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SV Grambke-Oslebshausen kann nach 40:30-Sieg über Delmenhorst II am Sonnabend den Landesliga-Klassenerhalt perfekt machen
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Paukenschlag im Abstiegskampf bringt Platz elf

Olaf Kowalzik 02.05.2019 0 Kommentare

Handball SV Grambke-Oslebshausen
Der dreifache Torschütze Melvin Bülow feierte mit dem SV Grambke-Oslebshausen einen enorm wichtigen 40:30-Heimsieg über die HSG Delmenhorst II. (OLAF KOWALZIK BREMEN +494216447123 und Olaf Kowalzik, Olaf Kowalzik)

Er erlebte einen klaren 40:30 (20:20)-Heimsieg seines Teams über die niedersächsische Oberliga-Reserve, dank dem die Gelb-Blauen in der Tabelle auf den elften Rang kletterten.

Nicht nur das, der zweite Heimsieg in Folge versetzt die Gelb-Blauen in die glänzende Lage, den direkten Klassenerhalt schon am kommenden Sonnabend zu Hause gegen den Sechsten HSG Stuhr in trockene Tücher wickeln zu können (18 Uhr, Sperberstraße). Ihnen würde es aufgrund der um 121 Treffer besseren Tordifferenz genauso genügen, wenn der Vorletzte, SV Beckdorf II, in den finalen beiden Partien auch nur zwei Punkte abgäbe.

„Das war für uns ein unglaublich wichtiger Erfolg“, sagte Marcel Hägermann. In der Halbzeitpause schwoll sein Hals in der Kabine aber noch derart genervt an, dass er seinen Spielern die gezeigten Schwächen nur so lauthals um die Ohren pfefferte. Bis dahin hatten die Hausherren ihre Abwehr so desolat offen gezeigt, dass die Delmestädter oft ungehindert zum Wurf kamen. Im Angriff suchte das Hägermann-Team wiederum viel zu schnell den Torabschluss und vergaß dabei, häufiger über die Außenpositionen abzuräumen. Die 40 Tore, auf beiden Seiten 20, sprachen in den ersten 30 Spielminuten für sich.

Das Wachrütteln durch den Coach verfehlte seine Wirkung nicht. „Der Vorteil war, dass meine Mannschaft mich bis dahin noch nicht von dieser Seite kennengelernt hat“, erklärte der normalerweise ruhige und besonnene Hägermann. Einen kleinen Anschubser gab es aber auch vom überforderten Gespann an der Pfeife, das – im Gegensatz zum ersten Durchgang – nun unbewusst den SV Grambke-Oslebshausen etwas mehr protegierte.

Trotzdem dauerte es bis zur 40. Spielminute, ehe die Gelb-Blauen dem Tabellensiebten allmählich davonliefen. Los ging es mit dem frisch eingewechselten Steven Hinrichs, der nach seiner sechsstündigen Urlaubsrückreise aus Dänemark erstmals auf das Linoleum durfte. Der linke Rückraumspieler wurde bei seinem Durchbruchsversuch sofort siebenmeterreif gefoult, woraufhin sich Igor Hergert diese Chance vom Punkt nicht entgehen ließ. Bei seiner nächsten Angriffsaktion hatte der Linkshänder Hergert dann das Glück, dass die Neerstedter Unparteiischen beim angezeigten Zeitspiel nicht bis Sechs zählen konnten, sodass er nach der eigentlich nicht mehr erlaubten achten Ballstation von Halbrechts zum 27:24 traf. Anschließend legte Pascal Hinrichs zwei weitere Treffer zum beruhigenden 29:24-Vorsprung nach (45.).

In der Folgezeit ließ die besser gewordene Grambker Abwehr in Zusammenarbeit mit dem stärker haltenden Schlussmann Bastian Entelmann nur noch sechs Gegentore zu. „Da haben wir auch so verteidigt, wie es sich gehört“, lobte Marcel Hägermann seine Defensivreihe. Verständlich, denn die hatte die Zahl der Gegentreffer im Gegensatz zum ersten Durchgang glatt halbiert. „Vor allem aber haben wir im Abstiegskampf noch einmal ein richtiges Statement abgegeben“, bilanzierte der SVGO-Coach hocherfreut.

Dadurch blieb ihm auch noch Zeit zum Testen einer neuen Taktik: Hägermann nahm bei einer HSG-Zeitstrafe seinen Torwart Bastian Entelmann vom Feld und schickte an dessen Stelle mit dem Kreisläufer Dennis Behrmann einen siebten Angreifer auf das Feld. „Das trainieren wir in lockerer Folge seit etwa zwei bis drei Monaten, jetzt war es reif für den Praxiseinsatz“, verriet der SVGO-Coach.

SV Grambke-Oslebshausen: Mulinski, Entelmann; Feldermann (2), P. Hinrichs (8/3), Bülow (3), Pfeiffer (4), Arkulary (1/1), Rüttjerott, F. Hinrichs, S. Hinrichs (2), Götz (4), Hergert (11/2), Behrmann (1), Schmidt (4).


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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...