Eher verhaltener Zuspruch zum „Tag im Park“ des neu gegründeten Vereins „Grüner Planet“ Auf der Suche nach Mitstreitern und Ideen

Wildeshausen. Mit einem „Tag im Park“ für jeden, der Lust darauf hatte, hat sich der neu gegründete Verein „Grüner Planet“ am Sonnabendnachmittag auf der Burgwiese vorgestellt und um weitere Anhänger für seine Idee geworben. Rund um den Springbrunnen hatten die Mitglieder des „Grünen Planeten“ einiges zur Unterhaltung ihrer Gäste und einen Infostand aufgebaut.
17.08.2015, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Elfi Bultjer

Mit einem „Tag im Park“ für jeden, der Lust darauf hatte, hat sich der neu gegründete Verein „Grüner Planet“ am Sonnabendnachmittag auf der Burgwiese vorgestellt und um weitere Anhänger für seine Idee geworben. Rund um den Springbrunnen hatten die Mitglieder des „Grünen Planeten“ einiges zur Unterhaltung ihrer Gäste und einen Infostand aufgebaut. Auch die Konzertmuschel bezogen sie für die Idee eines schönen Tags im Park mit ein. Für freies Musizieren standen dort verschiedene Instrumente zur Verfügung, und ein Anlage berieselte die Gäste der Veranstaltung mit Musik.

Der „Grüne Planet“ ist seit etwa zwei Monaten im Vereinsregister eingetragen und hat schon einige Pläne für Aktivitäten. Unter den rund 20 Mitgliedern sind Spezialisten, die ihr Wissen und Können in Workshops und Kursen weitergeben wollen. In erster Linie möchte der Verein ein Netzwerk bilden, um politisch aktive Menschen in Wildeshausen zu unterstützen und ihnen eine Plattform zu bieten – so steht es in der Satzung.

„Politik verstehe ich in jedem alltäglichen Handeln“, erklärte der Vorsitzende Raphael Kein. „Beispiele dafür sehe ich beim Einkaufen. Dabei bezahle ich auch die Mehrwertsteuer, die die Politiker beschlossen haben. Oder wenn ich für den Mindestlohn arbeite, erlebe ich die Auswirkungen von Politik ganz persönlich“, schilderte Klein. „Durch mein Einkaufsverhalten treffe ich eine politische Entscheidung“, verdeutlichte der Vorsitzende sein Verständnis von Politik.

Nach seiner Darstellung lernten sich die Vereinsmitglieder im Alter von 18 bis 30 Jahren durch Aktionen mit politischen, ökologischen und interkulturellen Themen kennen und erkannten dabei eine große Schnittmenge ihrer Interessen. „Wir wollen für unsere Aktivitäten den Vorteil eines Vereins nutzen und gemeinsam eine soziale, interkulturelle und naturbewusste Gemeinschaft fördern“, sagte Raphael Klein. Die jungen Leute wollen sich für ein friedliches und interkulturelles Miteinander einsetzen und ihr Handeln der Nachhaltigkeit verpflichten, so wurde es in der Satzung festgelegt. „Wir wollen auch Ideen anderer unterstützen, die zu unseren Zielen passen, und hoffen, dass die Leute mit den Ideen auf uns zukommen“, sagte Klein.

„Die Idee für einen öffentlichen Garten wurde bereits von anderen an uns herangetragen. Wir hatten den Gedanken auch schon und sehen uns damit bestätigt“, freute sich der Vorsitzende. „Wir hatten bereits ein Treffen mit der Flüchtlingshilfe und werden versuchen, die Flüchtlinge in unsere Aktionen mit einzubinden“, berichtet Klein von einem weiteren Erfolg des Vereins. „Mit Müllsammelaktionen wollen wir als Vorbild agieren und Leute zum Mitmachen animieren, die noch nie so etwas gemacht haben. Ich glaube, wer das einmal gemacht hat, schmeißt nie wieder leichtfertig etwas in die Natur“, zeigte sich Klein überzeugt.

Für nächstes Jahr stehen auch Konzerte und Veranstaltungen auf der Agenda des Vereins. Ebenso Yoga und Meditationskurse, die der dritte Vorsitzende des Vereins, Alexander Moser, anbieten will. Er ist Yogalehrer und Yogatherapeut, vor wenigen Monaten hat er in Wildeshausen eine Praxis eröffnet. „Die Gründung des Vereins mit dem Schreiben der Satzung und Planen von Aktionen ist schon schwer gewesen. Wir sind ja alle auch berufstätig. Aber am Ende ging es dann doch irgendwie“, freute er sich über das mit dem jungen Verein Erreichte.

Zusammen mit Gründungsmitglied Christoph Schulze ist Moser auch Mitglied im Wildeshauser Imkerverein. Beide informierten auf der Auftaktveranstaltung am Sonnabend über das Leben der Bienen. „Zum Imkern bin ich durch meine eigene Lebensphilosophie gekommen“, erzählte Moser. „Die Imkerei ist die schönste Art, Beobachter der Natur zu sein und gleichzeitig von den Bienen und der Natur zu profitieren“, erklärte er.

Honig sowie selbst gezogene Pflanzen gab es auch bei einer Tombola zu gewinnen. Außerdem hatten die Mitglieder ein Seil zum Balancieren gespannt, einen Stand eingerichtet, an dem die Besucher Baumwolltaschen und T-Shirts bemalen konnten, und Kinderschminken vorbereitet, abends legte außerdem noch ein DJ Musik auf.

Viele Menschen fanden sich allerdings nicht auf der Burgwiese ein. „Man hätte vielleicht etwas mehr Werbung machen sollen“, überlegte Danja Köllner, die es sich vor dem Springbrunnen auf einer Bank bequem gemacht hatte. Sie war grob über die Ziele des Vereins informiert und stand dem positiv gegenüber. „Wir hoffen, dass die etwas erreichen werden“, sagte Köllner, deren Tochter sich bereits dem „Grünen Planeten“ angeschlossen hat.

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