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Bremer Athleten mit guten Ergebnissen in Berlin

Mathias Sonnenberg 04.08.2019 0 Kommentare

Hochspringer Philip Kass landete bei den deutschen Meisterschaften in Berlin mit 5,41 Meter auf Platz vier im Stabhochsprung.
Hochspringer Philip Kass landete bei den deutschen Meisterschaften in Berlin mit 5,41 Meter auf Platz vier im Stabhochsprung. (Iris Hensel)

Am Nachmittag saß Leszek Kass entspannt auf einem der Sitze im weiten Rund des Olympiastadions, die Sonne schien ihm ins Gesicht und die Laune war bestens. „Wenn du beim Saisonhöhepunkt deine persönliche Bestleistung springst, kann der Wettbewerb nicht so schlecht gewesen sein“, sagte Vater Kass über Filius Kass. Und Sohn Philip pflichtete seinem Vater bei: „Das lief sehr gut, ich bin absolut zufrieden.“ Kann er auch, denn mit 5,41 Meter landete der Bremer bei den deutschen Meisterschaften in Berlin auf Platz vier im Stabhochsprung. „Ich war an sieben gesetzt und bin auf Platz vier angekommen. Fühlt sich gut an“, meinte der 20-Jährige.

Die große Kulisse, das riesige Olympiastadion, die hohen Erwartungen, all das war am Wochenende ein Motor für Kass’ Bemühungen, in die deutsche Spitze zu springen. „Eigentlich bin eher der nervöse Typ“, findet er. „Aber ab 5,01 Meter gab es im Publikum schon dieses ,Booaah‘. Das war schon ziemlich laut und hat dann richtig Spaß gemacht und mich total gepusht.“ Und es ist ja nicht so, dass nicht auch mal diese verdammten 5,51 Meter drin wären. Kass hatte sie natürlich auflegen lassen, aber dann dreimal gerissen. „Bei einem Versuch war die Höhe definitiv drin“, fand er. Den Wettbewerb gewann Raphael Holzdeppe mit 5,76 Meter.

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Auch Trainer und Vater Leszek glaubt an diese 5,51 Meter Höhe. Es wäre gut, wenn sein Sohn die Vorbereitung mal ohne Verletzungen absolvieren könnte, sagt er. „Zuletzt haben ihn ja die Kniescheiben Probleme gemacht und die Operation zurückgeworfen. Jetzt wollen wir mal sehen, wie es die nächste Vorbereitung geht. In Berlin hat sich Philip jedenfalls noch mal eine große Portion Motivation abgeholt“, sagte er. Vater und Sohn waren die Meisterschaften in Berlin sehr professionell angegangen. Um beispielsweise den Parkplatz-Problemen rund um das Stadion aus dem Weg zu gehen, hatten sie zwei Räder aus Bremen mitgenommen. „Wir sind dann ganz locker zum Olympiastadion geradelt“, erzählte Leszek Kass. Und die heimischen Fans versorgte der Vater von der Tribüne aus mit Nachrichten in der Whatsapp-Gruppe.

Von Berlin nach Polen

Von Berlin aus geht es jetzt nach Polen, wo in 14 Tagen in der Nähe von Stettin eine Memorial-Veranstaltung für Hochspringer ansteht. Philip Kass aber setzt mit dem Training jetzt erst mal ein paar Tage aus. „Ich haue mich an den Strand und dann wird gechillt“, kündigt er an. Erst danach werde es mit leichten Bergläufen wieder losgehen. Das letzte Event der Sommer-Saison steht erst Ende September in Potsdam an.

Für eine dicke Überraschung sorgte in Berlin Werder Bremens 4 x 100-Meter-Staffel der Frauen. Yelena Pelz, Sandra Dinkeldein, ­Rahel Rüdel und Svea Kittner rannten in 45,08 Sekunden nicht nur auf einen starken vierten Platz, sondern stellten damit auch noch den Bremer Landesrekord ein. „Was für eine geile Zeit, was für ein geiler Lauf“, jubelte Sportwart Andrei Farizius auf der Tribüne. Auf den 400 Metern habe einfach alles gepasst. Die Männer-Staffel war zuvor nach einem Wechselfehler ausgeschieden. „Das haben die Frauen gesehen, vielleicht war das noch im Hinterkopf, denn eigentlich wäre sogar eine Zeit unter 45 Sekunden drin gewesen“, meinte Fabrizius. Die Staffel der LT Bremen war im ersten Zeitfinale ausgeschieden.

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Den starken Gesamteindruck rundete der Finaleinzug von Sandra Dinkeldein und Svea Kittner ab, die über 200 Meter beide den Endlauf erreichten. In einem schnellen Rennen langte es zu den Plätzen sieben und acht.

Zur Sache

Saison-Ende für Fabian Linne

Trainer Andriy Wornat hatte es schon vor den Meisterschaften geahnt. „Wenn du aus einer Verletzung kommst, ist der Kopf meist noch nicht richtig frei.“ So war es auch bei Fabian Linne (SV Werder), der erstmals wieder 200 Meter lief, seit er wegen einer Verletzung die U 20-EM verpasst hatte. Am Ende langte es zu einem sechsten Platz im Halbfinale, die Zeit von 22,03 Sekunden war Durchschnitt. „Aber ich bin froh, dass ich gelaufen bin. Das war alles okay“, sagte Linne später. Fand sein Trainer auch. „Das ist eine Erfahrung, die er machen musste.“ Linne macht jetzt ein paar Tage Urlaub, die Freiluft-Saison ist vorbei. Ende September beginnt dann die Vorbereitung auf die Halle.


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Leserkommentare
reswer am 22.10.2019 09:01
Die wollen lieber ihre subventionierten Biogasanlagen behalten........Ihre Felder mit Nitrat verseuchen...zum Nachteil aller Menschen.......und ...
gorgon1 am 22.10.2019 08:55
@ManUD7... Schuld, ok, dass ist in erster Linie der Konsument ...

Moin, weshalb das denn? Würde nicht so rumgeaast in der Landwirtschaft ...