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Handball-Landesliga: SV Grambke-Oslebshausen kassiert 40:45-Heimniederlage gegen Hastedt II
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Null Gegenwehr - null Punkte

Olaf Kowalzik 16.11.2017 0 Kommentare

Handball SV Grambke-Oslebshausen
SVGO-Abwehrchef Adrian Rüttjerott (Mitte) musste im Verlauf der 40:45-Niederlage gegen die SG HC Bremen/Hastedt II in zwei wichtigen Phasen verletzungsbedingt auf der Reservebank behandelt werden. (OLAF KOWALZIK BREMEN +494216447123 und Olaf Kowalzik, Olaf Kowalzik)

Es ist schon etwas verrückt: Normalerweise wäre der SVGO-Spielertrainer mit dem Resultat einverstanden gewesen, denn eine Fünf-Tore-Niederlage gegen ein Team aus den Top-Fünf der Liga wäre für ihn völlig okay gewesen. Gerade unter dem Gesichtspunkt, dass seine Mannschaft trotz des Verbandsligaabstiegs in dieser Saison um den Klassenerhalt spielen wird. „Aber wir dürfen doch keine 45 Tore gegen einen Gegner zulassen, der sonst im Schnitt gerade einmal 30 wirft“, monierte er.

Letztendlich konnte er seine Deckung aber umstellen, wie er wollte, keine Maßnahme fruchtete. Natürlich hätte er den hoch aufgeschlossenen Philip Schmidt in der Deckung länger auf den Hastedter Torjäger Marcel Wrede ansetzen können. Doch Schmidt selbst war im Angriff nicht die große Zugnummer gewesen. Und dessen „Ersatz“ Steven Hinrichs langte in der Offensive elf Mal erfolgreich zu, wobei der wiederum in der Deckung unübersehbare Schwächen hatte. Es hatte also etwas von der allseits bekannten Wahl zwischen der Pest und der Cholera.

Abwehrchef angeschlagen

„Für einen ständigen Wechsel zwischen den beiden in Angriff und Abwehr war wiederum das Spiel zu schnell“, konstatierte der SVGO-Spielertrainer, was die 85 Tore binnen 60 Spielminuten klar belegten. Hinzu kam der Ausfall seines Abwehrchefs Adrian Rüttjerott, der im Spiel in zwei wichtigen Phasen verletzungsbedingt auf der Reservebank behandelt werden musste.

Nicht alle Zuschauer in der Halle an der Sperberstraße fanden an den ständigen Treffern im 42 Sekunden-Rhythmus in der äußerst hektischen Partie ihren Gefallen. Das galt jedoch nicht für die Treffer des Linksaußens Felix Fuchs, der seine Tore mehrfach fast aus dem äußersten Hallenwinkel erzielte. So manches Mal mit sehenswertem Heber.

Aber auch er zeigte in der Defensive so manche Defizite. Da hätten die Gelb-Blauen im Spiel nach vorne vielleicht einfach nur einmal das Tempo herausnehmen oder auch nur die Flüchtigkeitsfehler und Abschlussschwächen verringern müssen.

Im ersten Durchgang hatte der Gastgeber den Ton angegeben, der durch den Treffer von Björn Bischof mit 9:5 in Führung gegangen war. Die Gäste versuchten, diesen guten Rhythmus mit einer Auszeit nach neun Minuten zu stören. Das gelang ihnen bis zur 23:21-Halbzeitführung der Hausherren aber nur bedingt.

Nach dem Seitenwechsel entglitten dem SVGO-Coach schließlich alle Gesichtszüge. Die Abwehr seiner Mannschaft funktionierte noch weniger als der elektronische Spielbericht, der aufgrund von technischen Aussetzern diesmal in althergebrachter Form per Papier geführt werden musste.

Binnen viereinhalb Minuten drehte die Oberliga Reserve den Spieß zum 28:24 um und gab die Führung bis zum Schluss nicht mehr ab. „Unsere zweite Hälfte war eine mittelschwere Katastrophe, da gab es in der Abwehr überhaupt keine Gegenwehr mehr“, maulte Holger Langer. Seine beiden Torhüter nahm er jedoch ausdrücklich in Schutz: „Sie trifft keine Schuld, sie haben sogar noch einige freie Dinger gehalten.“

SV Grambke-Oslebshausen: Bödeker, Mühlbauer; Feldermann (1), P. Hinrichs (5), Fuchs (9/1), Rüttjerott (3/1), Langer (2), S. Hinrichs (11), Hägermann, Hergert (3), Bischof (5), Schmidt (1), Ark, Kraft.


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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...