen. Die Lesumer haben sechs Teams im Herren- und drei Mannschaften im Damenbereich für den Punktspielbetrieb gemeldet, der nach jetzigem Stand Ende Mai beginnen soll.

Im Hinblick auf den Vereinspokal rechnet Veit Wagner neben einer Damen-Ü50- und einer Herren-Ü50-Formation auch noch mit einer weiteren Herrenmannschaft seines Klubs. „Ich gehe von mindestens zwei Herrenmannschaften aus“, bestätigt der Sportwart. Die diesbezüglichen Diskussionen laufen derzeit aber noch. Die Lesumer Herren hatten sich im vergangenen Jahr in der ersten Hauptrunde mit einer 1:2-Niederlage beim SV Vorwärts Buschhausen in die Nebenrunde der LK 15 bis 23 verabschiedet.

In der Nebenrunde besiegten Malte Dirks und Co. zum Auftakt den TV Schwanewede mit 2:1 und zogen im Anschluss dank 3:0-Siegen über den TSV Heiligenrode und den Wardenburger TC ins Halbfinale der Nebenrunde ein. Hier war allerdings der SC Epe/Malgarten II nach einer 1:2-Schlappe Endstation, der sich auch anschließend mit einem 3:0-Erfolg über den TC Jesteburg den Nebenrunden-Pokalgewinn sicherte.

Info

Zur Sache

Auf Basis einer Umfrage nimmt der Tennisverband Niedersachsen-Bremen kleinere Veränderungen für seinen Vereinspokal im Vergleich zum Premierenjahr vor. So wird die Startzeit für die Spiele, die unter der Woche verabredet werden, auf 18 Uhr vorverlegt. Zudem sind Spielgemeinschaften möglich.

Wie bei der Premiere wird der TNB-Vereinspokal auch wieder im K.o.-System ausgetragen. Mannschaften, die ihr erstes Pokalspiel verlieren, sind automatisch für die Nebenrunde qualifiziert. Mindestens zwei Einsätze sind für jede Mannschaft also garantiert. Jede Pokalbegegnung besteht weiterhin aus zwei Einzeln und einem Doppel. Die Einzelspieler dürfen im Doppel derselben Begegnung nicht eingesetzt werden. Die Ergebnisse haben auch Auswirkungen auf die Leistungsklassen der Akteure. Die Sieger der einzelnen Konkurrenzen erhalten den TNB-Vereinspokal. In den offenen Herren- und Damenfeldern wird in jeweils vier verschiedenen Kategorien gespielt. Die höchste Klasse umfasst Spieler der Leistungsklassen (LK) eins bis 25. Es folgen Wettbewerbe für die LK sieben bis 25, LK15 bis 25 und LK20 bis 25. Die Herren- und Damen-Ü50-Wettbewerbe werden in die Kategorien LK vier bis 25 und LK15 bis 25 unterteilt.

Die Finalspiele um den Vereinspokal sind für die 37. Kalenderwoche, also Mitte September, geplant. „In unserer Umfrage haben sich rund 80 Prozent der Teilnehmer für eine Wiederholung des Vereinspokals ausgesprochen. Das war für uns ein klares Votum, dass wir eine Neuauflage starten“, sagt der für den Wettkampf- und Mannschaftssport zuständige TNB-Vize-Präsident Jörg Kutkowski. Noch bis Ende April haben die Klubs des Verbandes Zeit, ihre Mannschaften für den Wettbewerb zu melden. KH

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