Bundestagswahlen 2021

"Große Koalition ist beendet"

Politiker aus dem Wahlkreis 28 äußern sich zum Wahlausgang und nennen die von ihnen favorisierten Koalitionen für Berlin.
27.09.2021, 16:29
Lesedauer: 3 Min
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Von Tobias Hensel Jochen Brünner Gerwin Möller

Als am Sonntag um Punkt 18 Uhr die ersten Prognosen über die Bildschirme flimmerten, war die SPD-Kandidatin Susanne Mittag wenig euphorisch. Gemeinsam mit ihren Genossen beobachtete sie das Einlaufen der Hochrechnungen auf der Wahlparty ihrer Partei im Riva unweit des Bahnhofs Delmenhorst. Die rund 50 Gäste blickten bangen Mutes auf den Fernseher. Allerdings sollte sich die Stimmung in den kommenden Stunden wenden. Um 18.25 Uhr begrüßte Lars Konukiewitz als Vorsitzender der Delmenhorster Sozialdemokraten die Anwesenden und stimmte auf einen langen Abend ein: "Es wird spannend." Und Susanne Mittag war sich zu der Zeit schon sicher, dass ihre Anhänger zu späterer Stunde noch Grund zum Jubeln bekommen würden. Zwei Stunden später stand fest, dass die SPD nach zwölf Jahren den Wahlkreis 28, der neben Delmenhorst auch noch die Landkreise Oldenburg und Wesermarsch umfasst, zurückerobern würde. Und Susanne Mittag war plötzlich mehr als euphorisch: "Ein herrliches Ergebnis." Sie habe bereits im Wahlkampf festgestellt, dass sich die Menschen, mit denen sie gesprochen habe, nach einem Wechsel sehnten: "Man muss nur eine Alternative vorstellen, wie es auch funktionieren könnte. Viele haben schon nicht mehr daran geglaubt, waren aber über das ‘Weiter so’ müde geworden." Deshalb wünscht sich Mittag auch keine Fortsetzung einer großen Koalition, auch wenn diese möglicherweise unter Führung der Sozialdemokraten gebildet werden könnte: "Die CDU hat den Koalitionsvertrag in der Vergangenheit an entscheidenden Punkten immer wieder gebrochen", sagte Mittag dem DELMENHORSTER KURIER und übte gleichzeitig scharfe Kritik an der FDP: "Die sollen sich nicht einbilden, Königsmacher zu sein." Konukiewitz hofft nun auf das Verhandlungsgeschick von Olaf Scholz, denn seines Erachtens würden Grüne und FDP in jedem Fall der nächsten Bundesregierung angehören.

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