Arbeitslosenzahlen für Delmenhorst

Arbeitsmarkt erholt sich

Durch Corona mussten viele Beschäftigte in Kurzarbeit gehen oder sich arbeitslos melden. In Delmenhorst entspannt sich die Situation aber allmählich wieder.
01.06.2021, 13:42
Lesedauer: 2 Min
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Arbeitsmarkt erholt sich
Von Björn Struß

Mit einer sinkenden Zahl der Arbeitslosen und weniger Menschen in Kurzarbeit ist auf dem Arbeitsmarkt in Delmenhorst ein Ende der Corona-Krise in Sicht. „Die Pandemie wird zwar auch noch weiter Einfluss haben – langsam erholt sich der Arbeitsmarkt aber", sagt Marc Brouwer, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Delmenhorst. Trotz Corona gebe es Beschäftigungsmöglichkeiten, mehr Menschen nähmen wieder die Erwerbstätigkeit auf. Im Mai lag die Arbeitslosenquote bei 10,4 Prozent. Sie ging im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte zurück, im Mai 2020 lag sie bei 11,1 Prozent. Das Vorkrisenniveau hat die Quote allerdings noch nicht erreicht, im Februar 2020 lag sie bei 9,5 Prozent.

Im Mai waren 3982 Männer und Frauen bei der Arbeitsagentur und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Zuzüglich der Menschen, die etwa in Fortbildungsmaßnahmen und Integrationskursen nicht mitgezählt werden, waren 5281 Delmenhorster ohne Arbeit. Die daraus berechnete Unterbeschäftigungsquote liegt bei 13,7 Prozent, vor einem Jahr lag sie bei 14 Prozent. Auch hier zeigt sich zum Vorkrisenmonat Februar 2020 ein deutlicher Unterschied. Damals lag die Unterbeschäftigungsquote bei 13,3 Prozent.

Die bessere Beschäftigungslage zeigt sich darin, dass immer weniger Unternehmen Kurzarbeit anmelden müssen. Im April und Mai waren es 30 Anzeigen für potenziell 290 Arbeitnehmer. In welchen Umfang das Instrument tatsächlich angewandt wird, zeigt sich erst zeitlich verzögert durch die Abrechnung des Kurzarbeitergeldes. Im April und Mai 2020 waren es noch 675 Anzeigen für bis zu 8.791 Beschäftigte. Endgültige Zahlen hat die Agentur für Arbeit für den November des vergangenen Jahres. Damals nutzen 257 Betriebe die Kurzarbeit, betroffen waren 1540 Menschen. Im Dezember waren es laut einer Hochrechnung noch mehr, nämlich 1800 Beschäftigte, die sich auf 306 Betriebe verteilten.

Mit Sorge betrachtet die Agentur für Arbeit die Entwicklung der Langzeitarbeitslosigkeit. Wer im März oder April 2020 durch Corona seinen Job verloren hat und noch keine neue Stelle finden konnte, erhält nun Arbeitslosengeld II, auch als "Hartz IV" bekannt. „Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, unterstützt die Arbeitsagentur gerade hier die Menschen mit ihren Beratungs- und Weiterbildungsangeboten", erklärt Geschäftsstellenleiter Marc Brouwer.
   

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