Fußball-Kreisligist TuS Syke Zwischen Euphorie und Schockstarre

Syke. Mit einem Paukenschlag begann die Hinrunde für den TuS Syke in der Fußball-Kreisliga Diepholz, mit einem Schock endete sie. Das Team um Spielertrainer Matthias Rose fertigte in ihrer ersten Partie nach dem Abstieg den TSV Neubruchhausen gleich mit 5:0 ab.
11.02.2011, 05:00
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Von karsten bödeker

Syke. Mit einem Paukenschlag begann die Hinrunde für den TuS Syke in der Fußball-Kreisliga Diepholz, mit einem Schock endete sie. Das Team um Spielertrainer Matthias Rose fertigte in ihrer ersten Partie nach dem Abstieg den TSV Neubruchhausen gleich mit 5:0 ab. Der letzte Auftritt vor der Winterpause beim TSV Schwarme musste aufgrund der schweren Schädelverletzung von Omar Sabehaioun abgebrochen werden. Glücklicherweise schreitet seine Genesung gut voran. An Fußball ist für den Offensivmann allerdings mittelfristig nicht zu denken.

Sportlich lief es für die Syker ordentlich. Zwar stehen sie zurzeit nur auf Rang neun, doch 25 Punkte aus 13 Begegnungen sind immer noch eine gute Bilanz, zumal alle weiter vorne platzierten Teams teilweise vier Spiele mehr ausgetragen haben. Der Rückstand auf Aufstiegsplatz zwei beträgt ganze vier Punkte - da sind durchaus noch Möglichkeiten vorhanden. "Wir wollen oben angreifen", nennt Rose erwartungsgemäß das Ziel der Syker. Mit Patrick Haupt vom Bremen-Ligisten TuS Schwachhausen und dem nun spielberechtigten Walid Sabehaioun hat er zwei Alternativen mehr im Kader. Sabehaioun spielt offensiv und Haupt im Mittelfeld alle zentralen Rollen. "Wir hatten in der Hinserie zu oft zu viele Personalausfälle", so Rose über Verletzungen, Schichtdienste und Sperren nach Platzverweisen. "Das hat sich im Laufe der Zeit immer mehr bemerkbar gemacht, das konnten wir nicht mehr ausgleichen."

Auch Rose selbst fiel wegen Urlaubs und Verletzungen öfter aus als ihm lieb war. "Ich spiele natürlich lieber, zumal ich den Eindruck habe, dass ich dem Team helfen kann", sagt Rose über seine ersten Erfahrungen als spielender Coach. Tatsächlich ist er neben dem in der Hinrunde überragenden Vilser Wilken Harf aufgrund seiner fußballerischen Profi-Vergangenheit der renommierteste Akteur in der Kreisliga. Mit dem ehemaligen Heiligenfelder Karsten Köitsch weiß Rose einen wichtigen Vertrauensmann als Co-Trainer an seiner Seite.

Die Tagesform sei das entscheidende in dieser Liga, weil ein Trainer gar nicht die Möglichkeit zu besonders vielen taktischen Varianten habe, prognostizierte Rose im Vorfeld der laufenden Saison. Und letztlich behielt er Recht, denn keine Mannschaft war dauerhaft konstant. Nach dem Syker Blitzstart mit drei Toren in der ersten Viertelstunde und dem letztlich eindrucksvollen 5:0 beim hoch gehandelten TSV Neubruchhausen fegten die Syker den - allerdings kaum wettbewerbsfähigen - TSV Brockum mit 9:0 aus dem Waldstadion, wobei das sogar noch eine der schwächeren Partien der Syker war.

Mögliche Blendung

"Vielleicht haben uns diese Spiele geblendet", mutmaßt Rose rückblickend, denn Syke verlor prompt beim TV Neuenkirchen und fuhr gegen Eydelstedt, Hachetal und in Wagenfeld Pflichtsiege ein. Durch den späten Ausgleich wurde das 2:2 in Mörsen zu einem moralischen Sieg, doch zufrieden war Rose damit nicht. Und dann kam der euphorisierte SV Heiligenfelde nach Syke und zeigte dem TuS mit einem 2:0 die Grenzen auf. In Bruchhausen-Vilsen erlebten die Syker Ähnliches wie im Auftaktspiel, wobei sie diesmal die Leidtragenden waren. Drei Vilser Tore in der Anfangsphase versetzten Syke in eine Schockstarre - weg waren auch diese Punkte gegen einen direkten Konkurrenten.

Tiefpunkt war in Roses Abwesenheit das 0:2 gegen den SC Twistringen. Im Kreispokal war darüber hinaus gegen den TuS Sulingen Endstation, doch am 8. März besteht Gelegenheit zur Revanche in der Liga.

Das gilt auch für den Rückrundenauftakt drei Tage zuvor gegen den TV Neuenkirchen. "Die vielen Nachholspiel fordern uns natürlich noch mal besonders. Aber wir werden fit sein", verspricht Rose. Vom Fußballerischen her sollten die Syker nicht nur wegen Akteuren wie Frank Weseloh oder Kristian Kreis allemal in der Lage zu sein, um Platz zwei hinter dem unangefochtenen SV Bruchhausen-Vilsen mitzuspielen.

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