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Handball-Landesliga: Erstarkter SV Grambke-Oslebshausen muss sich TuS Sulingen mit 25:28 beugen
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Zum Neuanfang fehlt nur ein Sieg

Olaf Kowalzik 29.11.2018 0 Kommentare

Handball SV Grambke-Oslebshausen
Steven Hinrichs traf gegen Sulingen sechs Mal, musste sich mit Grambke-Oslebshausen aber mit 25:28 geschlagen geben. (OLAF KOWALZIK BREMEN +494216447123 und Olaf Kowalzik, Olaf Kowalzik)

Ein Festival war die 25:28 (11:12)-Heimniederlage der Gelb-Blauen gegen die Sulestädter dann aber zumindest ergebnistechnisch noch nicht.

Nervös war der vom Co-Trainer zum Chefcoach beförderte 29-Jährige im Vorfeld gewesen, nachdem sich der SVGO-Handballvorstand kurzfristig von seinem Vorgänger Holger Langer ausdrücklich „im beiderseitigen Einvernehmen“ getrennt hatte. „Ich hatte die Nacht vor meiner Heimpremiere schlecht geschlafen“, verriet der Schwarzschopf. Umso wichtiger war es, dass er sich vor dem Spiel in aller Seelenruhe die Beine bei einem Spaziergang mit seiner Frau Pia und Töchterchen Larissa vertreten hat. Denn das beruhigte seinen hochgeschnellten Puls ungemein und ließ ihn an der Seitenlinie zumindest ausgeglichen erscheinen. Mit den vielen Gesprächen binnen zwei Tagen brachte er auch seine Mannen nach 1:13 Punkten in Folge wieder mental auf Vordermann.

Handball SV Grambke-Oslebshausen
Marcel Hägermann (OLAF KOWALZIK BREMEN +494216447123 und Olaf Kowalzik, Olaf Kowalzik)

Für den Rest sorgte die Botschaft des zweiten Abteilungsvorsitzenden Thorsten Draeger, der dem Team mit diesem Wechsel keine weiteren Ausreden mehr gestattete. „Wir erwarten von den Spielern jetzt eine Reaktion, dass sie sich zusammenreißen und Vollgas geben werden“, betonte er vor dem letzten Heimspiel des Jahres. Was auch immer der Brustlöser war, es schien zu fruchten, denn der Gastgeber kämpfte vor allem in der Abwehr so gut wie schon lange nicht mehr.

 „Wenn da einer Hilfe brauchte, bekam er die sofort vom Nebenmann“, lobte der neue SVGO-Coach die gegenseitige Unterstützung in der Deckung. Die Hilfestellung aus der zweiten und dritten Mannschaft sowie der A-Jugend sorgte sogar erstmals in dieser Saison für eine randvolle Ersatzbank.

„Wir unternehmen alles, um unser Aushängeschild in dieser Spielklasse zu halten“, gab Thorsten Draeger zu Protokoll. Deshalb hatte er sich mit den Verantwortlichen aller vier Herrenmannschaften an einen Tisch gesetzt, die ihm zusagten, dass sie alle an einem Strang ziehen und sich gegenseitig unterstützen wollen.

Was dem SV Grambke-Oslebshausen gegen Sulingen trotzdem fehlte, war eine adäquate Alternative für Nino Feldermann auf der Angriffsmitte. „Den hätte ich genauso gut auch auf Linksaußen gebraucht“, sagte Marcel Hägermann, zumal Johannes Hanke dort recht blass geblieben war. Er versuchte es zwischenzeitlich mit Steven Hinrichs am Regiepult, den er jedoch genauso dringend als Torjäger auf eine der beiden Halbpositionen benötigte.
Nichtsdestotrotz lieferten sich die beiden Klubs bis zum Abpfiff einen spannenden Schlagabtausch. „Wir waren nahe dran, aber am Ende fehlte uns der kühle Kopf“, analysierte Marcel Hägermann treffend, schließlich war es die Summe der kleinen Fehler, durch die sich der stark abstiegsgefährdete Gastgeber das achte sieglose Spiel am Stück einhandelte (1:15 Punkte).

Als der SVGO das Blatt nach dem 18:19 durch die Tore von Steven Hinrichs, Dennis Behrmann und Igor Hergert zum 21:19 wendete, war die Hoffnung geweckt (46.). Vier Minuten später folgte Ernüchterung (21:22). Verheerend wurde es für den SVGO nach dem 23:23 von Steven Hinrichs, als die Hausherren ausgerechnet in Überzahl zwei Gegentore zum 23:25 kassierten. Beim 25:27 ging der Gastgeber 58 Sekunden vor Schluss zur offenen Manndeckung über, kam in Ballbesitz und ließ sich trotzdem noch den Konter zum 25:28 einschenken.

In den nächsten zehn Wochen müssen die Gelb-Blauen, beginnend mit dem Auftritt am Sonnabend um 17.15 Uhr bei der stark aufstrebenden HSG Delmenhorst II (5:1 Punkte in Folge), fünfmal am Stück auswärts antreten.

Weil ihnen im Dezember aufgrund von einigen Veranstaltungen in der Sperberstraße kaum Hallenkapazitäten zur Verfügung stehen. Das ist richtig schade, „da wir gerade jetzt die Unterstützung der heimischen Trommler und das eigene Publikum im Rücken brauchen“, meint Marcel Hägermann.

SVGOrkulary (2) , Rüttjerott, Hinrichs (6), Hergert (4/2), Dunker (3), Götz (1), Hanke, Behrmann (3), Schmidt (3)


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Leserkommentare
heinmueckausbremerhaven am 21.10.2019 20:47
Es gibt nur eine Chance wieviel Artikel beschrieben. Und jetzt schwindet mit dem Artikel von Stefan Rahmstorf das Argument, dass die BRD nur für ...
Bremen99 am 21.10.2019 20:41
Das Parken in Wild-West-Manier rund um den Freimarkt hat Tradition. Vor über 40 Jahren konnte man auch schon regelmäßig beobachten wie dreiste ...