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Kohlschreiber mit Mühe
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Tennis-Herren führen beim Davis Cup gegen Ungarn 2:0

01.02.2019 0 Kommentare

Erleichterung
Nach der Zitterpartie erst einmal abklatschen: Philipp Kohlschreiber (l) jubelt mit Boris Becker. Foto: Arne Dedert (Arne Dedert / dpa)

Nach der knapp abgewendeten blamablen Niederlage pustete Philipp Kohlschreiber erst einmal kräftig durch und klatschte erleichtert mit Boris Becker ab.

Deutschlands bester Tennisspieler Alexander Zverev siegte anschließend sicher in zwei Sätzen und nahm seinen erwartbaren Erfolg routiniert hin. Der deutschen Davis-Cup-Auswahl fehlt im Duell mit dem krassen Außenseiter Ungarn nur noch ein Sieg zum Erreichen der Finalrunden-Premiere. Trotz des Zitterns des Routiniers Kohlschreiber hat der Gastgeber am Eröffnungstag der zweitägigen Begegnung in Frankfurt am Main die 2:0-Führung geschafft.

Poblemlos
Alexander Zverev besiegte den Ungarn Peter Nagy klar in zwei Sätzen. Foto: Arne Dedert (Arne Dedert / dpa)

Ein schwacher Auftritt von Kohlschreiber ließ die deutsche Auswahl am Freitag zunächst lange bangen, ehe der erkämpfte 6:7 (6:8), 7:5, 6:4-Erfolg gegen den Weltranglisten-371. Zsombor Piros feststand. „Einen Alptraum war es auf keinen Fall“, sagte der Weltranglisten-32. nach seinem enttäuschenden Auftritt und gab zu, „unglaublich nervös“ gewesen zu sein: „Man muss nicht darüber reden, dass ich nicht meinen besten Tag hatte, aber ich habe ein großes Kämpferherz gezeigt.“

Die deutsche Nummer eins Zverev gewann anschließend ungefährdet mit 6:2, 6:2 gegen Peter Nagy. „Ich war der Favorit. Ich wusste, wenn ich mein Spiel spiele, habe ich eine gute Chance zu gewinnen. Ich habe gut aufgeschlagen und die Konzentration gehalten“, bilanzierte Zverev.

Führung
Philipp Kohlschreiber hat sich im ersten Einzel gegen den Ungarn Zsombor Piros durchgesetzt. Foto: Arne Dedert (Arne Dedert / dpa)

Das Doppel am Samstag (12.00 Uhr/DAZN) kann das Weiterkommen bereits perfekt machen. Das nominierte Duo Jan-Lennard Struff und Tim Pütz ist in drei gemeinsamen Davis-Cup-Doppeln noch unbesiegt.

Dass anders als bisher nur über zwei Gewinnsätze gespielt wurde, sei für ihn „komisch“ gewesen, sagte Kohlschreiber. Die neue Regelung ist ein Ergebnis der umfangreichen Reform des Nationen-Wettbewerbs. Als Folge dessen zieht der Sieger dieser Auftaktrunde auch nicht wie bislang ins Viertelfinale ein, sondern erreicht die neu geschaffene Endrunde vom 18. bis 24. November in Madrid.

Die Favoritenrolle war in diesem Duell der deutschen Topbesetzung gegen die ersatzgeschwächten Ungarn klar vergeben. An dem Gesamterfolg der Gastgeber hatte eigentlich schon nach der Nominierung keine Zweifel mehr bestanden. Doch Kohlschreiber erwischte vor 5000 Zuschauern in der Frankfurter Fraport Arena einen schlechten Start und zeigte eine enttäuschende Leistung. Im zweiten Satz musste er ein 1:3 wettmachen und war bei 4:5 nur zwei Punkte vor einer völlig unerwarteten Pleite entfernt.

Piros überraschte den Augsburger mit seiner Spielweise insbesondere zu Beginn. Der Junioren-Sieger der Australian Open von 2017 spielte frei auf, agierte mutig und rückte mehrfach erfolgreich ans Netz vor. Kohlschreiber fehlte die Länge in den Grundschlägen.

Es sei nicht die Angst vor der Blamage gewesen, sagte der erfahrenste Spieler des deutschen Teams. „Es sind einfach die Emotionen, die man im Davis Cup entwickelt. Dann kommt die Nationalhymne, Gänsehaut, und auf einmal steckt ein kleiner Schweinehund in dir, der dich zurückhalt, nicht so klar denken lässt.“

Der Weltranglisten-Dritte Zverev war in seinem ersten Auftritt nach seinem Achtelfinal-Aus bei den Australian Open wenig gefordert. Der Hamburger beherrschte den 26-jährigen Nagy von Beginn an - wie es erwartet worden war: Nagy wird momentan nicht in der ATP-Weltrangliste geführt. Wenigstens diese Partie lief wie geplant. (dpa)


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Leserkommentare
suziwolf am 23.10.2019 06:43
„Aaaah“ „oooh“ sagt der/die Feuerwerker*in Sylvester 2019
💫💥☄️

„Uuuuh“ sagt die Umwelthilfe ...

Es sollte für‘s ...
rakase am 23.10.2019 03:13
Den grundsätzlichen Ärger über zugeparkte Strassen kann ich ja voll und ganz nachvollziehen, auch wir müssen teilweise ganzjährig einen Kilometer zum ...