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Baseball-Bundesligist Bremen Dockers unterliegt den Cologne Cardinals beim Doppelspieltag mit 2:6 und 10:18
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Hohe Fehlerquote führt zur Lehrstunde

Christian Markwort 12.04.2018 0 Kommentare

baseball dockers bremen
Yannick Bujalla (rechts) musste mit den Bremen Dockers gegen die Cologne Cardinals zwei Heimniederlagen hinnehmen. (Knut Elbrecht, frei)

Nach dem deutlichen 6:2-Erfolg in Spiel eins ließen die Gäste aus der Domstadt im Anschluss einen ebenso deutlichen 18:10-Sieg folgen. „Wir haben uns in den beiden Spielen insgesamt 14 Fehler erlaubt“, konstatierte Dockers-Sprecher Olaf Stölting, „das ist definitiv zu viel.“ Gegen diese hohe Zahl könne kein Pitcher anwerfen „und wenn dann die Offensive, wie im ersten Spiel nur vier Hits erzielt,  wird man ein Spiel nicht gewinnen können.“

Nach dem Sieg am ersten Spieltag gegen Paderborn waren viele Anhänger der Bremer Baseballer vor dem ersten Pitch noch zuversichtlich. Doch trotz früher 1:0-Führung nach dem ersten Inning erteilten die favorisierten Gäste ihren Gastgebern im weiteren Verlauf der Begegnung eine regelrechte Lehrstunde. Ausschlaggebend dafür war in erster Linie eine hohe Fehlerquote seitens der Bremer, die die Gäste vom Rhein letztlich auf die Siegerstraße brachte. Die frühe 1:0-Führung des Aufsteigers konnten die „Cardinals“ im dritten Inning nach einem sogenannten Error egalisieren und legten anschließend das 2:1 nach. Bremen glich im vierten Durchlauf aus, doch Köln nutzte einen Durchgang später wiederum zwei Feldspielfehler und ging mit 4:2 in Front. Im siebten Inning sorgten sie schließlich mit zwei weiteren Runs für die Vorentscheidung.

Mit vier Hits, drei Runs und zwei „RBI“s (ein RBI wird einem Schlagmann angerechnet, wenn durch seine Aktion ein gegnerischer Läufer die „Home Plate“ erreicht und damit einen Punkt erzielt) war Justin Brock der überragende Mann bei den Rheinländern. Die Dockers kamen lediglich auf vier Hits in der Partie. Niklas Piontek holte für die Kölner den Sieg. Florian Kawczynski erhielt für die letzten drei Innings einen sogenannten Save. Bei den Bremern kassierte Coach und Pitcher Alberto Orti Roig den Loss. Der Spanier absolvierte acht Innings, in denen er neun Hits, sechs Runs sowie zwei Walks abgab und drei Strikeouts verbuchte.

Im zweiten Aufeinandertreffen feierten die Gäste schließlich einen deutlichen 18:10-Erfolg. Erneut angeführt von dem überragenden Justin Brock, der sechs Bats fünf Hits, drei Runs und sechs RBIs erzielte, gingen die Rheinländer bereits im Auftakt-Inning in Führung, die sie bis zum Ende auch nicht mehr hergaben. Mitte des vierten Innings führten die Kölner bereits mit 8:0, ehe der Bremer Offensivmotor endlich zum Laufen kam. Ähnlich wie beim Auftaktsieg gegen Paderborn starteten die Bremer erneut eine Aufholjagd und kämpften sich zwischenzeitlich bis auf 7:8 nach fünf, beziehungsweise auf 10:13 nach sieben Durchgängen heran. Am Ende war es aber erneut die nicht sattelfeste Defensive, die mit sieben sogenannten Errors einen mitentscheidenden Anteil an der Niederlage  hatte. Den „Loss“ (damit wird derjenige Pitcher belastet, der in dem Moment im Spiel war, in dem die später siegreiche gegnerische Mannschaft letztmals mit einem Run in Führung gegangen ist) musste sich Giovanni Binetti Sanchez anheften lassen. Mit Stuart Abeledo Garcia, Yannick Bujalla und Steven Volders kamen bei den Bremern noch drei weitere Werfer zum Einsatz, die der „Cardinals“-Offensive allerdings ebenfalls nicht Einhalt gebieten konnten. Bei den Gästen erhielt Carlos Mirabel  den Win, ihm folgten noch Markus Müller, Florian Kawczynski und Marcel Kujau auf den „Mount“ (dem Abwurf-Hügel).

Vor allen Dingen an der Defensive müssen die Dockers in den nächsten Wochen intensiv  arbeiten, erläuterte Olaf Stölting, „und wir müssen zu unserer guten Leistung aus der Aufstiegssaison zurückfinden.“ In den kommenden zwei Wochen gehen die Bremer nun erst einmal auf Auswärtsreise. Zunächst geht es am dritten Spieltag zum Mitaufsteiger von den Berlin „Flamingos“. Beide Teams liegen mit jeweils einem Sieg und drei Niederlagen am Tabellenende, „deshalb ist ein Sieg nach den beiden Heimpleiten gegen Köln schon ein Muss für uns“, betonte Stölting. Schließlich sei das Team  in der Woche darauf beim Meisterschaftsfavoriten, den Bonn „Capitals“, zu Gast. „Und vom Rhein einen Punkt zu entführen wird nochmals deutlich schwerer“, zeigte sich Stölting  beeindruckt von der Qualität der Bonner. Zurück in Bremen sind die Dockers schließlich wieder am Sonnabend, 28. April. Dann sind die Solingen Alligators, derzeit Tabellenvierter, zu Gast beim Doppelspieltag (12 und 15.30 Uhr).


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Leserkommentare
werderfan am 23.10.2019 21:15
Ich versuche das mal kurz für die Demokratiefreunde zu erläutern:
1. Der Umweltausschuss des Beirats Blumenthal tagt am nächsten Montag ...
IhrenNamen am 23.10.2019 21:02
Ich bin mal sehr gespannt wie sich das auf die Spendensumme auswirkt.