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Neureuther nach Leidenszeit vor Ski-Comeback

05.12.2018 0 Kommentare

Felix Neureuther
Ski-Ass Felix Neureuther will wieder ins Wettkampfgeschehen eingreifen. Foto: Tobias Hase (Tobias Hase / dpa)

Felix Neureuther steht 391 Tage nach seinem letzten Rennen vor dem Weltcup-Comeback. Der so lange von den Folgen eines Kreuzbandrisses und jüngst einer Daumenverletzung ausgebremste Ski-Star will am Samstag beim Riesenslalom von Val d'Isère antreten.

Eine Spezialschiene an der rechten Hand soll dem Routinier den Start in Frankreich ermöglichen. „Die Schiene hilft mir gerade beim Riesenslalom sehr. Stand heute kann ich damit Rennen fahren“, sagte der 34-Jährige in einer Mitteilung des Deutschen Skiverbands (DSV). Auf den Slalom am Sonntag muss Neureuther wegen seiner verletzten Hand aber wohl noch verzichten.

In Val d'Isère soll eine mehr als einjährige Leidenszeit für den besten deutschen Weltcup-Athleten der Historie also ein Ende finden: Im November 2017 riss sich Neureuther das Kreuzband und verpasste den Rest des Olympia-Winters, nachdem er als Sieger des Slaloms von Levi noch überzeugt hatte. Nach der Absage des Saisonstarts in Sölden brachte ihn jüngst der Daumenbruch um einen Einsatz beim Torlauf von Levi. Auf den Riesenslalom am Wochenende in Beaver Creek verzichtete der Familienvater und gewöhnte sich stattdessen an die Schiene. Das Training in Pfelders in Südtirol stimmte ihn nun optimistisch.

„Nachdem in Sölden das Wetter meinem Comeback im Weg stand und in Levi der Daumen sein Veto einlegte, hoffe ich nun, dass Versuch Nummer drei in Val d'Isère klappt und ich endlich in die Saison einsteigen kann“, sagte der 13-malige Weltcupsieger. Insgesamt nominierte der DSV zehn Sportler für die Rennen in Savoyen. Dort will Stefan Luitz nach seinem Sensationssieg von Beaver Creek nachlegen.

Besonders im Fokus steht aber Rückkehrer Neureuther, der „unsere Mannschaft verstärken wird“, wie Cheftrainer Mathias Berthold hervorhob. In Val d'Isère fuhr der Garmisch-Partenkirchener 2015 als Zweiter auf das Riesenslalom-Podium. Zudem erreicht er dort zwei vierte Plätze.

Nach dem anvisierten Start am Samstag (10.00/13.00 Uhr) auf der Face-de-Bellevard-Piste ist ein Auftritt am Sonntag im Slalom aber unwahrscheinlich, „da die Kippstangen hier mit den Händen weggeboxt werden müssen“, wie Neureuther sagte. „Aktuell versuche ich, Wege und Techniken zu finden, die mir das ermöglichen. Ob es mir gelingt, bis zum Rennen in Val d'Isère ein konkurrenzfähiges System zu finden, lässt sich heute leider noch nicht sagen.“

Womöglich verzichtet er auf den Torlauf, um im Hinblick auf die zwei folgenden Riesenslalom-Rennen in Alta Badia (17. Dezember) und Saalbach-Hinterglemm (20. Dezember) kein Risiko einzugehen. Der nächste Spezial-Slalom steht erst am 22. Dezember in Madonna di Campiglio an. Die wichtigste Phase der Saison beginnt ohnehin erst im neuen Jahr mit den Slalom-Klassikern in Adelboden, Wengen, Kitzbühel und Schladming. Danach lockt die WM im Februar im schwedischen Are.

Während sich Neureuther beim Comeback keine Platzierung zum Ziel setzt, gehört Beaver-Creek-Champion Luitz zu den Podestkandidaten. „Es ist schön zu wissen, dass die Form stimmt“, sagte der 26-Jährige, der in Val d'Isère sogar schon dreimal auf dem Podium stand.

Die Frauen um Viktoria Rebensburg sind indes in St. Moritz bei einem Super-G (Samstag) und einem Parallel-Slalom (Sonntag) im Einsatz. (dpa)


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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...