Vor 25 Jahren Delmenhorst damals: Türkischer Superstar in Delmehalle

Am Tag des Baumes wurde in Delmenhorst und auf der Großen Höhe wieder eifrig gepflanzt. So hatte das Delmenhorster Gartenamt für das Schullandheimgelände auf der Großen Höhe 50 verschiedene Bäume angeliefert: Eichen, Buchen, Fichten und Birken.
22.04.2017, 00:00
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Von Volkmar Friedrichs

Am Tag des Baumes wurde in Delmenhorst und auf der Großen Höhe wieder eifrig gepflanzt. So hatte das Delmenhorster Gartenamt für das Schullandheimgelände auf der Großen Höhe 50 verschiedene Bäume angeliefert: Eichen, Buchen, Fichten und Birken. Sie wurden mit tatkräftiger Mithilfe von Mädchen und Jungen eines Delmenhorster Kindergartens in die Erde gesetzt. In diesem Jahr sind beim Schullandheim schon einmal 400 Bäume gepflanzt worden. Und die Aufforstung geht weiter: Künftig soll jede Klasse oder Gruppe, die im Heim Erholung findet, einen Baum pflanzen. Auch im Delmenhorster Stadtgebiet wurde gepflanzt. So sorgen auf dem Verbindungsweg zwischen Tiefer Weg und Berliner Straße in der Nähe der Hermann-Allmers-Schule zwölf Linden für gute Luft. In der Außengraft war das Gartenamt ebenfalls aktiv. Dort wurden in Höhe der Kleingartenanlage Burggrafendamm 15 Apfel- und zehn Birnenbäume gepflanzt. Mit den Aktionen, so die Stadtverwaltung, solle auf den Wert von Bäumen hingewiesen werden, denn eine einzige ausgewachsene Buche liefere täglich den Sauerstoff für 64 Menschen, und ein einziger großer Baum filtert pro Jahr rund eine Tonne Staub aus der Luft. Bäume binden Kohlendioxid und tragen zu einem gesunden Klima bei (24. April 1992).


Wenn nichts dazwischenkommt, wird die Arbeiterwohlfahrt am 1. Oktober ihr Frauenhaus eröffnen, teilte die Delmenhorster Stadtverwaltung im Frauen- und Familienausschuss des Stadtrates mit. In dem Gebäude am Hasporter Damm sind zurzeit noch Obdachlose untergebracht. Sie werden zum 1. Juli umquartiert, dann kann das Haus für die neuen Bewohner hergerichtet werden. Nach dem gegenwärtigen Konzept können in der Einrichtung bis zu acht Frauen mit ihren Kindern betreut werden (23. April 1992).


In Deutschland ist
sie kaum bekannt, aber in ihrer Heimat ist sie ein Superstar, ihre Schallplatten gehen zu Millionen über den Ladentisch: Die stimmgewaltige türkische Popsängerin Sezen Aksu trat in der ausverkauften Delmehalle auf. Eigentlich war ihr Konzert ja für Bremen vorgesehen, aber dort habe man für die vorgesehene Zeit keine Halle mehr bekommen können, hieß es. Für ihr Konzert in der Delmehalle mussten die meist türkischstämmigen Fans 65 Mark pro Eintrittskarte bezahlen – Michael Jacksons Auftritt in Hannover war da preisgünstiger. Außer nach Delmenhorst führt die Deutschlandtournee von Sezen Aksu durch Großstädte wie Köln, Düsseldorf, Hamburg und natürlich Berlin. In der Bosporus-Metropole Istanbul, so erzählte sie nach dem Auftritt in der Delmehalle, habe sie unlängst 65 Konzerte hintereinander gegeben; alle waren ausverkauft – die Dolmetscherin musste sich zweimal vergewissern, ob sie das auch richtig verstanden hat. Der damals 37-jährige türkische Popstar hatte vor 17 Jahren seine erste Platte eingespielt und stürmte fortan die Hitlisten in der Türkei. Ihr Renner „Hadi Bakalim“ vom vergangenen Sommer, der von den türkischen Radiostationen rauf und runter gespielt wurde, ging auch schon über viele deutsche Sender. Bei ihrem Auftritt in Delmenhorst wurde die gefeierte Sängerin von acht Musikern begleitet, das Konzert dauerte mehr als drei Stunden (27. April 1992).


Nach einem Einbruch in das Jugendzentrum in Rethorn kam die Delmenhorster Polizei drei jungen Männern im Alter von 19, 20 und 22 Jahren auf die Spur, auf deren Konto nach derzeitigem Ermittlungsstand mehr als 40 Autoaufbrüche und Aufbruchversuche in Delmenhorst und Ganderkesee gehen. Dabei hatten es die drei vor allem auf Autoradios und in den Fahrzeugen zurückgelassene Wertgegenstände abgesehen (23. April 1992).


Der Delmenhorster Verkehrsverein
betritt Neuland und bietet Touristen künftig auch Stadtrundgänge und Stadtrundfahrten an. Die erste Saison startet am 2. Mai. Für das neue Angebot sind eigens zehn Stadtführerinnen ausgebildet worden, die sich nun bestens in der Stadtgeschichte auskennen und künftig freitags und sonnabends Besuchern und auch Einheimischen die Sehenswürdigkeiten Delmehorsts nahebringen werden. Freitags startet jeweils um 16 Uhr am Standesamt ein anderthalbstündiger Stadtrundgang und sonnabends steigt ab 10.30 Uhr ebenfalls ab Standesamt eine 90-minütige Stadtrundfahrt (25. April 1992).


Mit einem Gottesdienst und anschließender Feier nahm der Delmenhorster Christliche Verein Junger Menschen (CVJM) am 25. April sein renoviertes Domizil an der Schillerstraße wieder in Betrieb. Das Haus hat in zehnmonatiger Arbeit eine neue Heizung und einen neuen Anstrich erhalten und auch die Beleuchtung und das Mobiliar wurden erneuert. Der CVJM Delmenhorst ist aus einem 1928 gegründeten Posaunenchor hervorgegangen und seit 1958 ein eingetragener Verein. Im Jahre 1959 stellte das heutige Ehrenmitglied Fritz Albers einen Teil seines Grundstücks an der Schillerstraße dem CVJM zur Verfügung, auf dem dann das heutige Domizil errichtet wurde (24./27. April 1992).


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