Behebung von Winterschäden

B 75 wird zum Nadelöhr

Einen Vorgeschmack für eine Baumaßnahme, die den Autoverkehr in Richtung Bremen über einen langen Zeitraum beeinträchtigen wird, gibt es bereits an diesem Dienstag. Es werden Frostschäden auf der B75 behoben.
22.03.2021, 15:18
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B 75 wird zum Nadelöhr
Von Gerwin Möller
B 75 wird zum Nadelöhr

Die Straßenmeisterei beginnt ab Dienstag mit der Ausbesserung von Frostschäden auf der Bundesstraße 75 (Symbolbild).

Jens Büttner

Bereits an diesem Dienstag beginnt die Straßenmeisterei Delmenhorst mit der Behebung von Frostschäden an der Fahrbahn der B 75 zwischen Stickgras und Bremen. „Unser Ziel ist es, die Maßnahme noch vor der erwarteten Beeinträchtigung durch die Arbeiten für die neue Brücke über die Varreler Bäke abschließen zu können“, sagt Jürgen Behrens von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Nach Auskunft der Straßenmeisterei müssen in Teilbereichen dieses Streckenabschnitts Schadstellen ausgebessert werden. Witterungsbedingte Verzögerungen seien dabei einzukalkulieren.

Die Ankündigung, dass dafür die Hauptfahrspur der B 75 zwischen Delmenhorst und Bremen an diesem Dienstag gesperrt wird, erfolgte erst am Montagvormittag. Ab Höhe der Anschlussstelle Stickgras wird auf einer Länge von ungefähr einem Kilometer gearbeitet. Ab etwa 8 Uhr wird der Verkehr dafür auf die Überholfahrspur umgeleitet und an den Ausbesserungsarbeiten vorbeigeführt. Selbst wenn die Arbeiten nur einzelne Abschnitte betreffen, bleibe die Sperrung am Dienstag komplett bestehen, das Material müsse vor einer Verkehrsfreigabe noch aushärten, sagt Behrens.

Direkt nach Ostern startet an der B 75 eine längerfristige Großbaustelle: Deren Fertigstellung ist erst für Ende Januar 2023 vorgesehen. Es geht um den Ersatzneubau der Brücke über die Varreler Bäke. Mit Rücksicht auf die Bedeutung der Route als Haupteinfahrstraße aus Richtung Westen in die Hansestadt und in deren Neustädter Hafen, soll nacheinander jeweils eine Brückenhälfte ersetzt werden. Rund 36.000 Fahrzeuge nutzen die Route an Werktagen, mit erheblichen Auswirkungen für die Autofahrer wird aber erst ab diesem Sommer gerechnet. Denn: Bis dahin gebe es nur Vorarbeiten, „die den Verkehrsraum noch nicht betreffen“, sagte Christian Merl von der „Deutschen Einheit Fernstraßenplanungs- und Baugesellschaft“ (Deges) auf Nachfrage des DELMENHORSTER KURIER.

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Ursprünglich waren die Planer von einer sinkenden Verkehrsbelastung ausgegangen: Der Bau der A 218 zwischen Airport-Stadt und Kattenturm sollte eigentlich bis 2020 fertiggestellt sein und dadurch auf der B 75 weniger Lastwagen rollen. Christian Merl schätzt, dass durch den abwechselnden Neubau der beiden Brückenteile dem Autoverkehr, „abgesehen von ein paar wenigen Vollsperrungen, während der gesamten Bauzeit jeweils ein Fahrstreifen je Richtung“ zur Verfügung stehen wird.

Kritik am Baustellenmanagement hatte es übrigens im Planfeststellungsverfahren von der Industrie- und Handelskammer Oldenburg gegeben. In einer Stellungnahme hatte sich die Kammer als Alternative zur Einspurigkeit eine Wechselverkehrsführung – mit je einem Fahrstreifen in Richtung Bremen und Delmenhorst sowie einem zusätzlichen zweiten Fahrstreifen, der im Berufspendlerverkehr entweder in Richtung Bremen oder in Richtung Delmenhorst freigegeben wird – eingesetzt.

Die Brücke über die Varreler Bäke befindet sich auf der Landesgrenze Bremen/Niedersachsen. Die Baustelle wird über das bremische Amt für Straßen und Verkehr koordiniert. Als Ausweichroute ab Sommer empfiehlt die Deges, aus Richtung Oldenburg die Fahrt über die A 28 und die A 1 bis zum Zubringer Arsten zu nutzen. Pendler aus Delmenhorst sollten dann auf ihrem Weg nach Bremen über die Stedinger Landstraße und die Stromer Landstraße ausweichen.

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