Stadtentwicklung in Delmenhorst Bremer ziehen gerne an die Delme

Zahlen über Zahlen: Der Fachdienst Stadtentwicklung und Statistik hat das Jahr 2014 unter die Lupe genommen. Die Auswertung zeigt auch die beliebtesten Vornamen für Neugeborene.
06.02.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Marco Julius

Zahlen über Zahlen: Der Fachdienst Stadtentwicklung und Statistik hat das Jahr 2014 unter die Lupe genommen. Die Auswertung zeigt auch die beliebtesten Vornamen für Neugeborene.

Der eine hat eine Million Euro auf dem Konto, der andere ist gerade blank. Im Schnitt hat also jeder eine halbe „Mille“ auf der hohen Kante. Was sagt diese Statistik aus? Dass es beiden finanziell sehr gut geht. Daher sind Statistiken mit Vorsicht zu genießen und dennoch liefern sie wertvolles Zahlenmaterial für die Wissenschaft, aber auch für kommunale Verwaltungen. Für die Stadt Delmenhorst gehört das Führen von Statistiken sogar zu den Pflichtaufgaben, führt Timo Frers, Sprecher der Stadt, aus.

Der zuständige Fachdienst Stadtentwicklung und Statistik hat jetzt jede Menge Zahlen vorgelegt. Demnach haben zum Stand 31. Dezember 2014 insgesamt 78 694 Menschen in Delmenhorst gelebt, das sind 735 mehr als 2013. 7959 ausländische Mitbürger wurden 2014 gezählt, das sind 926 mehr als im Vorjahr. Die Quote beläuft sich damit auf 10,1 Prozent. Die Einwohnerzahl ist insgesamt so hoch wie seit 2005 nicht mehr. Ihren Hauptwohnsitz hatten im vergangenen Jahr 76 922 Menschen in Delmenhorst, weitere 1772 waren mit einem Nebensitz gemeldet. Mit 49,5 Prozent waren die Männer knapp in der Minderheit.

Betrachtet man die Bevölkerung in den neun Stadtbezirken, so ist zu erkennen, dass die meisten Delmenhorster in Deichhorst wohnen (10 960 Menschen), das entspricht 13,9 Prozent. Knapp dahinter folgt Stickgras/Annenriede (10 957). Mit 4078 Einwohnern stellt Hasbergen/Annenriede die wenigsten Delmenhorster, das entspricht 5,2 Prozent.

Verheiratet sind 45,2 Prozent aller Delmenhorster, ledig sind 39,1 Prozent, geschieden 8,3 Prozent, verwitwet 7,2 Prozent. In Deichhorst ist die absolute Zahl der Geschiedenen mit 1025 am höchsten. Der Anteil der Verheirateten ist dabei seit Ende der neunziger Jahre leicht rückläufig, während der Anteil der Geschiedenen seit Jahren angestiegen ist. Der Stadtteil, in der in absoluten Zahlen die meisten ausländischen Mitbürger wohnen (Hauptwohnsitz), ist Düsternort (1511), gefolgt von Schafkoven/Donneresch (1432) und Mitte (1232).

Reger Austausch mit Bremen

Das Zahlenwerk der Stadt weist zudem auf, von wo Neu-Delmenhorster herziehen und wohin Delmenhorster gehen, die aus der Stadt wegziehen. 2014 sind zum Beispiel 773 Bremer an die Delme gezogen, im Gegenzug haben 599 Delmenhorster ihren Wohnsitz in die Hansestadt verlegt. Aus Ganderkesee sind 445 nach Delmenhorst gezogen, den umgekehrten Weg nahmen 540 Delmenhorster. Aus dem Ausland kamen 1374 Neubürger nach Delmenhorst, 337 Delmenhorster haben die Stadt in Richtung Ausland wieder verlassen. Insgesamt sind 4897 Menschen nach Delmenhorst gezogen, 4206 haben die Stadt verlassen.

Sophie und Maximilian vorne

Die Liste der am häufigsten vergebenen Vornamen für Neugeborene im Jahr 2014, auch das ist mit Zahlen belegt, führt bei den Mädchen Sophie an. 20 Kinder haben diesen Namen bekommen, weitere vier heißen Sophia, drei weitere Sofia. Auf Platz zwei landete der Name Marie (13). Emilia (11), Emma (8) und Leonie (7) folgten auf den weiteren Plätzen. Bei den Jungen führt Maximilian (13) die Liste an, es folgen Alexander (9), David (6), Elias (6) und Ali (5).

Mit einer deutlichen Steigerung bei Kirchenaustritten muss die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde klarkommen. 430 Austritte sind für 2014 verzeichnet, so viel wie seit 2001 nicht mehr. 2013 waren es „nur“ 268. Bei der römisch-katholischen Gemeinde stehen 91 Austritte zu Buche, im Vorjahr waren es 94.

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