Awo-Nachbarschaftsbüro Deichhorst Völlig ergebnisoffen

Wenn es demnächst unangemeldet an den Haustüren Deichhorsts klingelt, könnten das Mitarbeiterinnen des Awo-Nachbarschaftsbüros sein. Sie wollen die Anwohner des Viertels zu deren Ideen und Wünschen befragen.
25.03.2022, 15:39
Lesedauer: 2 Min
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Völlig ergebnisoffen
Von Annika Lütje

Viele Menschen leben ihr Leben vor sich hin und wissen gar nicht so genau, wer eigentlich noch in der Nachbarschaft lebt, wie das Leben der anderen Anwohner aussieht – vielleicht ganz ähnlich wie das eigene? – oder was im Viertel vor sich geht. Manche Menschen sind mit diesem Zustand ganz zufrieden, andere wünschen sich insgeheim, ein aktiver Teil der Nachbarschaft zu werden, und wieder andere haben womöglich einfach eine gute Idee oder einen Wunsch für das Quartier, aber keine Kapazitäten für die Umsetzung.

Dem Lebensgefühl und der Einstellung zum Viertel möchte nun das Nachbarschaftsbüro der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Deichhorst nachspüren. Dafür werden die vier Mitarbeiterinnen eine "aktivierende Befragung" unter den Anwohnern durchführen. "Das ist eine besondere Methode der Gemeinwesenarbeit. Wir suchen die Menschen auf und möchten so auch diejenigen erreichen, die sonst nicht in unser Büro kommen", sagt Alina Heim, Mitarbeiterin im Awo-Nachbarschaftsbüro. Das Ziel der Befragung sei, herauszufinden, wie die Menschen in Deichhorst leben, was ihnen gut gefällt und was weniger, welche Ideen und Wünsche sie haben, welchen Konsens und welche Konflikte es gibt.

Völlig ergebnisoffen gehen die Mitarbeiterinnen an die Befragung – kein Fragebogen, sondern nur ein loser Leitfaden soll durch die Gespräche führen. "Wir möchten ein Gespür für die Vielfalt der Themen in diesem großen Viertel bekommen, die die Menschen umtreiben", sagt Heim. "Wir wollen die Menschen motivieren, sich einzubringen – Gedanken zu formulieren, ist ja ein erster Schritt für Veränderungen. Und wir möchten das demokratische Zusammenleben fördern", ergänzt sie.

Über 5000 Anwohner leben im Quartier. In Zweierteams werden die vier Mitarbeiterinnen durchs Viertel ziehen und an den Haustüren klingeln. Zuvor wurden alle Haushalte per Flyer über die Befragung informiert – inklusive Fotos der Awo-Mitarbeiterinnen. "Alle Haushalte zu befragen, werden wir sicherlich nicht schaffen", sagt Mitarbeiterin Svenja Kreideweiß, "aber wir wollen so viele wie möglich erreichen. Deshalb darf man sich auch gern bei uns melden, wenn man unbedingt befragt werden möchte." Die Teilnahme an der Befragung ist anonym und freiwillig. Zudem findet sie coronakonform statt. "Das geht zum Beispiel auch draußen vor der Tür. Wir sind alle geimpft und testen uns, außerdem tragen wir FFP2-Masken", sagt Heim.

Die Befragung des Nachbarschaftsbüros im Quartier findet von Dienstag, 29. März, bis Mittwoch, 27. April, montags bis freitags zwischen 10 und 14.30 Uhr statt. Am Mittwoch, 6. April, klingeln die Mitarbeiterinnen des Büros auch am Nachmittag zwischen 14 und 17 Uhr an den Haustüren. Hinzu kommen gesonderte Termine. So wird am Dienstag, 5. April, von 13 bis 14.30 Uhr auf der Grünfläche an der Ecke Alfred-Rethel-Straße/Wiekhorner Heuweg ein Austausch zum Krieg in der Ukraine angeboten. Auf besagter Grünfläche findet am Dienstag, 12. April, von 13 bis 14.30 Uhr ein Befragungspicknick mit Kaffee und Kuchen statt. Und noch einmal wird die Befragung an einer Kuchentafel am Mittwoch, 27. April, von 13 bis 14.30 Uhr angeboten – dann allerdings im Awo-Büro am Wiekhorner Heuweg 59.

Die Auswertung der Befragung wird am Montag, 2. Mai, bei einer Bewohnerversammlung bekannt gegeben. Wer unbedingt befragt werden möchte, kann sich telefonisch unter 0 42 21 / 9 81 12 50 oder per E-Mail an nachbarschaftsbuero@awo-delmenhorst.de melden.

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