Böhrnsen lobt den Nachbarn

Delmenhorst. Jens Böhrnsen mag das Wort Umland nicht. Er spricht von Nachbarschaft. Und der direkte Nachbar Delmenhorst scheint dem SPD-Bürgermeister aus Bremen ein besonders lieber zu sein, wie er gestern während seiner Tour mit der Delmenhorster SPD betonte. "Unsere Zusammenarbeit mit Delmenhorst ist gelebte regionale Kooperation", sagte Böhrnsen. Zum Beispiel sitzen sowohl der Kommunalverbund als auch die Metropolregion in Delmenhorst. Dann gibt es eine Kooperation beim Hanse-Wissenschaftskolleg, ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt mit den Universitäten Oldenburg und Bremen.
30.08.2011, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Andreas D. Becker

Delmenhorst. Jens Böhrnsen mag das Wort Umland nicht. Er spricht von Nachbarschaft. Und der direkte Nachbar Delmenhorst scheint dem SPD-Bürgermeister aus Bremen ein besonders lieber zu sein, wie er gestern während seiner Tour mit der Delmenhorster SPD betonte. "Unsere Zusammenarbeit mit Delmenhorst ist gelebte regionale Kooperation", sagte Böhrnsen. Zum Beispiel sitzen sowohl der Kommunalverbund als auch die Metropolregion in Delmenhorst. Dann gibt es eine Kooperation beim Hanse-Wissenschaftskolleg, ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt mit den Universitäten Oldenburg und Bremen.

Und da ist ja noch die Delbus, die zu Teilen auch der Bremer BSAG gehört. "Ich bin sehr beeindruckt von der Leistungsfähigkeit der Delbus. Zwischen beiden Unternehmen gibt es eine sehr intensive Zusammenarbeit, was ich sehr wichtig finde", sagte Böhrnsen nach einem Betriebsbesuch. Es sind sowieso die Verkehrsthemen, an denen beide Nachbarn intensiv arbeiten wollen. Ganz konkret geht es um den Zugverkehr, zum Beispiel um die noch ausbaufähigen Taktungen für die S-Bahn.

Aber es geht auch um den Schallschutz, wenn durch Delmenhorst und Bremen nach der Eröffnung des Jade-Weser-Ports deutlich mehr Güterzüge rollen werden. "Dabei müssen wir auch gucken, dass es nicht nur um den Lärm geht, sondern auch um die Erschütterungen durch die Züge", sagte Susanne Mittag, Fraktionschefin der Sozialdemokraten im Delmenhorster Rat. Langfristig müsse es deswegen das Ziel sein, eine neue Bahntrasse zu bauen, eine, die dafür sorgt, dass der Güterverkehr nicht mehr durch die Städte fahren muss. "Deswegen hoffe ich auch ein wenig auf die Kommunalwahl in Niedersachsen, damit an die schwarz-gelbe Regierung in Berlin ein Zeichen gesandt wird", sagte Böhrnsen. Die Bürger im Norden sollten zeigen, dass sie mit der "Schieflastigkeit" bei der Finanzierung neuer Bahnprojekte nicht einverstanden sind. Denn nach Süddeutschland fließe sehr viel mehr Geld als in den Norden, sagte Böhrnsen.

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