Floorball-Festival

Zwölf Tore von Dominik Bucher

Der UHC Kerzers-Müntschemier aus der Schweiz hat auch beim fünften internationalen Floorball-Festival des TSV Lesum-Burgdamm seine Extraklasse unter Beweis gestellt.
05.09.2018, 16:19
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Von Karsten Hollmann
Zwölf Tore von Dominik Bucher

Lesums Thomas Fischer umkurvt hier einen Norderstedter Gegenspieler.

Christian Kosak

Lesum. Der UHC Kerzers-Müntschemier aus der Schweiz hat auch beim fünften internationalen Floorball-Festival des TSV Lesum-Burgdamm seine Extraklasse unter Beweis gestellt. Der Vorjahressieger besiegte im Finale in der Sporthalle an der Bördestraße in Lesum den Bristol Floorball Club aus Großbritannien deutlich mit 5:1.

„Es war wieder ein harmonisches und spannendes Festival. Und auch das Beer-Pong-Turnier im Anschluss an die Grillparty war ein toller und spannender Wettkampf, bei dem alle viel Spaß hatten“, ließ Lesums Trainer Thorsten Steiert wissen. Nach einer Rede des TSV-Präsidenten Lüder Kleppe und der feierlichen Eröffnung des Turniers durch den Ortsamtsleiter Florian Böhlke begann das Turnier mit dem Spiel des Titelverteidigers gegen die Foxing Furious aus Belgien.

Der UHC Kerzers-Müntschemier dominierte die Eröffnungspartie klar und wurde mit einem 9:1-Sieg gleich seiner Favoritenrolle gerecht. „Wir hatten leider keinen guten Start ins Turnier und verloren das erste Spiel gegen die Hamburg Torhamsters trotz klarer Überlegenheit am Ende mit 0:1“, bedauerte Steiert. Die Gruppe B dominierte das englische Team aus Bristol. Dieses zog schließlich genauso ungeschlagen ins Halbfinale ein wie der UHC Kerzers-Müntschemier in Gruppe A. Zweiter in Gruppe B wurde Teutonia Bielefeld.

In der Gruppe A kam es zu einem Zweikampf zwischen den Gastgebern und den Hamburg Torhamsters um das zweite Halbfinal-Ticket. Die Lesumer zogen im abschließenden und entscheidenden Gruppenspiel am zweiten Turniertag gegen Kerzers-Müntschemier knapp mit 3:4 den Kürzeren. Den Torhamsters reichte deshalb bereits ein torloses Remis gegen den TSC Wellingsbüttel, um mit nur einem Punkt Vorsprung ins Halbfinale vorzustoßen. „Uns blieb somit leider nur das Spiel um Platz fünf“, so Steiert fest. Der Heimformation nützte es also auch nichts, dass sie die weiteren Gruppenspiele gegen den SV Nordenham (5:1), Foxing Furious (5:1) und den TSC Wellingsbüttel (1:0) für sich entschieden hatte.

„Wir hatten in allen Spielen viele unterschiedliche Torschützen. Dies spiegelt unser flexibles Spiel wider“, so Steiert. Der tschechische Neuling UHC Rot-Schwarz Vysocany sei nicht ganz so stark wie vermutet gewesen. „Die Tschechen sind aber auch eher mit einer Altherrenmannschaft angetreten und teilweise mit ihrer ganzen Familie angereist. Sie besuchen jedes Jahr ein anderes Floorball-Festival“ (Steiert). Der unterlegene Gegner des TSV im Spiel um Rang fünf habe daraus mehr einen Familienausflug mit Sightseeing und weniger ein Party-Wochenende mit Siegesambitionen gemacht.

Anstelle des geplanten All-Star-Teams lief nun der TSC Wellingsbüttel auf. „Wir konnten am Freitagabend noch einige Spieler zusammenbekommen, die anstelle des All-Star-Teams antreten wollten“, sagte Steiert. Drei Spieler des TSC Wellingsbüttel hätten ursprünglich beim SV Nordenham mitspielen wollen, sich aber dann bereit erklärt, mit Unterstützung von Lesums Torwart Max Busch sowie mit zwei Spielern aus Nordenham und Wahnbek als eigene Mannschaft anzutreten. Der TSC Wellingsbüttel beanspruchte am Ende immerhin Rang sieben nach einem Triumph über die Floorball Falcons Wahnbek. Beim Team Foxing Furious musste der Torhüter kurzfristig passen – Lesums Sophie Kothe half aus. Somit stand Max Hübner bei den Gastgebern in allen Spielen zwischen den Pfosten.

Im Halbfinale behaupteten sich die beiden besten Mannschaften der Vorrunde wie erwartet. Im Endspiel war der Bristol Floorball Club ziemlich chancenlos gegen den UHC Kerzers-Müntschemier. Rang drei sicherte sich Teutonia Bielefeld mit einem Erfolg über die Hamburg Torhamsters. Der USV Jena bezwang im Match um Position neun die Foxing Furious. „Das Spiel um Platz elf war allerdings das spannendste alle Platzierungsspiele, da der Gewinner erst im Penaltyschießen ermittelt wurde und hierfür jeweils zehn Schüsse notwendig waren“, berichtete Steiert. Am Ende hatte der SV Nordenham um Haaresbreite die Nase gegen den belgischen Paradise City Floorball Club vorne.

„Auch das Rahmenprogramm war wieder abwechslungsreich und kam bei den Teilnehmern und den Zuschauern super an. So hatten wir zur Eröffnung die Chickadee Drummer der Grundschule Meyenburg zu Gast. Am Nachmittag boten die Cheerleader unseres Vereins eine mitreißende Show“ (Steiert). Beim Torschusswettbewerb mussten die Teilnehmer das leere Tor von der Mittellinie treffen. Hierfür gab es einen Pokal.

Ebenso bekamen die besten drei Torschützen, der beste Schlussmann und jede einzelne Mannschaft eine Trophäe überreicht. Der beste Torschütze war mit zwölf Treffern der herausragende Dominik Bucher vom Turniersieger aus der Schweiz.

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