WHO bestätigt Zertifizierung per Mail Delmenhorst wird "Sichere Stadt"

Delmenhorst. Es ist vollbracht: Delmenhorst wird die erste Stadt Deutschlands, die das Prädikat "Safe Community" (Sichere Stadt) offiziell tragen darf. Das hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nun per E-Mail bestätigt, wie Kinderklinik-Chef Johann Böhmann auf Nachfrage sagte. Dafür könne sich Delmenhorst nichts kaufen, aber auf dem Briefbogen mache sich das schon gut, sagte Böhmann. Außerdem hoffen er und seine Mitstreiter vom Verein "Gesundheit im Kindesalter" (GiK), dass "wir deswegen mit anderen Projekten punkten können".
04.02.2011, 05:00
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Delmenhorst wird
Von Kai Purschke

Delmenhorst. Es ist vollbracht: Delmenhorst wird die erste Stadt Deutschlands, die das Prädikat "Safe Community" (Sichere Stadt) offiziell tragen darf. Das hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nun per E-Mail bestätigt, wie Kinderklinik-Chef Johann Böhmann auf Nachfrage sagte. Dafür könne sich Delmenhorst nichts kaufen, aber auf dem Briefbogen mache sich das schon gut, sagte Böhmann. Außerdem hoffen er und seine Mitstreiter vom Verein "Gesundheit im Kindesalter" (GiK), dass "wir deswegen mit anderen Projekten punkten können".

Die Auszeichnung, die aus deutscher Sicht bisher nur das Bundesland Brandenburg (mit Hilfe seines Ministeriums) erlangt hat, geht an der Delme auf den Einsatz einiger Weniger zurück. Insbesondere auf das Engagement von Böhmann, der "zwölf Jahre Arbeit" in das Vorhaben investiert hat. Es seien zwar noch einige, kleinere Formalitäten zu klären, aber die WHO habe mitgeteilt, dass die Zertifizierung erfolgt. Und zwar am 25. März. "Es wird eine Delegation kommen", schilderte Böhmann, dem das Hanse-Wissenschaftskolleg als Ort der Zeremonie vorschwebt. In einer kleinen Feierstunde, die nach einer internationalen Wissenschafts-Konferenz stattfinden soll, wird die Stadt dafür geehrt, dass sie in Präventionsfragen aktiv ist. Eine Reihe von Projekten wie die Unfallvorbeugung bei Kleinkindern oder der Kriminalpräventive Rat haben den Weg geebnet. Bisher haben rund 200 Städte weltweit die Auszeichnung verliehen bekommen.

Zuletzt hatte die Verwaltung im Fachausschuss darüber informiert, dass einige Nachbesserungen nötig waren, um das Zertifikat zu bekommen. Es fehlte etwa ein Beitrag zur Suizid-Prävention. Aber schon im Oktober vergangenen Jahres war Peter Betten, Fachbereichsleiter Gesundheit, optimistisch, das Ziel zu erreichen. Jetzt muss Böhmann nur noch den "genauen Namen" zur WHO übermitteln, der auf der Urkunde erscheinen soll und ein Internetauftritt soll auch noch gebastelt werden, wie Böhmann es ausdrückte.

Erst vor einem halben Jahr war WHO-Mann Bo Henricson zu Besuch in Delmenhorst gewesen, um sich von der "Sicheren Stadt" zu überzeugen. Er hörte und sah viel und war tatsächlich ganz angetan von all dem, was in Sachen Prävention nicht erst kurzfristig aus dem Boden gestampft wurde, sondern seit vielen Jahren existiert.

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