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Schach-Bundesliga
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Werder ohne Siegchance

Andreas Calic 12.03.2018 0 Kommentare

Guter Auftritt: Werders Luke McShane trotzte Ex-Weltmeister Viswanathan Anand ein Remis ab.
Guter Auftritt: Werders Luke McShane trotzte Ex-Weltmeister Viswanathan Anand ein Remis ab. (Frank Koch)

Bremen. In der sechsten Doppelrunde der Schach-Bundesliga bekam es Werder Bremen mit der SG Speyer-Schwegenheim und dem hohen Favoriten OSS Baden-Baden zu tun. Während es gegen die abstiegsgefährdeten Pfälzer auch ohne Bestbesetzung zu einem hohen 6:2-Sieg reichte, verloren die Grün-Weißen fast ebenso hoch mit 2,5:5,5 gegen den sensationell besetzten badischen Seriensieger.

Gegen die gastgebende SG Speyer-Schwegenheim erwischten die Werderaner zunächst einen guten Start. Bereits im neunten Zug beging Wouter Spoelmans junger Gegner am fünften Brett einen groben Eröffnungsfehler, den der Großmeister zu einem energischen Powerplay ausnutzte und mit einem unwiderstehlichen Mattangriff krönte. Nach zwei farblosen Remisen von Alexander Markgraf (Brett 7) und Jugendspieler Spartak Grigorian (Brett 8) verlor Jan Werle an Brett sechs. Als Folge einer zu optimistisch vorgetragenen Holländischen Eröffnung laborierte er sowohl an einer Schwäche seiner dunklen Felder als auch an einer unsicheren Königsstellung, die ihm noch vor der ersten Zeitkontrolle gänzlich aus den Händen glitt.

Gegner mit historischem Elo-Schnitt

An Brett vier landete Zbynek Hracek mit einem kraftvoll und elegant wirkenden Auftritt seinen dritten Sieg in Folge. Alexander Areshchenkos Gegner lief derweil am ersten Brett in einer komplett ausgeglichenen Stellung in ein Matt hinein. Schließlich demonstrierten sowohl Luke McShane (Brett  2) in einem reinen Springer- als auch Zahar Efimenko an Brett drei in einem Leichtfigurenendspiel ihre überlegene Schachtechnik. Am Ende stand ein standesgemäßer 6:2 Sieg. 

Tags darauf hatten die Werderaner gegen Baden-Baden indes einen schweren Stand. Nicht nur, dass sie auf ihren kurzfristig erkrankten Topscorer Daniil Dubov verzichten mussten; der Deutsche Meister reiste auch noch mit sage und schreibe acht Spielern mit einer Elo-Zahl von über 2700 an. Der Stachel nach der Niederlage gegen Solingen in der letzten Runde saß offenbar tief. Gegen diese historisch zu nennende Mannschaft, die einen Elo-Durchschnitt von 2743 aufwies (Werder: 2564), gab es für die Grün-Weißen nichts zu holen. Zwar konnten sowohl Areshchenko gegen die Nummer sechs der Welt, den Franzosen Maxime Vachier-Lagrave, als auch Efimenko gegen den mehrfachen russischen Meister Peter Svidler jeweils mit Schwarz remisieren. Und auch Hracek gegen Radoslaw Wojtaszek (Nummer 20 der Welt) sowie McShane gegen Ex-Weltmeister Viswanathan Anand erspielten jeweils ein Unentschieden, sodass es zwischenzeitlich 2:2 stand. Doch dann erwiesen sich die Badener an den hinteren Brettern als zu stark.

Werle musste gegen Paco Vallejo Pons schwerblütigen Igelaufbau seine zweite Niederlage an diesem Wochenende hinnehmen, und Markgraf erhielt für seinen gegen Etienne Bacrot geopferten Bauern keine ausreichende Kompensation. Etwas unnötig war die Niederlage des Jugendspielers Spartak Grigorian gegen Arkadij Naiditsch, denn der 19-Jährige hatte gegen den Weltklassespieler mutig einen Springer geopfert, was ihm zwei verbundene Freibauern und eine aussichtsreiche Stellung einbrachte. Allerdings übersah er in der Folge ein Gegenopfer, welches zu einem entscheidenden Königsangriff führte. Immerhin hielt Spoelman ein leicht schlechteres Endspiel gegen Englands Nummer eins Michael Adams noch zu einem Remis.

Aufgrund des besseren Brettpunktverhältnisses wurde Bremen (18:6) in der Tabelle nun vom punktgleichen SV Hockenheim überholt. Bei der zentralen Endrunde in Berlin (29.4. bis 1.5.) müssen die Hockenheimer allerdings noch gegen Baden-Baden antreten, sodass Werder, das dort auf Dresden, Mühlheim und Berlin trifft, weiterhin gute Chancen auf den dritten Platz hat.


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Leserkommentare
peteris am 21.10.2019 17:36
Der Erdteil Afrika ist so groß, da passt Europa zig mal rein.

Es fallen dort nicht überall den Menschen Bomben auf den Kopf. ...
tommi24 am 21.10.2019 17:33
Das Klimapaket ist geschnürt!

Sprit und Strom werden teurer! Ein Erfolg sondergleichen!