Knapp 600 Teilnehmer küren an diesem Wochenende beim Bundesschützenfest in Adelheide ihre Majestäten Alleinstellungsmerkmal für die Region

Die Ganderkeseer Schützen starten traditionell mit dem Saisonhöhepunkt ins neue Jahr. Knapp 600 Schützen aus den elf Mitgliedsvereinen des Ganderkeseer Schützenbundes, dem auch die Schützenvereine aus den Delmenhorster Stadtteilen Adelheide und Annenheide angeschlossen sind, treffen sich an diesem Wochenende auf der Schießanlage des Schützenvereins Adelheide, um die neuen Bundesmajestäten zu küren.
04.05.2013, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Jochen Brünner

Die Ganderkeseer Schützen starten traditionell mit dem Saisonhöhepunkt ins neue Jahr. Knapp 600 Schützen aus den elf Mitgliedsvereinen des Ganderkeseer Schützenbundes, dem auch die Schützenvereine aus den Delmenhorster Stadtteilen Adelheide und Annenheide angeschlossen sind, treffen sich an diesem Wochenende auf der Schießanlage des Schützenvereins Adelheide, um die neuen Bundesmajestäten zu küren.

Ganderkesee. "Das Bundesschützenfest ist eine Veranstaltung, um die uns inzwischen viele Vereine in der Region beneiden", sagt Heino Brackhahn, Präsident des Ganderkeseer Schützenbundes. Denn das Treffen der elf Mitgliedsvereine, das an diesem Wochenende der Schützenverein Adelheide ausrichtet, hat sich mit der Zeit zu einem Alleinstellungsmerkmal entwickelt. Brackhahn vermag auf Anhieb nicht einmal genau zu sagen, wo ein vergleichbares Ereignis stattfindet. Im Schützenkreis Delmenhorst können die Vereine ihre Scheiben für die entsprechenden Wettbewerbe zur Auswertung einreichen, und das Gemeindeschützenfest in Hude ist stets an ein anderes Schützenfest in der Gemeinde angekoppelt.

Die Schießwettbewerbe starten heute Mittag um 13 Uhr, wenn die Kinder- und Schülermannschaften sowie die Jugend-, Damen- und Freihandmannschaften ihre Majestäten küren. Der morgige Tag ist dann den Herren- und Altersmannschaften vorbehalten. Am Sonntag beginnen die Schieß-Wettbewerbe nach dem gemeinsamen Mittagessen und dem Festumzug um 13.45 Uhr. Insgesamt sind laut Brackhahn am Wochenende knapp 600 Schützen am Start: Das sorgt einerseits für einen engen Zeitplan, zum anderen aber auch für einen eindrucksvollen Umzug, den unter anderem der Spielmannszug Adelheide sowie der Musikzug Bookholzberg musikalisch umrahmen werden.

"Die Vereine brauchen mehr denn je aktive Leute, die die Tradition pflegen und das Schützenwesen immer wieder intensiv bewerben", sieht Brackhahn keine einfache Zukunft auf die Schützen zukommen. Wie man das erfolgreich anstelle, zeige sich am Beispiel des Schützenvereins Bürstel-Immer, in dem jährlich immer noch rund 80 Damen und 120 Herren um die Königswürden schießen würden. In diesem Zusammenhang freut sich der "Bundespräsident" auch über eine echte Premiere: Mit Inge Holschen gibt es erstmals in der 103-jährigen Geschichte des Schützenbundes in einem der Mitgliedsvereine eine weibliche Vorsitzende. Holschen führt seit dem vergangenen Jahr den Schützenverein in Hoyerswege.

Zwar verzichten die Organisatoren des Bundesschützenfestes inzwischen aus Kostengründen auf einen Ball sowie einen opulent gestalteten Festplatz, doch der Umzug und das Erbsensuppeessen haben die Tradition bis heute überdauert. Ohnehin steht der sportliche Wettkampf und das Prestige dabei noch etwas mehr als bei den regulären Schützenfesten in der Gemeinde im Vordergrund.

Die beginnen übrigens am Wochenende, 1./2. Juni, traditionell in Schönemoor. Es folgen die Schützenfeste in Annenheide (15./16. Juni), Ganderkesee (29./30. Juni), Bookholzberg und Hengsterholz-Havekost (beide 6./7. Juli), Hoyerswege (13. Juli), Grüppenbühren (20./21. Juli), Bürstel-Immer (27./28. Juli), Falkenburg (10./11. August), Urneburg (17. bis 19. August), Adelheide (24. bis 26. August) und Bergedorf (31. August/1. September).

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