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Deutscher Tischtennis-Pokal
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Werder ist stolz - und hofft auf bessere Zeiten

Jörg Niemeyer 07.01.2019 0 Kommentare

Die Freude über die Silbermedaille hielt sich bei den Werderanern unmittelbar nach dem verlorenen Pokalfinale noch in Grenzen (von links): Bastian Steger, Trainer Cristian Tamas, Teamchef Sascha Greber, Hunor Szöcs, Sportphysiotherapeut Timo
Die Freude über die Silbermedaille hielt sich bei den Werderanern unmittelbar nach dem verlorenen Pokalfinale noch in Grenzen (von links): Bastian Steger, Trainer Cristian Tamas, Teamchef Sascha Greber, Hunor Szöcs, Sportphysiotherapeut Timo Grauerholz (fast verdeckt), Gustavo Tsuboi und Florent Lambiet. (Benjamin Lau)

Vielleicht ist es ganz gut, dass die Endrunde um den deutschen Tischtennis-Pokal mitten hinein in die Bundesliga-Saison fällt. Viel Zeit zur Trauer hatte der SV Werder jedenfalls nicht. Schon am Montag zog wieder der Alltag ein – nach einem turbulenten Sonnabend in Ulm, der für die Bremer trotz des 1:3 im Endspiel gegen TTF Ochsenhausen ein erfolgreicher Tag war. Das ist auf dem Foto, das Spieler und Mannschaftsverantwortliche mit der Silbermedaille um den Hals zeigt, zwar nicht unbedingt zu erkennen, war aber in allen Gesprächen nach dem Final-Four-Turnier herauszuhören.

„Für unser Selbstvertrauen nach vielen Niederlagen in der Meisterschaft war die Endrunde sehr gut“, sagte Trainer Cristian Tamas am Montag nach dem Vormittagstraining. „Wir haben gezeigt, dass wir eine intakte Mannschaft haben und doch noch gut spielen können.“ Endlich hatten die Werderaner ihre starken Trainingsleistungen mal im Wettkampf bestätigen können. Schließlich verlor das Team nachmittags gegen Ochsenhausen ja nicht nur ein Finale, sondern hatte vormittags erst einmal ein Halbfinale gegen den ASV Grünwettersbach gewonnen. Was angesichts der Ergebnisse in der jüngeren Vergangenheit keineswegs selbstverständlich war.

Spannungsgeladene Atmosphäre

Doch die Art, wie sich die Bremer den 4020 Zuschauern in Ulm präsentierten, lässt schon für das Heimspiel am kommenden Sonntag (15 Uhr) gegen den 1. FC Saarbrücken einiges erwarten. „Man sollte aber nicht ausblenden, dass wir nur einen Tag wirklich gut gespielt haben“, dämpfte Tamas die Hoffnungen, dass sein Team nun über den Tabellenvierten hinwegrollen würde. Andererseits sind der Trainer und auch Teamchef Sascha Greber überzeugt, dass die Mannschaft nach diesem Pokal-Erlebnis auch in der Meisterschaft noch Boden gutmachen wird.

Einen derart ereignisreichen und anstrengenden Tag dürfte Werder so schnell nicht wieder erleben. Denn die spannungsgeladene Atmosphäre in der Ratiopharm-Arena, für die die Bremer Akteure mit ihren überragenden Vorstellungen mitverantwortlich waren, war nur Teil des sportlichen Programms. In dem bestrafte sich Werder mit zunehmender Spieldauer gegen Ochsenhausen fatalerweise quasi noch selbst: Die Norddeutschen drohten ihren Heimflug ab München zu verpassen, weil die winterlichen Straßenverhältnisse eine störungsfreie Fahrt nicht zuließen.

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Werders Pech: Das Team tat alles, um im Rennen um den Pokalsieg zu bleiben. Doch mit jedem Ballwechsel mehr sank die Chance, das Flugzeug noch zu bekommen. Hätte Gustavo Tsuboi seine Glanzleistung gegen Simon Gauzy mit dem Erfolg zum zwischenzeitlichen 2:1 gekrönt, wäre seinem Team zumindest der Reisestress in dieser Form erspart geblieben. Allerdings: Statt mit dem Flugzeug ab München hätten die Bremer am späten Abend die Heimfahrt mit dem Auto ab Ulm antreten müssen. Eine Vorstellung, die Cristian Tamas am Montag noch fürchterlich fand.

Erst die Finalniederlage gegen Ochsenhausen und dann eine stundenlange Rutschpartie gen Norden: Das wäre die Höchststrafe für Werder geworden. Wobei auch schon die gut zwei Stunden Hoffen und Bangen zwischen Ulm und Münchener Flughafen schlimm genug waren. Ironie des Abends: Nachdem die Werderaner buchstäblich in allerletzter Minute ihr Auto zurückgegeben und die Kontrollen pünktlich passiert hatten, wurde ihr Flug um eine Stunde nach hinten verschoben.


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Leserkommentare
hopfen am 21.10.2019 11:38
Ein sehr gutes Beispiel dafür wie realitätsfern Politiker inzwischen sind. Würden alle fast identische Ferienzeiten bekommen, würde das absolute ...
admiral_brommy am 21.10.2019 11:29
Zitat: ".....und die Behörden lehnen seinen Asylantrag ab. "

Ausreisepflichtig scheint er aber nicht zu sein. Warum?
Warum ...