Baris schafft den Klassenerhalt

Delmenhorst. Matthias Trätmar, Trainer des VfL Stenum II, wollte nicht glauben, was er sich in der 90. Minute im Auswärtsspiel beim SV Baris anschauen musste. Stephan Schüttel kam drei Meter vor dem gegnerischen Tor zum Schuss. Doch anstatt ins Netz, setzte er den Ball wenige Zentimeter neben das Tor. So durften die Gastgeber über einen glücklichen 3:2 (2:1)-Sieg jubeln.
03.05.2010, 05:16
Lesedauer: 2 Min
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Baris schafft den Klassenerhalt
Von Florian Cordes

Delmenhorst. Matthias Trätmar, Trainer des VfL Stenum II, wollte nicht glauben, was er sich in der 90. Minute im Auswärtsspiel beim SV Baris anschauen musste. Stephan Schüttel kam drei Meter vor dem gegnerischen Tor zum Schuss. Doch anstatt ins Netz, setzte er den Ball wenige Zentimeter neben das Tor. So durften die Gastgeber über einen glücklichen 3:2 (2:1)-Sieg jubeln.

Es war nicht die einzige glasklare Chance, die die Stenumer nicht nutzten. Daher sprach Trätmar nach dem Abpfiff auch deutliche Worte. 'Die Szene in der letzten Minute war sinnbildlich für unsere momentane Situation. Dass wir unsere Chancen nicht nutzen ist kein Unvermögen mehr. Das grenzte heute schon an Blödheit', sagte Trätmar.

Das Spiel schien schon nach zehn Minuten entschieden. Während die Gäste noch gar nicht richtig auf dem Platz waren, führte Baris schon mit 2:0. Der erste Treffer fiel schon nach vier Minuten. VfL-Keeper Dennis Albers lenkte einen Kopfball von Sinan Uygun zwar gegen die Latte, doch die Kugel fiel genau auf den Fuß von Yilmaz Basar, der keine Probleme hatte, zum 1:0 zu vollenden. Fünf Minuten später verstolperte Marten Meyerholz das Leder. Uygun schnappte sich den Ball, lief alleine auf das Stenumer Tor zu und verwandelte eiskalt zum 2:0. In der 14. Minute schossen auch die Gäste zum ersten Mal aufs Tor. Der Schuss von Nils Poppe segelte aber weit über das Gehäuse. Sein Teamkollege Nils-Sören Wendlandt machte es kurz darauf besser. Er war im Laufduell mit Selman der Schnellere, konnte sich frei vor dem Tor die Ecke aussuchen und stellte mit einem Schuss ins kurze Ecke den Anschluss her (18.). In der 35. Minute hätte Wendlandt um ein Haar den Ausgleich erzielt. Sein Fernschuss knallte

aber nur ans Lattenkreuz. Somit gingen die Gastgeber mit einer glücklichen Führung in die Pause. Die Stenumer sollten ihren verdienten Ausgleich aber noch erzielen. Dafür musste jedoch ein ekletanter Fehler in der Baris-Abwehr helfen. Selman wollte den Ball zu Keeper Fabian Kanzok zurückköpfen. Der war von dieser Aktion jedoch überrascht und bekam seine Finger nicht an den Ball. Wendlandt reagierte dagegen blitzschnell und spitzelte das Runde zum 2:2 ins Eckige (56.).

In der 73. Minute erlebten die Gastgeber eine Schrecksekunde. Denn Önder Caki musste mit einer schweren Verletzung vom Platz. 'Ich befürchte, dass er sich die Achillesehne angerissen hat', sagte sein Trainer Claus-Dieter Meier. Der SV Baris musste die letzten Minuten mit zehn Spielern über die Runden bringen, da Meier keine Wechselspieler mehr zur Verfügung hatte. Davon ließen sie sich aber nicht aus der Ruhe bringen, und der eingewechselte Emin erzielte in der 88. Minute den Siegtreffer. 'Wir haben unser Saisonziel, den Klassenerhalt, erreicht und wollen jetzt noch ein paar gute Spiele zeigen', sagte Meier.

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