Wirtschaftsausschuss

Kein Geld für Toiletten

Die Verwaltung sprach sich gegen den Bau einer öffentlichen Toilette beim Spielplatz an der Graft aus. Alternativ könne bald ein WC beim Graft-Kiosk zur Nutzung angeboten werden.
11.03.2021, 15:26
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Kein Geld für Toiletten
Von Gerwin Möller
Kein Geld für Toiletten

Sinan Shiko wird den Kiosk an der Graft als neuer Pächter übernehmen. Derzeit laufen Verhandlungen, dort auch eine öffentliche Toilette einzurichten.

INGO MÖLLERS

Die fetten Jahre sind vorbei, nach diesem Motto will die Stadtverwaltung wohl verfahren und lehnte mit dem Verweis auf knappe Kassen den Neubau einer Toilette bei der Minigolf-Anlage an der Graft ab. Antragsteller für das WC waren im Ausschuss für Wirtschaft und Finanzen am Mittwochnachmittag die Fraktion der Delmenhorster Liste sowie die Gruppe FDP/UAD: Bis zur Fertigstellung solle in den Monaten März bis Oktober ein Sanitärcontainer aufgestellt werden.

Dagegen sprach Andreas Tensfeld, Fachbereichsleiter Gebäudemanagement: Eine öffentliche Toilette im Bereich des Graft-Spielplatzes erfordere eine sehr hohe Investition. Das liege daran, dass alle nötigen Ver- und Entsorgungsanschlüsse über eine große Wegstrecke von den Graftwiesen bis in die Parkanlage zu verlegen wären. Aus diesem Grund plane die Verwaltung die Sanierung der Toilettenanlage im Graft-Kiosk. Tensfeld berichtete, dass es über einen langen Zeitraum keinen Pächter für den Graft-Kiosk gegeben habe. So seien die Sanierungsplanungen ins Stocken geraten. Nun gebe es aber einen potenziellen Betreiber des Kiosks, mit ihm befinde man sich in Abstimmungsgesprächen.

Der fraktionslose Axel Unger setzte sich für den Antrag auf Schaffung einer neuen Toilette ein: Im Umkreis von rund 400 Metern um den Spielplatz herum gebe es kein öffentliches WC. Tensfeld hielt dem entgegen, dass bei einer solchen Betrachtung sämtliche Spielplätze der Stadt mit einer Toilette ausgestattet werden müssten. Und wandte ein, dass allein für eine einzige Toilettenanlage pro Jahr mit Unterhaltungskosten in Höhe von bis zu 12.000 Euro zu rechnen sei, Einnahmen über Benutzungsentgelte seien schon berücksichtigt. Auf Nachfrage des Ratsherrn Harald Schneewind (Grüne), ob die Toilette im Kiosk schon diesen Sommer nutzbar sein könne, antwortete Tensfeld, das nicht zusagen zu können.

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