Corona in Delmenhorst

Wird genug getan?

Angesichts der anhaltend hohen Inzidenz haben sich Grüne und Freie Wähler in Delmenhorst mit Fragen und Kritik an die Stadtverwaltung gewandt. Ratsherr Thomas Kuhnke attackiert direkt OB Axel Jahnz (SPD).
17.05.2021, 00:00
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Von Annika Lütje
Wird genug getan?

Über die Einhaltung der Hygiene-Regeln wacht das Ordnungsamt und die Polizei.

Ingo Möllers

Die Stadtratsfraktion Bündnis90/Die Grünen hat laut einer Pressemitteilung vor dem Hintergrund der anhaltend hohen Inzidenzzahlen in Delmenhorst einige Fragen an Oberbürgermeister Axel Jahnz (SPD). So möchten die Grünen zunächst wissen, ob es Infektions-Cluster gibt, also besondere Gebiete, in denen eine besonders hohe Anzahl von Infektionen stattfindet.

Zudem fordern sie Aufklärung darüber, ob sichergestellt ist, dass alle Delmenhorster – auch die mehrsprachigen – über Corona, die Impfkampagne, die Hygiene-Regeln und mögliche Sanktionen aufgeklärt sind und diese auch verstanden haben. Die Grünen hinterfragen des Weiteren, ob es auf diesem Gebiet Optimierungsmöglichkeiten gibt und wie sichergestellt wird, dass bei Zuwiderhandlungen gegen die Corona-Regeln alle Bürger und Bürgerinnen gleich behandelt werden.

Thomas Kuhnke von den Freien Wählern kritisiert in seiner Mitteilung zum selben Thema das Vorgehen beziehungsweise das seiner Meinung nach nicht stattfindende Vorgehen von Verwaltung und Polizei bei Trauerfeiern. Er bezieht sich dabei auf eine Trauerfeier, die Mitte März mit über 250 Teilnehmern stattgefunden hat. Diese sei von Jahnz und der Polizei genehmigt und toleriert gewesen. Der OB habe gar selbst teilgenommen. Da ist es laut Kuhnke nicht verwunderlich, dass es auch andere Gruppierungen in Anspruch nehmen, gegen geltende Corona-Maßnahmen zu verstoßen. Zudem sei eine solche Veranstaltung "eine Frechheit denjenigen gegenüber, die ihre Hinterbliebenen coronakonform mit maximal 30 Personen beerdigen mussten". Kuhnke fordert die Verwaltung auf, Maßnahmen einzuführen, durch die die Inzidenzwerte so weit sinken, dass wenigstens die Schulen und Kitas wieder öffnen können. Aber auch bestehende Regeln seien durchzusetzen und Verstöße dagegen nicht zu tolerieren.

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