Corona in Delmenhorst Ende von 2G plus am Sonntag möglich

Die Corona-Lage in Delmenhorst bleibt angespannt, trotzdem könnten die Corona-Regeln bereits am Sonntag wieder gelockert werden. 2G plus wäre dann wieder passé.
07.12.2021, 17:00
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Ende von 2G plus am Sonntag möglich
Von Björn Struß

Das Robert-Koch-Institut hat am Dienstag für Delmenhorst einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit Corona gemeldet. Nach Angaben der Stadtverwaltung handelt es sich dabei um einen im Jahr 1948 geborenen Mann, der am Freitag im Delme Klinikum (DKD) verstorben ist. Somit hat die Pandemie in Delmenhorst bisher 75 Todesopfer gefordert. Das DKD kümmert sich aktuell um zwölf Corona-Patienten, zwei von ihnen liegen auf der Intensivstation. Die Inzidenz sank mit 18 gemeldeten Neuinfektionen auf 221,9, bleibt aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Trotz der unverändert angespannten Lage könnten die jüngsten Verschärfungen der Corona-Regeln – etwa die Einführung von 2G plus – schon am Sonntag wieder hinfällig sein.

Denn bei der Hospitalisierungsinzidenz, dem landesweiten Leitindikator, gibt es einen rückläufigen Trend. Am Montag und Dienstag lag dieser mit 5,9 und 5,8 unter dem Schwellenwert von sechs, der für die aktuell geltende Warnstufe zwei maßgebend ist. Die Folge: Werden auch in den kommenden Tagen in Niedersachsen weniger Menschen mit Corona in die Krankenhäuser eingeliefert als in der vergangenen Woche, kann Delmenhorst am Freitag wieder zu Warnstufe eins wechseln. Auf Nachfrage bestätigte Corona-Krisenstabsleiter Rudolf Mattern, dass dann per entsprechender Allgemeinverfügung schon am Sonntag die Regeln wieder gelockert werden könnten. Ein zusätzlicher Schnelltest für Geimpfte oder Genesene beim Besuch von Friseur oder Restaurant wäre dann passé.

Gleichwohl arbeitet die Landesregierung an einer erneuten Überarbeitung der Corona-Verordnung, die am Sonnabend, 11. Dezember, in Kraft treten soll. Vorgesehen ist etwa – wie von Bund und Ländern vereinbart – eine "Hotspot"-Regelung, die für Kreise und kreisfreie Städte ab einer Inzidenz von 350 greift. Am Warnstufen-Modell will Niedersachsen aber festhalten, weshalb die neuen Vorgaben wahrscheinlich keinen Einfluss auf eine mögliche landesweite Rückkehr zur Stufe eins haben.

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