Kirchenstiftung hat insgesamt 357 180 Euro angesammelt / Landeskirchen-Zuschuss gilt nur noch bis Juni Bonus lässt das Kapital wachsen

Harpstedt. Die Stiftung der Harpstedter Kirchengemeinde hat im vergangenen Jahr einen weiteren Sprung nach vorn gemacht: Insgesamt gab es 26 570 Euro durch Spenden, Kollekten oder Konzertüberschüsse. Dazu kommt der Erlös aus einem Grundstücksverkauf sowie das Kirchgeld für 2014, sodass der Kapitalstock von 295 819 Euro zu Beginn des vergangenen Jahres auf 357 180 Euro im Januar diesen Jahres anstieg.
29.04.2015, 00:00
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Bonus lässt das Kapital wachsen
Von Esther Nöggerath

Die Stiftung der Harpstedter Kirchengemeinde hat im vergangenen Jahr einen weiteren Sprung nach vorn gemacht: Insgesamt gab es 26 570 Euro durch Spenden, Kollekten oder Konzertüberschüsse. Dazu kommt der Erlös aus einem Grundstücksverkauf sowie das Kirchgeld für 2014, sodass der Kapitalstock von 295 819 Euro zu Beginn des vergangenen Jahres auf 357 180 Euro im Januar diesen Jahres anstieg. Für das schnelle Wachstum des Geldes sorgte auch der Bonus der Landeskirche, die noch bis 30. Juni dieses Jahres die Zustiftungen mit noch einmal 50 Prozent obendrauf bezuschusst. „In ein oder zwei Jahren wollen wir dann die 400 000 knacken“, sagte Kuratoriumsvorsitzender Dieter Claußen gestern beim jährlichen Bilanzgespräch.

Auch die Zinsen, die aus dem Kapital gewonnen wurden, lagen mit 7142 Euro bei gut 500 Euro höher als im Vorjahr. Davon investierte die Stiftung rund 3150 Euro in verschiedene Anschaffungen, wie etwa Notenhefte für die Bläser des Posaunenchores, zwei Kuschelfelle für die Krabbelgruppe oder einen neuen Schnell-Geschirrspüler. Ein großer Betrag wurde außerdem in die Anschaffung eines neuen Hochleistungscomputers gesteckt, der für die Erstellung des Gemeindebriefes und andere Flyer oder Plakate genutzt wird.

Das restliche Geld aus den Zinserträgen wurde als „Reserve“ zurückgelegt. „Wir wirtschaften lieber vorsichtig“, erklärte Kuratoriums-Mitglied Manfred Sander. Grund dafür ist die gegenwärtige Niedrigzins-Phase, auch wenn die Kirchenstiftung bisher noch nicht davon betroffen ist. Denn die Anlagen hätte man schon vor drei bis vier Jahren zu noch vergleichsweise guten Konditionen abgeschlossen. Diese würden auch noch einige Jahre laufen. Die Rücklagen aus den aktuellen Erträgen sollen als Sicherheit für die Zeit danach dienen.

Mehr als 2014 insgesamt hat die Kirchenstiftung mit 3597 Euro bereits in diesem Jahr für verschiedene Projekte bereitgestellt. Ein Großteil davon fließt, wie im Vorjahr auch, in die Kinder- und Jugendarbeit: So investierte die Stiftung beispielsweise in eine Espressomaschine mitsamt Tassen für das Bistro nach den „Baustellen-Gottesdiensten“ sowie in die Restauration des Kickers. Größte Anschaffung in diesem Jahr bisher ist ein neues Mischpult für Veranstaltungen und Konzerte in der Kirche, das sich verschiedene Gruppen wie der Gospelchor oder die Kirchturmspatzen gewünscht hatten. Mit 900 Euro, gut die Hälfte des Gesamtbetrags, beteiligte sich die Stiftung an der Anschaffung. „Das hat eine deutlich bessere Klangqualität und vor allem kann es einfach direkt vom Smartphone oder Tablet aus bedient werden“, erklärte Pastor Timo Rucks die Vorzüge der neuen Technik. Davon würden nicht nur die Jugendlichen profitieren.

Damit auch in diesem Jahr Geld in den Kapitalstock geht, plant die Stiftung wieder eine Reihe von Veranstaltungen. Am Sonntag, 14. Juni, gibt es um 17 Uhr ein Konzert in der Christuskirche zum Gedenken an den langjährigen Organisten Heinz Bockhorst und zwei Wochen später findet am 28. Juni ebenfalls um 17 Uhr wieder ein Konzert im Pfarrgarten mit den Sundown-Skifflers statt. Am 19. Juli plant die Stiftung ein Jazzkonzert „Jazz for Fun“ mit Dietrich Wimmer an der Orgel. „Das ist sicher etwas ganz Besonderes“, kündigt Kirchenvorstands-Vorsitzende Elisabeth Saathoff an. Ein Bouleturnier mit Käse, Brot und Wein steigt am 9. August um 15 Uhr. Erstmals gibt es in diesem Jahr neben den Konzerten auch eine Theatervorführung mit Musik am 6. September zu sehen. Dann zeigen zwei Schausteller „Der Tod im Pflaumenbaum“ nach einem alten französischen Märchen.

Das Stiftungsmahl, das sonst immer im Frühjahr abgehalten wurde, ist in diesem Jahr erst für den 10. September anberaumt. Zu der Veranstaltung in Hackfelds Dorfkrug kommt Landessuper-Intendantin Birgit Klostermeier als Festrednerin, die die Nachfolge von Burghard Krause angetreten hat. Des Weiteren wird das Konzert mit Familie Predescu, das im vergangenen Jahr ausfallen musste, am 11. Oktober nachgeholt und am 29. November gibt es wieder das alljährliche Weihnachtskonzert mit Godewind.

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