Chanukka Jüdisches Lichterfest beginnt

Das jüdische Lichterfest Chanukka beginnt und das erste Licht am Chanukka-Leuchter wird entzündet. Warum das Lichterfest gefeiert wird und welche Bräuche es gibt.
05.12.2022, 17:37
Lesedauer: 2 Min
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Jüdisches Lichterfest beginnt
Von Laura Cecere

Pünktlich zu Beginn des jüdischen Lichterfestes "Chanukka" wird auch in Delmenhorst das erste Licht am Chanukka-Leuchter entzündet. Am Montag, 19. Dezember, um 16 Uhr, wird im Beisein von Oberbürgermeisterin Petra Gerlach sowie Pedro Benjamin Becerra, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Delmenhorst, und Norbert Boese vom Freundeskreis der jüdischen Gemeinde gemeinsam im Rathaus dieser Brauch vollzogen. Die Schüler der Berufsbildenden Schulen II hatten den Leuchter 2009 bei einem Ausbildungsprojekt mit elektrischem Licht angefertigt. "Seitdem hat der Chanukka-Leuchter seinen festen Platz im Rathaus und symbolisiert die tiefe Verbundenheit zwischen der Stadt und der Jüdischen Gemeinde", so Rathaussprecher Timo Frers in einer Pressemitteilung.

Hintergrund des jüdischen Lichterfestes

Chanukka bedeutet übersetzt Weihung und wird über einen Zeitraum von acht Tagen gefeiert. Das Lichterfest und die Adventszeit liegen immer nah beieinander. Nach dem jüdischen Kalender beginnt das Lichterfest zwischen November und Dezember, genauer gesagt am 25. Tag des Monats Kislew. Dabei wird sich an die Wiedereinweihung des Jerusalemer Tempels um 165 vor unserer Zeitrechnung erinnert, nachdem sich die Makkabäer erfolgreich gegen die griechische Fremdherrschaft aufgelehnt hatten, erinnert. Der Überlieferung nach war nur noch ein einziger Krug mit geweihtem Öl für den Leuchter des Tempels übrig geblieben. Obwohl dieses Öl nur für einen Tag ausgereicht hätte, brannte das Licht acht ganze Tage, bis neues geweihtes Öl hergestellt worden war. Aus diesem Grund gibt es in Anlehnung an das Lichtwunder an Chanukka reichlich mit Öl zubereitete Speisen, wie Siedegebäck und Pfannkuchen.

Brauchtum

Außerdem gehört es zum Brauch, dass die Lichter jeweils nach Sonnenuntergang entzündet werden. Die erste von insgesamt neun Kerzen, die angezündet wird, ist die in der Mitte. Sie wird als das dienende Licht, auch Schamasch genannt, bezeichnet und ist das Symbol für den Menschen. Am ersten Abend wird mit diesem Licht das Licht am rechten Rand des Leuchters, der Chanukkia, angezündet. Am zweiten Abend werden zwei weitere Lichter angezündet, bis schließlich am achten Tag alle Lichter brennen. Aufgesteckt werden die Kerzen von rechts nach links. Angezündet werden sie so, dass stets das neu hinzugekommene Licht als Erstes an die Reihe kommt.

Interessierte können an dem Entzünden der Lichter und dem anschließenden gemeinsamen Lieder singen teilnehmen.

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