CDU Delmenhorst Wahlkreis mehrheitlich pro Söder

Der Machtkampf zwischen Markus Söder (CSU) und Armin Laschet (CDU) beschäftigt auch die Christdemokraten in Delmenhorst und umzu. Aus dem Norden erhält der bayerische Ministerpräsident viel Rückenwind.
19.04.2021, 17:58
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Wahlkreis mehrheitlich pro Söder
Von Björn Struß

Söder oder Laschet? Der von CDU und CSU noch immer offen ausgetragene Machtkampf um die Kanzlerkandidatur ist auch bei Christdemokraten aus Delmenhorst und umzu das bestimmende Thema. Aus dem Wahlkreis 28, Delmenhorst/ Wesermarsch/ Oldenburg-Land, erfährt der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) viel Zuspruch. Sowohl die direkt gewählte Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen als auch Philipp Albrecht, Direktkandidat bei der Wahl im September, favorisieren den Vorsitzenden der kleineren Schwesterpartei. Hinzu kommt Rückendeckung von der Basis. Auch der Kreisverband Delmenhorst wünscht sich Söder.

„Wichtig ist, dass wir klar Schiff machen und die Entscheidung zur Kanzlerkandidatur treffen, die optimalerweise einen breiten Rückhalt in der Basis hat„, erklärt Astrid Grotelüschen, die nach der Wahl nicht mehr dem Bundestag angehören wird. Sie lässt keinen Zweifel daran, bei welchem Kandidaten sie die meiste Unterstützung der Mitglieder sieht: “Ich erhalte viele positive Rückmeldungen für Markus Söder, den ich persönlich auch favorisiere.“ Die Frage, ob die Bundestagsfraktion und damit auch sie selbst in einer Kampfabstimmung entscheiden soll, lässt sie unbeantwortet.

Bei Grotelüschen entscheidet die Bundestagswahl nicht mehr über ihre politische Karriere. Anders sieht es bei Philipp Albrecht aus, der 25-Jährige tritt als Direktkandidat im Wahlkreis 28 in die Fußstapfen von Grotelüschen. Ob es ihm auch gelingt, wieder das Mandat für die CDU zu gewinnen, hängt auch vom Erfolg des Kanzlerkandidaten ab. „Armin Laschet und Markus Söder verdienen unabhängig vom Ausgang der Entscheidung unsere volle Unterstützung. Als Ministerpräsidenten machen sie in ihren Ländern einen guten Job“, sagt Albrecht. Doch der Jungpolitiker setzte schon auf Söder, bevor sich dieser öffentlich als Kanzlerkandidat angeboten hatte. Entscheidend sind für Albrecht nicht die politischen Positionen, die ohnehin nah beieinander lägen. „Aber der Stil von Söder passt besser zur aktuellen Situation. Er kann Dinge klar benennen. Bei ihm verstehen die Menschen die Botschaft.“

Ähnlich sieht das auch Andre Tiefuhr, frisch gewählter Kreisvorsitzender der Delmenhorster CDU: „Söder ist in seiner Ausdrucksart klarer und mir auch persönlich sympathischer.“ Bei den CDU-Mitgliedern in Delmenhorst zeige sich das gleiche Stimmungsbild, wie auch am Sonntagabend bei der Beratung des Niedersächsischen Landesverbands: mehrheitlich klar pro Söder.

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