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Die Hockeyfrauen des Club zur Vahr II gewinnen das Oberliga-Stadtderby beim Bremer HC II mit 6:2
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Ein Sieg der Effizienz

Liane Janz 06.12.2018 0 Kommentare

Hockey  Regionalliga Frauen - Club zur Vahr (schwarz/weiß) vs. DTV Hannover - Katharina Bremer
 Katharina Bremer hatte mit ihren drei Treffern entscheidenden Anteil am 6:2-Erfolg des Clubs zur Vahr II im Oberliga-Stadtderby beim Bremer HC II. (Frank Thomas Koch)

Sie schaffen es nicht, den Ball zu stoppen, er rollt über das Spielfeld. Die Strafecke ist verpufft.

Mit Szenen wie dieser nahmen sich die zweiten Frauen vom Bremer Hockey-Club selbst den Sieg. Zum Stadtderby hatten sie die zweiten Frauen vom Club zur Vahr zu Gast. Die Konkurrenz in Grün-Schwarz war den Roten in Sachen Effizienz weit überlegen und entschied die Oberliga-Begegnung mit 6:2 für sich.

Die Spielerinnen der Vahr kamen bei der kurzen Ecke heraus gelaufen und leiteten dank des BHC-Fehlers umgehend einen Konter ein. Den ersten Schuss konnte BHC-Torfrau Johanna Homann noch abwehren. Den Abpraller verwandelte dann Philine Grashoff für die Vahr. Sie spielte in der Feldhinrunde noch für den BHC, stand ihren ehemaligen Teamkollegen jetzt zum ersten Mal gegenüber und traf auch gleich zum 1:0 für den CzV. Das 2:0 nur wenige Minuten später erarbeitete sich der Club zur Vahr II aus dem eigenen Spielaufbau. Ein langer Ball aus dem Mittelfeld fand Katharina Bremer, die sich genau richtig noch hinter der BHC-Abwehr positioniert hatte. Zwei weitere Torchancen von Bremer hätte Vahr noch weiter nach vorn bringen können.

Auf der anderen Seite mangelte es aber auch nicht an Chancen. Drei weitere kurze Ecken konnte der BHC nicht nutzen. Sie verstoppten den Ball, trafen ihn nicht richtig oder auch gar nicht. BHC-Trainer Max Johannsen konnte sich diese Aussetzer nicht erklären. Natürlich trainieren sie die Standards und im Training klappen sie auch, sagte er. „Vielleicht war es die Nervosität, die Hektik, der Druck“, mutmaßte er. Reine Kopfsache auf jeden Fall.

Sechs Minuten vor Ende der ersten Halbzeit stand erneut Edel Nyland in guter Position vor dem Vahrer Kasten. Ihr Schuss rollte rechts am Pfosten vorbei. Mit 2:0 Toren für den Club zur Vahr II ging es in die Pause.

Die zweite Halbzeit dominierte klar der Bremer HC II. Die Oberneulanderinnen hatten deutlich mehr Ballbesitz und mehr Torchancen als die Konkurrenz. Das nutzte Beatrix Winter für den Anschlusstreffer. Doch die Konter der Grün-Schwarzen saßen. Mit Carola Schwarz und erneut Philine Grashoff endeten zwei sauber heraus gearbeitete Angriffe mit dem 3:1 beziehungsweise 4:1 für die Vahr. Auch das 4:2 durch Edel Nyland brachte den Club zur Vahr nicht aus dem Konzept. Katharina Bremer legte mit ihren Toren zwei und drei in dieser Partie nach. Den Torabschluss hatten sie in der Vahr unter der Woche gezielt trainiert, sagte CzV-Trainer Thomas Walter.

Allein in den letzten 30 Sekunden des Spiels hatten die BHC-II-Frauen noch einmal zwei gute Chancen, konnten den Spielstand aber nicht mehr verkürzen. Ein wenig frustriert analysierte Max Johannsen nach Abpfiff: „Wenn wir nur die Hälfte unserer Chancen machen, geht das Spiel unentschieden aus.“

„Wir standen in der zweiten Halbzeit ein bisschen defensiver, auch um Kräfte zu sparen“, sagte Thomas Walter. Sein Team hatten wegen eines Auswärtsspiels der ersten Damen parallel zum Derby und wegen mehrerer Krankheitsfälle nur zwei Wechselspielerinnen dabei. Deshalb nahm der Club auch öfter mal das Tempo raus. Aus seiner Sicht kann die Saison so weitergehen, so Thomas Walter: Seine Damen gingen konsequent und strategisch vor und nutzten mehrheitlich die Chancen, die sich ihnen boten.

„Den Sieg haben sie sich verdient“, so der Vahrer Coach. Im Grunde habe seine Mannschaft auch eine gute Leistung gezeigt, sagte Max Johannsen. Nur spiegelt das der Endstand nicht wieder. Beide Teams sind mit null Punkten in die Partie gestartet. Nachdem die Vahr das Kellerduell für sich entscheiden konnte, haben sich die Grün-Schwarzen um einen Platz in der Tabelle verbessern können. Der BHC II ist jetzt das einzige Team mit null Zählern auf dem Konto.

Bremer HC II: Homann, Tönnies, M. Kook, Nyland, H. Kook, Lindgens, Anthes, Echterhoff, Petersen, Winter.

Club zur Vahr II: Schwarz, Grashoff, Wedel, Kuhmann, Bremer, Klindworth, Schulze, Naumann.


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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...