Ganderkesee Ausstellung zeigt 1000 Jahre Frauengeschichte

Ganderkesee (fr). 20 Porträts historisch bedeutender Frauen umfasst die Wanderausstellung „frauenORTE Niedersachsen –Über 1000 Jahre Frauengeschichte“, die ab Montag, 17. November, im Ganderkeseer Rathaus zu sehen sein wird.
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20 Porträts historisch bedeutender Frauen umfasst die Wanderausstellung „frauenORTE Niedersachsen – Über 1000 Jahre Frauengeschichte“, die ab Montag, 17. November, im Ganderkeseer Rathaus zu sehen sein wird. Die Ausstellung macht auch deshalb in der Ganter-Gemeinde Station, weil auch die Ganderkeseer Landfrau Dora Garbade zu dem „illustren Kreis“ der Auserwählten gehört.

Während sich Garbade im 20. Jahrhundert für den Zugang von Frauen zur Bildung stark machte, stach etwa Roswitha von Gandersheim bereits im 10. Jahrhundert als eine der ersten literarisch tätigen Frauen hervor. Damit spannt die Ausstellung einen Bogen über 1000 Jahre Frauengeschichte und Frauenkultur mit einem historisch begründeten Schwerpunkt vom 18. bis zum 20. Jahrhundert. Zu den porträtierten Frauen zählen weiterhin etwa Eleonore Prochaska, die als Soldatin in den Freiheitskampf gegen Kaiser Napoleon zog, Herzogin Elisabeth sowie die Oldenburger Lehrerin und Frauenrechtlerin Helene Lange.

Zur Ausstellungseröffnung am Montag, 17. November, um 17 Uhr im Rathaus gibt es vertiefende Vorträge. Die Besucher können sich auf ein Theaterstück mit der Schauspielerin Birgit Scheibe freuen, die darin die aus Verden stammende Anita Augspurg verkörpert, die erste promovierte Juristin Deutschlands und Kämpferin für das Frauenwahlrecht.

Im Anschluss bringt der frühere Psychiater Heyo Prahm den Gästen die erste niedergelassene Fachärztin für Frauenkrankheiten und Geburtshilfe, Hermine Heusler-Edenhuizen aus Krummhörn, näher. Sie setzte sich für die Abschaffung des Abtreibungsparagrafen 218 und für sexuelle Aufklärung ein.

Schließlich rufen die Ganderkeseer Gästeführerinnen Elisabeth Kühling und Karin Bellers den Anwesenden nochmals das Leben und die Leistungen der Landfrau Dora Garbade ins Gedächtnis. Weiterhin wird Heidi Linder vom Landesfrauenrat das Konzept der Frauen-Orte skizzieren. Die Ausstellung ist bis zum 12. Dezember im Rathaus zu sehen.

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