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Gipfeltreffen nach WM-Debakel
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Rückendeckung für Löw und Bierhoff

Andreas Schirmer und Eric Dobias 21.08.2018 0 Kommentare

DFB-Präsident Reinhard Grindel (l.) und DFL-Präsident Reinhard Rauball präsentieren sich nach dem Gipfeltreffen zum WM-Debakel symbolisch geschlossen.
DFB-Präsident Reinhard Grindel (l.) und DFL-Präsident Reinhard Rauball präsentieren sich nach dem Gipfeltreffen zum WM-Debakel symbolisch geschlossen. (Arne Dedert/dpa)

Der gemeinsame Auftritt von Reinhard Grindel und Reinhard Rauball nach dem dreistündigen Krisengipfel mit Bundestrainer Joachim Löw und Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff hatte Symbolcharakter. Seite an Seite standen der in die Kritik geratene DFB-Boss und der Liga-Präsident am Dienstag vor der DFL-Zentrale in Frankfurt und dokumentierten damit den nach Wochen der gegenseitigen Vorwürfe vollzogenen Schulterschluss. "Wir haben Joachim Löw und Oliver Bierhoff das Vertrauen ausgesprochen", verkündete Rauball als wichtigstes Ergebnis des Treffens.

Löw und Bierhoff können beim Neubeginn nach dem WM-Debakel also auf die Rückendeckung der Bundesliga bauen. "Es war wichtig, dass wir in diesem Kreis zusammengekommen sind. Auch wenn der Anlass kein schöner war", sagte Rauball und lobte die breit gestreute Diskussion, bei der Löw und Bierhoff ihre Pläne für den Turnaround dezidiert vorgetragen hätten. "Ich glaube, es hat sich gelohnt", meinte Rauball. Ähnlich empfand es Grindel. "Der DFB und die DFL ziehen an einem Strang", stellte der DFB-Präsident zufrieden fest. "Das war der intensivste Austausch, den wir in der jüngeren Vergangenheit gehabt haben. Wir waren noch nie so eng zusammen."

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Details trugen die Protagonisten nicht vor, schließlich wollen Löw und Bierhoff an diesem Freitag erst noch dem DFB-Präsidium konkrete Schritte in der Zukunft mitteilen, ehe am 29. August auch die Öffentlichkeit darüber informiert werden soll.

Die grobe Linie ist aber klar. Alle Beteiligten an dem Treffen waren sich darin einig, dass künftig die Trainerausbildung, die Nachwuchsleistungszentren und alle Nachwuchsmannschaften unterhalb der erfolgreichen U21 gestärkt werden müssen. "Da haben wir Sorge, schließlich müssen wir schon an die WM 2022 und die Europameisterschaften 2020 und 2024 denken", sagte Rauball. Dies habe auch Löw in seinem Vortrag deutlich gemacht. "Wir brauchen wieder echte Spezialisten auf manchen Positionen", sagte der Bundestrainer.

Löw: "Wir brauchen wieder echte Spezialisten"

Er war um 13.51 Uhr gemeinsam mit Grindel in einer schwarzen Limousine vor der DFL-Zentrale vorgefahren. Zuvor hatten sich dort bereits Topfunktionäre wie Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, Bayer Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler und Schalkes Sportvorstand Christian Heidel eingefunden. Ein klares Zeichen, wie wichtig der Liga ein Neubeginn ist.

Schließlich hatten etliche Vereinsvertreter zuletzt heftige Kritik an der Aufarbeitung des WM-Debakels und der Foto-Affäre von Ilkay Gündogan und Mesut Özil mit dem türkischen Präsidenten Erdogan geübt. Die Bundesliga fürchtet, dass ein Imageschaden der Nationalmannschaft auch auf sie abstrahlt und damit für Werbeverluste sorgen könnte.

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Deshalb wurden nun gemeinsame Anstrengungen verabredet, um den deutschen Fußball wieder auf Weltniveau zu bringen. So soll künftig die Kommunikation zwischen DFB und DFL optimiert werden. Beide Dachorganisationen vereinbarten in absehbarer Zeit ein weiteres Treffen in gleicher Besetzung, um konkrete Felder für eine intensivere Zusammenarbeit zu identifizieren und Verbesserung zu beschließen.

Unterdessen hat Jürgen Klopp Unverständnis für die Kritik von Philipp Lahm an Löw geäußert. "Wenn du das zu sagen hast, dann fahr da hin oder ruf einen an und sag es ihnen", sagte Klopp. "Sprich nicht über deine Nationalmannschaft, als wärst du da nie gewesen. Das verstehe ich nicht." Lahm hatte indirekt Löws Führungsstil bemängelt und vom Bundestrainer "eine Kultur strafferer, klarerer Entscheidungen" gefordert.

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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?